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Auf dieser Seite: Hochschulen 

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Top 26:
Hochschulgipfel für Schleswig-Holstein
Antrag der Fraktion B´ 90/DIE GRÜNEN – Drucksache 17/597
Aufruf gemeinsam mit
Top 29:
Hochschulpolitisches Konzept der Landesregierung
Antrag der Fraktionen von CDU und FDP – Drucksache 17/602
Änderungsantrag der Fraktion B´90/GRÜNE – Drs. 17/645
  Aufruf gemeinsam mit
Top 32:
Erhalt des Wissenschaftsraums Schleswig-Holstein
Antrag der Fraktion DIE LINKE –  Drucksache 17/606(neu) 

Regierung legt im Herbst Hochschulkonzept vor

Kiel (SHL/17.06.) Die Landesregierung wird im Oktober ein Hochschulkonzept zur Weiterentwicklung der Universitäten und Fachhochschulen im Land vorlegen. Der Landtag verabschiedete einen entsprechenden Antrag von CDU und FDP mit den Stimmen der SPD und bei Enthaltung von Grünen, Linken und SSW. Schwarz-Gelb lehnte einen früheren Termin für das Papier – gefordert worden war die Vorlage im Juli – sowie einen Hochschulgipfel mit Studenten, Hochschulleitungen und Politik vor der Sommerpause ab. Beides hatten die Grünen gefordert. Ebenso erhielt ein Antrag der Linken, der sich kategorisch gegen die geplante Abwicklung der Mediziner-Ausbildung in Lübeck und der Wirtschaftswissenschaften in Flensburg wendete, keine Mehrheit.

Direkt im Anschluss an die Fragestunde zur Universität Lübeck gingen die Abgeordneten der Opposition mit der aktuellen Hochschulpolitik der Landesregierung und vor allem mit Wissenschaftsminister Jost de Jager (CDU) noch einmal hart ins Gericht. „Sie sind der Minister, der es geschafft hat Schleswig-Holstein bundesweit in schlechte Schlagzeilen zu bringen", meinte Rasmus Andresen (Grüne).

Redner von CDU und FDP wiesen die Kritik an dem Minister zurück. Zudem machten sie deutlich, dass ein zukunftsweisender Hochschulgipfel, "Dialogforum" genannt, bereits im April beschlossen worden sei. Er habe aber deshalb noch nicht stattgefunden, weil sich die Hälfte der Hochschulen nicht zurückgemeldet hätten.

Hauptredner: Wissenschaftsminister Jost de Jager (CDU), Daniel Günther (CDU), Martin Habersaat (SPD), Kirstin Funke (FDP), Björn Thoroe (Linke), Anke Spoorendonk (SSW)

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Hintergrund:
Die Sparpläne der Landesregierung im Hochschulbereich rufen die Opposition auf den Plan. Die Grünen fordern die Regierung auf, noch vor der Sommerpause im Juli einen schleswig-holsteinischen Hochschulgipfel einzuberufen, der ein Gesamtkonzept für alle Standorte im Lande erarbeiten soll. Ziel müsse es sein, innerhalb der nächsten zehn Jahre 10.000 neue Studienplätze im Norden zu schaffen. Die Linken wenden sich kategorisch gegen die geplante Abwicklung der Mediziner-Ausbildung in Lübeck und der Wirtschaftswissenschaften in Flensburg: „Um auch in Zukunft die Ausbildung von Fachkräften in ganz Schleswig-Holstein zu garantieren, müssen die drei vorhandenen Hochschulstandorte gestärkt werden", heißt es in ihrem Antrag.

Die Koalitionsfraktionen plädieren hingegen angesichts der schlechten Haushaltslage für einen „möglichst effizienten Mitteleinsatz im Hochschulbereich" und fordern ein Regierungskonzept bis Oktober.

  Lübeck und Flensburg im Brennpunkt der Diskussion

Nach den Plänen der schwarz-gelben Haushaltsstrukturkommission sollen die Wirtschaftswissenschaften an der Uni Flensburg (800 Studienplätze) zum Wintersemester 2011/12 auslaufen. Die Koalition erhofft sich hiervon Einsparungen in Höhe von 1,7 Millionen Euro ab 2017, wenn die letzten Absolventen abgegangen sind. Kritiker verweisen darauf, dass die Grenz-Uni wirtschaftliche Impulse in die ganze Region aussendet, und dass nun auch das „Alleinstellungsmerkmal" der Hochschule, die Zusammenarbeit mit der Syddansk Universitet im dänischen Sonderburg, gefährdet sei.

