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Auf dieser Seite: Kulturwirtschaft 

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Top 39:
Entwicklung und Stand der Kulturwirtschaft in Schleswig-Holstein (Kulturwirtschaftsbericht)
Antrag der Fraktion des SSW – Drucksache 17/104
(Landtagsbeschluss vom 18. Dezember 2009)
Bericht der Landesregierung – Drucksache 17/434 

Parlament kritisiert veraltes Zahlenmaterial im Kulturwirtschaftsbericht

Kiel (SHL/17.06.) Bildungsminister Ekkehard Klug (FDP) sieht derzeit keinen Bedarf für neue Förderinstrumentarien im Bereich der Kulturwirtschaft. Vielmehr gelte es mit Blick auf die Vermarktung, so der Minister in einem vom SSW beantragten Bericht, die Vernetzung zwischen Kulturschaffenden und Unternehmen zu verbessern. Im Jahr 2007 lag dem Bericht zufolge der Gesamtumsatz der Kulturwirtschaft in Schleswig-Holstein 2,2 Milliarden Euro. Mit rund 21.400 Beschäftigten, rechnete Klug vor, hätten die etwa 6.115 Unternehmen im Kultur- und Kreativbereich mehr Arbeitsplätze zur Verfügung gestellt als etwa die Werftindustrie.

Während Redner der Koalition in der anschließenden Debatte die gestiegene Wahrnehmung und Bedeutung der Kulturwirtschaft betonten und sich grundsätzlich zufrieden zeigten, setzte die Opposition zur Kritik an: So monierte Anke Spoorendonk (SSW), dass die angekündigten Sparvorhaben der Landesregierung im Kulturbereich jene „Potentiale zunichte macht, die der Bericht als ausbaufähig bezeichnet". Linke und Grüne wiederum mahnten verstärkt „passgenaue" Förderungen für die sehr unterschiedlichen Branchen der Kulturwirtschaft an. 

Parlament fordert aktuelle Daten 

Unisono forderten die Abgeordneten aller Couleur von der Landesregierung die Vorlage eines Berichts mit Daten der Jahre 2008 bis 2010. Da das derzeit vorliegende Papier nur Zahlen und Informationen aus dem Jahr 2007 enthalte, werde lediglich die Lage der Kulturwirtschaft vor dem Ausbruch der Finanzkrise widergespiegelt.

Der Bericht wurde zur Beratung an den Bildungsausschuss und den Wirtschaftsausschuss überwiesen.

Weitere Hauptredner: Wilfried Wengler (CDU), Hans Müller (SPD), Kirstin Funke (FDP), Robert Habeck (Grüne), Heinz-Werner Jezewski (Linke)

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Hintergrund:
Buch- und Kunstmarkt, aber auch Musik- und Filmindustrie sind bedeutende Wirtschaftsfaktoren in Schleswig-Holstein. Deswegen will die Landesregierung die Rahmenbedingungen verbessern, „um die Potenziale der Kulturwirtschaft umfassend nutzen zu können". Das geht aus dem 2. Kulturwirtschaftsbericht hervor, den das Bildungsministerium dem Landtag auf Antrag des SSW vorlegt.

Demnach waren im Jahr 2007 in Schleswig-Holstein rund 21.400 Menschen in etwa 6.115 Unternehmen in diesen Branchen beschäftigt, davon 15.300 sozialversicherungspflichtig. Sie erwirtschaften ein Umsatzvolumen von rund 2,2 Milliarden Euro. Die Schwerpunkte im klassischen Kulturbereich bilden der Buchmarkt und die Filmwirtschaft mit jeweils über 400 Unternehmen im Lande und einem Jahresumsatz, der jeweils die 250-Miliionen-Euro-Marke übersteigt. Daneben spielen der Pressemarkt und auch die Software und Games-Industrie eine große Rolle.

  „Förderdefizite" bei „Mikrounternehmen"

5,7 Prozent der Unternehmen im Lande gehören der Kultur- und Kreativwirtschaft an, sie erbringen 1,7 Prozent des Gesamtumsatzes der schleswig-holsteinischen Wirtschaft. Damit liegt der Norden unterhalb des Bundesschnitts (7,2 Prozent der Unternehmen, 2,6 Prozent des Umsatzes). Auffällig ist: Deutschlandweit sind 94 Prozent aller Unternehmen in diesem Bereich Kleinstunternehmen – etwa freischaffende Künstler, Architekten oder Designer. Auch in Schleswig-Holstein gibt es nur wenige große Rundfunkunternehmen oder Verlagshäuser. Bei den „Mikrounternehmen" sind laut dem Bericht der Landesregierung „Förderdefizite erkennbar".

