Das Programm werde fünf Schwerpunkte beinhalten,
sagte der Minister in einem von CDU und FDP geforderten Bericht.
So sollen Finanzierungs-, Bürgschafts- und Beratungsangebote
optimiert, die Innovationsfähigkeit der Betriebe verbessert,
Wettbewerbsbedingungen und Rahmenbedingungen gestärkt und die
Zusammenarbeit mit Hamburg intensiviert werden. Ein besonderes
Augenmerk richtete de Jager auf den Fachkräftebedarf. Dieser
werde in den kommenden zehn Jahren im Zuge des demografischen
Wandels deutlich ansteigen, prognostizierte er. Hier werde die
Regierung unter anderem mit Fortbildungsangeboten gegensteuern.
Handwerk ist in der Finanz- und
Wirtschaftskrise
mit blauem Auge davongekommen
In der anschließenden Aussprache forderte die
Opposition die Landesregierung auf, vor allem bürokratische
Hindernisse für Betriebe abzubauen und das Tariftreuegesetz
beizubehalten. SPD, Grüne, Linke und SSW warnten zudem vor einer
Änderung des Sparkassengesetzes. Diese Geldinstitute seien
wichtige öffentliche Kreditgeber für das Handwerk. Das
Sparkassengesetz soll am morgigen Freitag auf Druck der Koalition
geändert werden.
Einig waren sich Redner aller Fraktionen, dass das
Handwerk im Land ein wichtiger Wirtschaftsfaktor ist und die
Finanz- und Wirtschaftskrise besser überstanden hat als andere
Branchen. In Schleswig-Holstein gibt es mehr als 120.000
mittelständische Unternehmen, darunter rund 24.000
Handwerksbetriebe mit insgesamt 120.000 Mitarbeitern. Im
vergangenen Jahr sind die Umsätze der heimischen
Handwerksunternehmen nach vorläufigen Zahlen des Statistikamts
Nord leicht um ein Prozent zurückgegangen.
Weitere Redner: Johannes
Callsen (CDU), Günther Hildebrand (FDP), Regina Poersch (SPD),
Andreas Tietze (Grüne), Björn Thoroe (Linke), Lars Harms (SSW)