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Auf dieser Seite: Handwerk 

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Top 44:
Verbesserung der Standortbedingungen 
für das Handwerk in Schleswig-Holstein
Antrag der Fraktion CDU und FDP –  Drucksache 17/271 (neu)
Landtagsbeschluss vom 26. Februar 2010
Mündlicher Bericht der Landesregierung

Wirtschaftsminister kündigt „Offensive" für das Handwerk an

Kiel (SHL/17.06.) Das Handwerk in Schleswig-Holstein kann auf weitere Unterstützung durch die Landesregierung hoffen. Wirtschaftsminister Jost de Jager (CDU) kündigte für Anfang Juli ein mit „Offensive für das Handwerk und den Mittelstand" überschriebenes Programm an. Außerdem will er „kurzfristig" ein neues Mittelstandsförderungsgesetz und weitere Finanzierungsinitiativen vorlegen.

Das Programm werde fünf Schwerpunkte beinhalten, sagte der Minister in einem von CDU und FDP geforderten Bericht. So sollen Finanzierungs-, Bürgschafts- und Beratungsangebote optimiert, die Innovationsfähigkeit der Betriebe verbessert, Wettbewerbsbedingungen und Rahmenbedingungen gestärkt und die Zusammenarbeit mit Hamburg intensiviert werden. Ein besonderes Augenmerk richtete de Jager auf den Fachkräftebedarf. Dieser werde in den kommenden zehn Jahren im Zuge des demografischen Wandels deutlich ansteigen, prognostizierte er. Hier werde die Regierung unter anderem mit Fortbildungsangeboten gegensteuern.

Handwerk ist in der Finanz- und Wirtschaftskrise 
mit blauem Auge davongekommen

In der anschließenden Aussprache forderte die Opposition die Landesregierung auf, vor allem bürokratische Hindernisse für Betriebe abzubauen und das Tariftreuegesetz beizubehalten. SPD, Grüne, Linke und SSW warnten zudem vor einer Änderung des Sparkassengesetzes. Diese Geldinstitute seien wichtige öffentliche Kreditgeber für das Handwerk. Das Sparkassengesetz soll am morgigen Freitag auf Druck der Koalition geändert werden.

Einig waren sich Redner aller Fraktionen, dass das Handwerk im Land ein wichtiger Wirtschaftsfaktor ist und die Finanz- und Wirtschaftskrise besser überstanden hat als andere Branchen. In Schleswig-Holstein gibt es mehr als 120.000 mittelständische Unternehmen, darunter rund 24.000 Handwerksbetriebe mit insgesamt 120.000 Mitarbeitern. Im vergangenen Jahr sind die Umsätze der heimischen Handwerksunternehmen nach vorläufigen Zahlen des Statistikamts Nord leicht um ein Prozent zurückgegangen.

Weitere Redner: Johannes Callsen (CDU), Günther Hildebrand (FDP), Regina Poersch (SPD), Andreas Tietze (Grüne), Björn Thoroe (Linke), Lars Harms (SSW)

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Hintergrund:
Die Landesregierung liefert auf Antrag der Koalition einen mündlichen Bericht über die Wettbewerbssituation und die Standortbedingungen des schleswig-holsteinischen Handwerks ab.

CDU und FDP hatten in ihrem Koalitionsvertrag angekündigt, in Schleswig-Holstein „deutschlandweit die wirtschaftsfreundlichsten Rahmenbedingungen zu schaffen". Eine „Offensive für Wachstum und Beschäftigung in Mittelstand und Handwerk" soll für neue Arbeitsplätze sorgen. Die Koalition kündigt zudem an, „das vorhandene Förderinstrumentarium der Landesregierung zu evaluieren und an die Bedürfnisse und Anforderungen der mittelständischen Betriebe noch stärker anzupassen". Die Förderprogramme für das Handwerk sollen „weiterentwickelt" werden.