Deswegen setzt das Ministerium auf eine „Öffnung und Ausweitung bestehender Förderprogramme". Hierzu zählen die elf Millionen schwere Filmförderung der Medienanstalt Hamburg/Schleswig-Holstein wie auch die Angebote der Investitionsbank, der Bürgschaftsbank und der Mittelständigen Beteiligungsgesellschaft. Für neue, speziell auf die Kultur-Klientel zugeschnittene Förderangebote bestehe hingegen „kein Bedarf", zumal das Zukunftsprogramm Wirtschaft bereits die Möglichkeit biete, „Netzwerke zwischen Kultur und Wirtschaft zu fördern". In diesem Rahmen wird zum Beispiel ein besseres Marketing für die Kunstausstellung "NordArt" in Büdelsdorf angestrebt, und am Nordkolleg Rendsburg sind Weiterbildungsangebote „zur Verbesserung der wirtschaftlichen Orientierung von kulturellen Institutionen" eingerichtet worden.

  Kultur spielt bei der Wahl des 
  Urlaubsortes zunehmend eine Rolle

Die Landesregierung verweist darauf, dass die Kultur laut einer Studie aus dem Jahr 2007 für 18,2 Prozent derjenigen, die sich für einen Urlaub in Schleswig-Holstein interessieren, eine Rolle spielt. Im Zielgruppenkonzept des Landes, das auf "Best Ager", "anspruchvolle Genießer" und " Familien mit Kindern" als Feriengäste setzt, ist die Kultur aber dennoch nur „von untergeordneter Bedeutung", wie der Bericht feststellt.

Vorherige Debatte zum Thema:
plenum-online
Februar 2009

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Themen-Übersicht

A k t u e l l e s

Aktuelle Stunde: - - -

Dringlichkeit: - - -

Außerdem notiert: 
Landtagspräsident Geerdts: „Der 17. Juni und seine Opfer dürfen nicht in Vergessenheit geraten"

I n n e n  / R e c h t

2. Lesungen:

Sparkassengesetz
Rettungsdienste / Fahrberechtigung
(ohne Aussprache)
1. Lesungen:
JVA Glasmoor
Abgeordnetengesetz / Entschädigungen
(ohne Aussprache)
Zensusgesetz
(ohne Aussprache)
Wahl:
Wahl der Mitglieder zur 14. Bundesversammlung
(ohne Aussprache)
Sachanträge:
Kommunalverwaltung
Funknetz-Kartografie
Altersversorgung Minister
(ohne Aussprache)

F i n a n z e n

Regierungserklärung

Landesfinanzen
1. Lesung und Antrag:
Grunderwerbsteuer

 B i l d u n g  /  K u l t u r  / W i s s e n s c h a f t

Fragestunde:

Hochschulstandort Lübeck
Anträge:
Mittagessen an Schulen und in KiTas
Weiterbildung
Hochschulpolitik
Regierungsbericht:

Kulturwirtschaft

S o z i a l e s  / A r b e i t  / G e s u n d h e i t

1. und 2. Lesung:

KiTa-Gesetz 
Sachanträge:
Medizinische Versorgung
Homophobie
Ausbildungsstatistik
Regierungsberichte:

Beteiligung von Jugendlichen

Hausärzte

Schweinegrippe
(ohne Aussprache)

sonstiger Bericht:

Bürgerbeauftragte
(ohne Aussprache)

W i r t s c h a f t  /
V e r k e h r  /  E n e r g i e

Sachanträge:
Betriebsräte
Flughafen Lübeck
(ohne Aussprache)
Offshore-Windkraft
(ohne Aussprache)
Berichtsanträge:
Elektromobilität
FA. Affeldt
Regierungsberichte:

Handwerk

Erneuerbare Energie

 A g r a r  /  U m w e l t  / 
F o r s t e n

Sachantrag:
Kleinwindanlagen

 E u r o p a  / 
M i n d e r h e i t e n

Ausschussempfehlung:
Ostseestrategie
(ohne Aussprache)