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Auf dieser Seite: Wald  –  Raumordnungsbericht

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Top 21: 
Erhalt des Landeswaldes
Antrag der Fraktion der FDP

Drucksache: 16/649
-Plenarprotokoll-
  zum Text


Top 36: 
Raumordnungsbericht Küste und Meer 2005
Federführend ist das Innenministerium
Drucksache: 16/551
-Plenarprotokoll-
  zum Text
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FDP fürchtet Verkauf des Landeswaldes
Landesregierung prüft verschiedene Privatisierungs-
Modelle

Kiel (SHL/23.03.) Die Liberalen machen mobil gegen einen möglichen Verkauf des Landeswaldes: Erhalt und Bewirtschaftung der Forsten seien eine öffentliche Aufgabe und hätten zudem eine Vorbildfunktion für den Kommunal- und Privatwald, begründeten die Liberalen ihren Antrag, den landeseigenen Wald nicht zu verkaufen. Redner von SPD und CDU wiesen in der Debatte energisch darauf hin, dass es keine fertigen Pläne für einen vollständigen Verkauf gebe. Umweltminister Christian von Boetticher (CDU) sagte, es würden angesichts des hohen Defizits verschiedene Modelle für eine Privatisierung geprüft, darunter auch die Überführung der Forsten in eine Gesellschaft öffentlichen Rechts.

Als waldärmstes Flächenland im Bund könne sich Schleswig-Holstein den Verkauf des Waldes nicht leisten, konstatierte Günther Hildebrand (FDP). Seiner Argumentation, dass mit Blick auf das Gemeinwohl auch die Kosten für die Verwaltung zu rechtfertigen seien, widersprach von Boetticher: Angesichts der schwersten Finanzkrise des Landes seien Denkverbote das Allerletzte, was man sich leisten könne.

Die Union bezeichnete den FDP-Vorstoß als "reinen Populismus"; die SPD wunderte sich, dass die FDP als Partei der Privatisierung plötzlich ein Herz für Staatsausgaben entdecke. Der anvisierte Verkauf bedeute keinesfalls, dass die Motorsägen-Industrie Konjunktur haben werde, betonte Hartmut Hamerich (CDU). Angesichts der Finanzprobleme des Landes sei ein Verkauf unvermeidbar. Zudem müssten die Förster wieder betriebswirtschaftlich arbeiten können. Inhaltlich grenzte sich Sandra Redmann (SPD) sich etwas von der Position der Union ab und sprach sich gegen einen kompletten Verkauf des Landeswaldes aus. Vor dem Hintergrund, dass die Unterhaltung des 52.000 Hektar umfassenden Staatswaldes in Schleswig-Holstein jährlich rund zehn Millionen Euro kostet, sei es aber legitim, über Privatisierungen nachzudenken.

Bevor das Thema dem Umweltausschuss zugeleitet wurde, wandte sich Karl-Martin Hentschel (Grüne) strikt gegen einen Verkauf des Landeswaldes und schlug die Einrichtung einer Landesstiftung vor. Und der SSW-Abgeordnete Lars Harms warnte davor, den Landeswald zu einem reinen Holzlieferanten zu degradieren. Er erinnerte daran, dass sich der Landtag 1995 im Rahmen einer Waldresolution auf eine Steigerung der Waldfläche von zehn auf auf zwölf Prozent geeinigt hatte.

Zahlen aus dem waldärmsten Bundesland

Schleswig-Holstein ist laut dem jüngsten Forstbericht der Landesregierung das waldärmste Flächenland in Deutschland: Während im Bundesdurchschnitt die Waldfläche bei rund 30 Prozent liegt, sind es hierzulande nur 9,9 Prozent. Die ausgiebigsten Waldspaziergänge können in den Kreisen Herzogtum Lauenburg mit seinem Sachsenwald sowie im Kreis Segeberg gemacht werden, wo der Waldanteil 24,6 beziehungsweise 15,1 Prozent beträgt. Die wenigsten Bäume vor ihrer Haustür haben die Bürger in Dithmarschen: Hier liegt der Waldanteil bei 3,3 Prozent. Von den 155.000 Hektar Waldfläche im nördlichsten Bundesland wird rund die Hälfte (80.000 Hektar/51Prozent) privat bewirtschaftet; 52.000 Hektar (34 Prozent) sind Staatswald und 23.000 (15 Prozent) Körperschaftswald.