  Landesweit arbeiten 120.000 Menschen 
  in Handwerksbetrieben

In Schleswig-Holstein gibt es mehr als 120.000 mittelständische Unternehmen, darunter rund 24.000 Handwerksbetriebe mit insgesamt 120.000 Mitarbeitern. Im vergangenen Jahr sind die Umsätze der heimischen Handwerksunternehmen nach vorläufigen Zahlen des Statistikamts Nord leicht um ein Prozent zurückgegangen. 2008 verbuchten die Handwerksunternehmen dagegen noch ein Umsatzplus von 5,6 Prozent gegenüber 2007. Für diesen aktuellen Rückgang waren nur die Handwerke für den privaten Bedarf (minus 13 Prozent) und die Handwerke für den gewerblichen Bedarf (minus 9,7 Prozent) verantwortlich. Alle anderen Gewerbegruppen konnten dagegen eine – wenn auch nur leichte – positive Entwicklung verbuchen, am stärksten dabei im Ausbaugewerbe mit einem Umsatzzuwachs von fünf Prozent.

In der Beschäftigtenentwicklung des Handwerks trat nach einem Minus von 0,6 Prozent 2008 ein weiterer Rückgang um 1,2 Prozent im Jahr 2009 ein. Lediglich im Gesundheitsgewerbe (plus 1,7 Prozent) und im Lebensmittelgewerbe (plus 1,4 Prozent) gab es einen Beschäftigungszuwachs. Alle übrigen Gewerbezweige des Handwerks verzeichneten Rückgänge, in der Spitze ein Minus von 4,8 Prozent im Kfz-Gewerbe.

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Themen-Übersicht

A k t u e l l e s

Aktuelle Stunde: - - -

Dringlichkeit: - - -

Außerdem notiert: 
Landtagspräsident Geerdts: „Der 17. Juni und seine Opfer dürfen nicht in Vergessenheit geraten"

I n n e n  / R e c h t

2. Lesungen:

Sparkassengesetz
Rettungsdienste / Fahrberechtigung
(ohne Aussprache)
1. Lesungen:
JVA Glasmoor
Abgeordnetengesetz / Entschädigungen
(ohne Aussprache)
Zensusgesetz
(ohne Aussprache)
Wahl:
Wahl der Mitglieder zur 14. Bundesversammlung
(ohne Aussprache)
Sachanträge:
Kommunalverwaltung
Funknetz-Kartografie
Altersversorgung Minister
(ohne Aussprache)

F i n a n z e n

Regierungserklärung

Landesfinanzen
1. Lesung und Antrag:
Grunderwerbsteuer

 B i l d u n g  /  K u l t u r  / W i s s e n s c h a f t

Fragestunde:

Hochschulstandort Lübeck
Anträge:
Mittagessen an Schulen und in KiTas
Weiterbildung
Hochschulpolitik
Regierungsbericht:

Kulturwirtschaft

S o z i a l e s  / A r b e i t  / G e s u n d h e i t

1. und 2. Lesung:

KiTa-Gesetz 
Sachanträge:
Medizinische Versorgung
Homophobie
Ausbildungsstatistik
Regierungsberichte:

Beteiligung von Jugendlichen

Hausärzte

Schweinegrippe
(ohne Aussprache)

sonstiger Bericht:

Bürgerbeauftragte
(ohne Aussprache)

W i r t s c h a f t  /
V e r k e h r  /  E n e r g i e

Sachanträge:
Betriebsräte
Flughafen Lübeck
(ohne Aussprache)
Offshore-Windkraft
(ohne Aussprache)
Berichtsanträge:
Elektromobilität
FA. Affeldt
Regierungsberichte:

Handwerk

Erneuerbare Energie

 A g r a r  /  U m w e l t  / 
F o r s t e n

Sachantrag:
Kleinwindanlagen

 E u r o p a  / 
M i n d e r h e i t e n

Ausschussempfehlung:
Ostseestrategie
(ohne Aussprache)