Landtagspräsident
Torsten Geerdts:
„Der 17. Juni und
seine Opfer dürfen nicht in Vergessenheit geraten"
Kiel (SHL/17.06.) Landtagspräsident
Torsten Geerdts hat zu Beginn des Sitzungstages der Opfer des
Volkstandes in der DDR am 17. Juni 1953 gedacht. „Der Tag ist
noch heute Ausdruck von Spaltung und Trennung, von
Zweistaatlichkeit und nationaler Zerrissenheit", sagte
Geerdts und würdigte das „mutige Eintreten von Frauen und
Männern in der ehemaligen DDR für Freiheit und
Gerechtigkeit." Ihr Wirken sei eine wichtige Grundlage dafür
gewesen, dass der Gedanke der Einheit der Nation in Deutschland
über Jahrzehnte wach gehalten werden konnte und letztendlich in
der Vollendung der inneren Einheit Deutschlands mündete –
dafür „gebührt ihnen unser Dank, unsere Anerkennung."
Der Mut der Menschen – und hier bezog der
Landtagspräsident auch
die Demonstranten im Jahr 1989 mit ein – habe zu einem neuen
Anfang in Solidarität und Toleranz geführt, betonte Geerdts und schloss seine Gedenkrede im Plenum: „Im
Gedenken an die Opfer des 17. Juni 1953 erinnert der
Schleswig-Holsteinische Landtag an die Verantwortung aller
gesellschaftlichen Kräfte, das Zusammenwachsen des deutschen
Volkes auch heute noch weiter zu fördern und appelliert an alle
Deutschen, sich an dieser großen Aufgabe zu beteiligen."