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Auf dieser Seite: Verwaltungsgliederung 

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Neugliederung der Verwaltung in Schleswig-Holstein
Antrag der Fraktion B´90/DIE GRÜNEN – Drs. 17/604   

Grundsatzdebatte um neue Kommunalstruktur

Kiel (SHL/17.06.) Die schleswig-holsteinische Verwaltungsstruktur soll rechtzeitig zur nächsten Kommunalwahl 2013 neu gegliedert werden. Dieses Ziel haben sich alle Fraktionen im Landtag und auch die Landesregierung gesetzt. Eine Gebietsreform "von oben", wie sie in der letzten Wahlperiode im Gespräch war, wurde parteiübergreifend ausgeschlossen: Das Land dürfe nicht über die Köpfe der kommunalen Ehrenamtler hinweg entscheiden. Hintergrund der Grundsatz-Debatte im Landtag ist das Urteil des Landesverfassungsgerichts (LVerfG) zur Amtsordnung vom Februar.

Die Schleswiger Richter hatten das Land aufgefordert, die Praxis der Amtsverwaltung bis Ende 2014 zu ändern. Das LVerfG rügt, dass die Gemeinden immer mehr Aufgaben an die Ämter abgeben, die Amtsausschüsse aber nicht direkt von den Bürgern gewählt werden – ein Demokratiedefizit. Grüne und SSW, die das Gericht angerufen hatten, wollen deshalb entweder Gemeinden zu Ämtern zusammenfassen oder die Ämter zu Kreisen erklären. Der „Wegfall von Ebenen" sei angesagt, betonte Grünen-Fraktionschef Robbert Habeck

Innenminister Klaus Schlie (CDU) sperrte sich hingegen gegen Vorfestlegungen und will „alle Optionen prüfen, die das Gericht als zulässig anerkannt hat". Dazu gehöre auch die von der schwarz-gelben Haushaltsstrukturkommission ins Spiel gebrachten Verwaltungsgemeinschaften mit Kooperationen zwischen verschiedenen Ämtern beziehungsweise zwischen Ämtern und Städten.

Im Innen- und Rechtsausschuss geht die Diskussion weiter. Hier sollen auch die Kommunalverbände zu Wort kommen. Ziel ist es, die Reform bis Sommer 2012 in trockene Tücher zu bringen.

Weitere Redner: Silke Hinrichsen (SSW), Werner Kalinka (CDU), Thomas Rother (SPD), Günther Hildebrand (FDP), Heinz-Werner Jezewski (Linke)

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Hintergrund:
Die Grünen wollen die Kommunalverwaltung in Schleswig-Holstein zügig und grundlegend neu ordnen. Demnach soll die Regierung spätestens bis zur Sommerpause 2012 einen Gesetzentwurf vorlegen, damit für die Kommunalwahlen 2013 die neuen Strukturen stehen. Hintergrund ist die Auflage des Landesverfassungsgerichts an das Land, die Praxis der Amtsverwaltung bis Ende 2014 zu ändern. Die Richter hatten gerügt, dass die Gemeinden immer mehr Aufgaben an die Ämter abgeben, die Amtsausschüsse aber nicht direkt von den Bürgern gewählt werden. Dies sei ein Demokratiedefizit.

Aus Sicht der Grünen gibt es nur zwei sinnvolle Möglichkeiten, um keine vierte Ebene – nach Gemeinderat, Kreis- und Landtag – zu schaffen: Entweder die Gemeinden werden durch Zusammenschlüsse quasi zu Ämtern oder sie bleiben klein und dafür steigen die Ämter zu Kreisen auf. In ihrem Landtagsantrag legen sie sich nicht auf eine der beiden Varianten fest. Die ebenfalls bestehende Möglichkeit, die Aufgaben von den Ämtern zurück auf die Gemeinden zu übertragen, schließen die Grünen hingegen aus.

Einsparungen, die sich aus Strukturreformen in der Kommunalverwaltung ergeben, sollen nach Vorstellung der Grünen den Kommunen zugute kommen und dürften nicht vom Land vereinnahmt werden.

Die damalige Große Koalition hatte in der vergangenen Wahlperiode lange über eine Kreisgebietsreform diskutiert, das Thema aber letztlich zu den Akten gelegt.

Vorherige Debatte zum Thema:
plenum-online
März 2009 (Ämter- und Gemeindestruktur), 
Mai 2009 (Funktionalreform)

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Themen-Übersicht

A k t u e l l e s

Aktuelle Stunde: - - -

Dringlichkeit: - - -

Außerdem notiert: 
Landtagspräsident Geerdts: „Der 17. Juni und seine Opfer dürfen nicht in Vergessenheit geraten"

I n n e n  / R e c h t

2. Lesungen:

Sparkassengesetz
Rettungsdienste / Fahrberechtigung
(ohne Aussprache)
1. Lesungen:
JVA Glasmoor
Abgeordnetengesetz / Entschädigungen
(ohne Aussprache)
Zensusgesetz
(ohne Aussprache)
Wahl:
Wahl der Mitglieder zur 14. Bundesversammlung
(ohne Aussprache)
Sachanträge:
Kommunalverwaltung
Funknetz-Kartografie
Altersversorgung Minister
(ohne Aussprache)

F i n a n z e n

Regierungserklärung

Landesfinanzen
1. Lesung und Antrag:
Grunderwerbsteuer

 B i l d u n g  /  K u l t u r  / W i s s e n s c h a f t

Fragestunde:

Hochschulstandort Lübeck
Anträge:
Mittagessen an Schulen und in KiTas
Weiterbildung
Hochschulpolitik
Regierungsbericht:

Kulturwirtschaft

S o z i a l e s  / A r b e i t  / G e s u n d h e i t

1. und 2. Lesung:

KiTa-Gesetz 
Sachanträge:
Medizinische Versorgung
Homophobie
Ausbildungsstatistik
Regierungsberichte:

Beteiligung von Jugendlichen

Hausärzte

Schweinegrippe
(ohne Aussprache)

sonstiger Bericht:

Bürgerbeauftragte
(ohne Aussprache)

W i r t s c h a f t  /
V e r k e h r  /  E n e r g i e

Sachanträge:
Betriebsräte
Flughafen Lübeck
(ohne Aussprache)
Offshore-Windkraft
(ohne Aussprache)
Berichtsanträge:
Elektromobilität
FA. Affeldt
Regierungsberichte:

Handwerk

Erneuerbare Energie

 A g r a r  /  U m w e l t  / 
F o r s t e n

Sachantrag:
Kleinwindanlagen

 E u r o p a  / 
M i n d e r h e i t e n

Ausschussempfehlung:
Ostseestrategie
(ohne Aussprache)