Das Medizinstudium an der Uni Lübeck (1.500 Plätze) soll laut den Regierungsplänen nach Kiel verlagert werden. Das soll bis 2020 insgesamt 150 Millionen Euro einsparen. Ein Grund: Schleswig-Holstein halte derzeit im Bundesvergleich überdurchschnittliche viele teure Medizin-Studienplätze vor. Auch hier regt sich massiver Protest: Die Existenz der gesamten Uni sei gefährdet, wenn die wissenschaftlich hervorragende Medizinische Fakultät in der Hansestadt abgewickelt werde. Auch die geplante Ansiedlung eines Fraunhofer-Instituts für Marine Biotechnologie stehe nun in den Sternen. Dieses Thema will die Opposition auch in einer Fragestunde vertiefen (…gehe zu).

  Beratergremium tritt zurück,
  Gutachter stellen Arbeit ein

Aus Unmut über die Regierungspläne ist der Universitätsrat, ein Beratergremium der Landesregierung für Hochschulfragen, geschlossen zurückgetreten. Die Wissenschaftliche Kommission Niedersachsen, die bis zum Herbst ein Fachgutachten über die Uni Flensburg erstellen sollte, hat ihre Arbeit niedergelegt.

Nach Angaben der Landesregierung investiert das Land in der laufenden Förderperiode 2009 bis 2013 pro Jahr rund 240 Millionen Euro in die neun Universitäten und Fachhochschulen im Lande. Größter Empfänger ist die Kieler Christian-Albrechts- Universität mit 139,3 Millionen. Es folgen die Uni Lübeck (23,3 Millionen), die Fachhochschule Kiel (19,2 Millionen), die Uni Flensburg (13,9 Millionen) und die Fachhochschule Lübeck (15,9 Millionen, Zahlen für 2010).

Vorherige Debatten zum Thema:
plenum-online
Januar 2010Mai 2010

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Themen-Übersicht

A k t u e l l e s

Aktuelle Stunde: - - -

Dringlichkeit: - - -

Außerdem notiert: 
Landtagspräsident Geerdts: „Der 17. Juni und seine Opfer dürfen nicht in Vergessenheit geraten"

I n n e n  / R e c h t

2. Lesungen:

Sparkassengesetz
Rettungsdienste / Fahrberechtigung
(ohne Aussprache)
1. Lesungen:
JVA Glasmoor
Abgeordnetengesetz / Entschädigungen
(ohne Aussprache)
Zensusgesetz
(ohne Aussprache)
Wahl:
Wahl der Mitglieder zur 14. Bundesversammlung
(ohne Aussprache)
Sachanträge:
Kommunalverwaltung
Funknetz-Kartografie
Altersversorgung Minister
(ohne Aussprache)

F i n a n z e n

Regierungserklärung

Landesfinanzen
1. Lesung und Antrag:
Grunderwerbsteuer

 B i l d u n g  /  K u l t u r  / W i s s e n s c h a f t

Fragestunde:

Hochschulstandort Lübeck
Anträge:
Mittagessen an Schulen und in KiTas
Weiterbildung
Hochschulpolitik
Regierungsbericht:

Kulturwirtschaft

S o z i a l e s  / A r b e i t  / G e s u n d h e i t

1. und 2. Lesung:

KiTa-Gesetz 
Sachanträge:
Medizinische Versorgung
Homophobie
Ausbildungsstatistik
Regierungsberichte:

Beteiligung von Jugendlichen

Hausärzte

Schweinegrippe
(ohne Aussprache)

sonstiger Bericht:

Bürgerbeauftragte
(ohne Aussprache)

W i r t s c h a f t  /
V e r k e h r  /  E n e r g i e

Sachanträge:
Betriebsräte
Flughafen Lübeck
(ohne Aussprache)
Offshore-Windkraft
(ohne Aussprache)
Berichtsanträge:
Elektromobilität
FA. Affeldt
Regierungsberichte:

Handwerk

Erneuerbare Energie

 A g r a r  /  U m w e l t  / 
F o r s t e n

Sachantrag:
Kleinwindanlagen

 E u r o p a  / 
M i n d e r h e i t e n

Ausschussempfehlung:
Ostseestrategie
(ohne Aussprache)