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Top 46 - Fragestunde
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Wissenschaftsminister de
Jager optimistisch: Fraunhofer-Institut Kiel (SHL/17.06.) Auch bei einem definitiven Aus für die Medizinerausbildung an der Universität Lübeck sieht Wissenschaftsminister Jost de Jager (CDU) grundsätzlich weder die medizinische Maximalversorgung in der Hansestadt noch den gesamten Fortbestand der Hochschule in Gefahr. Im Rahmen einer von der SPD initiierten Fragestunde stellte er klar, dass stattdessen von einer Profilstärkung der Universität Lübeck auszugehen sei. So liege bereits ein vom Land und von der Universität unterschriebener Vertrag zum Ausbau der Marine-Biotechnologie in Zusammenarbeit mit dem Fraunhofer-Institut vor. Hier seien die Einrichtung von vier Professuren sowie 3,5 Mitarbeiterstellen und der Bau eines neuen Gebäudes für 30 Millionen Euro geplant. De Jager betonte, dass der Vorsitzende des Fraunhofer-Instituts ihm bereits signalisiert habe, dass Lübeck die für das Institut entscheidenden Kriterien – die Verlässlichkeit der Partner und die Qualität der Ausstattung – erfülle. Neben dem Bereich der Marine-Biotechnologie solle, so der Wissenschaftsminister, zudem über eine Kooperation mit dem Unternehmen Olympus auch der Bereich der Informatik ausgebaut werden. Darüber hinaus prüfe sein Ministerium, wie durch einen Verzahnungsprozess zwischen Kiel und Lübeck bestimmte Teile der medizinischen Fakultät und deren Exzellenz erhalten werden könne. Im weiteren Verlauf der ausführlichen, weit über zwei Stunden dauernde und ins Detail gehenden Befragung, der sich die gesamte Opposition anschloss, nannte de Jager strukturelle Gründe für die geplanten Kürzungen am Standort Lübeck. Ein Vorzug des Standortes Kiel sei es unter anderem, dass dort mehr Drittmittel eingeworben werden. Die 1.500 Medizin-Studienplätze sollen nach dem Willen der Haushaltsstrukturkommission von der Hansestadt nach Kiel verlagert werden. Auf diese Weise will das Land bis 2020 insgesamt 150 Millionen Euro einsparen. Ein Studienplatz für den Fachbereich Medizin kostet laut Aussage des Wissenschaftsministers pro Semester 50.000 Euro und damit rund 42.000 Euro mehr als ein Fachhochschulstudienplatz. |
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