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Hintergrund:
  Die FDP spricht sich gegen einen möglichen Verkauf des schleswig-holsteinischen Landeswaldes aus. Stattdessen bekräftigen die Liberalen, der Wald sei „eine öffentliche Aufgabe" und erfülle eine wichtige Funktion im Naturschutz, bei der Erholung und bei der Umweltbildung.
  Mit diesem Antrag reagiert die FDP auf Medienberichte, laut denen die Landesregierung den Verkauf der 52.000 Hektar Staatsforsten im Lande plant. Auch die Grünen im Landtag haben sich gegen den Verkauf ausgesprochen. Das Landwirtschaftsministerium betont, eine endgültige Entscheidung werde erst nach der Erstellung einer in Auftrag gegebenen Marktstudie fallen.
  Schleswig-Holstein ist laut dem jüngsten Forstbericht der Landesregierung das waldärmste Flächenland in Deutschland: Während im Bundesdurchschnitt die Waldfläche bei rund 30 Prozent liegt, sind es hierzulande nur 9,9 Prozent. Die ausgiebigsten Waldspaziergänge können in den Kreisen Herzogtum Lauenburg mit seinem Sachsenwald sowie im Kreis Segeberg gemacht werden, wo der Waldanteil 24,6 beziehungsweise 15,1 Prozent beträgt. Die wenigsten Bäume vor ihrer Haustür haben die Bürger in Dithmarschen: Hier liegt der Waldanteil bei 3,3 Prozent. Von den 155.000 Hektar Waldfläche im nördlichsten Bundesland wird rund die Hälfte (80.000 Hektar/51Prozent) privat bewirtschaftet; 52.000 Hektar (34 Prozent) sind Staatswald und 23.000 (15 Prozent) Körperschaftswald.

mehr Informationen: plenum-online, September 2005
(www.sh-landtag.de/plenumonline/september2005/
texte/11_27_waldgesetz_natura2000.htm)
mehr Informationen: plenum-online, Februar 2004
(www.sh-landtag.de/plenumonline/februar2004/
texte/10_36_natura2000_forstbericht.htm)

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Offshore-Kabel: Landtag fordert baldige Lösung

Kiel (SHL/23.03.) Parteiübergreifend hat der Landtag eine schnelle Klärung des schwelenden Konflikts um die Kabel-Anbindung der Offshore-Windanlagen in der Nordsee angemahnt. Innenminister Ralf Stegner (SPD) versprach, die Landesplanungsbehörde werde bis spätestens 2010 Konzepte zur Stromtrassen-Führung von den Windrädern im Meer an die Küste entwerfen. Anlass der Debatte war die Vorstellung des Raumordnungsberichts Küste und Meer. Bei den Abgeordneten traf dieser Bericht, der umfangreiche Informationen zur Raum- und Landesplanung an der Küste sowie in Nordsee und Ostsee enthält, überwiegend auf ein positives Echo – lediglich der SSW vermisste eine Darstellung der konkreten Handlungsfelder für die Zukunft.

In Bezug auf die Trassen-Führung an Land unterstützten SPD und Grüne eine Erdkabel-Variante und lehnten Überland-Freileitungen ab. Sie nahmen damit entsprechende Proteste von Anwohnern in der betroffenen Region auf. Minister Stegner legte in seiner Rede einen Schwerpunkt auf die Bedeutung der Meerespolitik für Schleswig-Holstein. Sein Ziel: Das Land solle zur maritimen Modellregion werden, in der Erholdung, Wirtschaft, Energieversorgung und Ökologie in Einklang gebracht werden. CDU und FDP betonten in diesem Zusammenhang die Bedeutung der wirtschaftlichen Nutzung für die Westküsten-Region, etwa in den Bereichen Tourismus und Ölförderung im Watt.

In den Ausschüssen für Innen und Recht, Wirtschaft sowie Umwelt und Agrar wird weiter beraten.

Hauptredner: Jürgen Feddersen (CDU), Regina Poersch (SPD), Günther Hildebrand (FDP); Karl-Martin Hentschel (Grüne), Lars Harms (SSW)

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Hintergrund:
  In jeder Wahlperiode legt die Landesplanung dem Landtag einen Raumordnungsbericht vor. Dieser Bericht behandelt jeweils besondere Schwerpunktthemen – in diesem Fall Küste und Meer. Ziel ist es, die unterschiedlichen Interessen darzustellen und auf Konflikte wie auch auf mögliche Synergien aufmerksam zu machen.
  Der Bericht betont die Bedeutung des Meeres für Schleswig-Holstein: Die Küsten sind fast 1.200 Kilometer lang, kein Ort ist mehr als 60 Kilometer von einem der Meere entfernt, und über 700.000 Menschen, etwa ein Viertel der Bevölkerung, leben in einem drei Kilometer breiten Küstenstreifen. Neben seinem wirtschaftlichen Potential hat der Küstenraum auch eine große ökologische Bedeutung. Hierin sieht das zuständige Innenministerium den Grund für "Raumnutzungskonflikte".
  So kommt es zum Beispiel im Nationalpark Wattenmeer zu Konflikten zwischen den Belangen des Naturschutzes auf der einen Seite und der Landwirtschaft, der Windenergie, dem Küstenschutz, der Schifffahrt, der Fischerei und dem Tourismus auf der anderen Seite.

mehr Informationen: plenum-online, Februar 2004
(www.sh-landtag.de/plenumonline/februar2004/
texte/17_23_raumordnung_buerokratie.htm)

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ttt

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