Schwarz-Rot gegen Naturschutz auf
ehemaligen Bundeswehr-Flächen
Opposition spricht von Panikmache
Kiel (SHL/24.03.) Schwarz-rote Koalition
und Landesregierung haben für einen zügigen Verkauf ehemaliger
Bundeswehr-Gelände plädiert. Der Bundesvorgabe, einen Teil
dieser Konversions-Flächen zunächst in eine Bundesstiftung zu
überführen, erteilten CDU, SPD und SSW eine Absage. Der damit
verbundene Verkaufsstopp dürfe in diesen ohnehin vom
Bundeswehr-Abzug schwer getroffenen Regionen keinen weiteren
Schaden anrichten, hieß es. FDP und Grüne hingegen warfen
Wirtschaftsminister Dietrich Austermann (CDU) vor, durch
ungeschickte Medien-Äußerungen zur möglichen Gefährdung der
Wirtschaftsprojekte "Panikmache" betrieben und einen
"Popanz" aufgebaut zu haben. So sei beispielsweise das
geplante Tourismus-Projekt in Olpenitz nie bedroht gewesen.
Hintergrund der Debatte ist ein von der
zuständigen Bundesanstalt für Immobilienaufgaben (Rostock/Bonn)
verhängter Verkaufsstopp für 15 Gebiete, die im Rahmen der
Bundeswehrreform stillgelegt werden sollen. Dazu zählen Olpenitz
(Kreis Schleswig-Flensburg), Süderlügum und Enge-Sande (beide
Kreis Nordfriesland), Breitenburg (Kreis Steinburg) und
Eckernförde. Insbesondere in Olpenitz an der Schleimündung,
wo ab diesem Sommer bis 2012 das Feriendorf "Port Olpenitz"
mit 800 neuen Arbeitsplätze entstehen soll, hatte diese Nachricht
für Aufregung gesorgt.
Hauptredner: Wirtschaftsminister
Dietrich Austermann (CDU), Karl-Martin Hentschel (Grüne),
Johannes Callsen (CDU), Anna Schlosser-Keichel (SPD), Wolfgang
Kubicki (FDP), Anke Spoorendonk (SSW)
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