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Auf
dieser Seite: Tourismus
– Außenwirtschaft
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Top 37:
Grundlagen für Wachstum im Tourismus schaffen
(Landtagsbeschluss vom 16. Dezember 2005 – Drs. 16/429neu)
Federführend ist das Ministerium für Wissenschaft, Wirtschaft
und Verkehr |
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Top 38:
Außenwirtschaft in Schleswig-Holstein
(Landtagsbeschluss vom16. Dezember 2005 – Drs. 16/436neu)
Federführend ist das Ministerium für Wissenschaft, Wirtschaft
und Verkehr
Von der Tagesordnung abgesetzt |
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Mit Kultur-, Wellness- und
Familienurlaub-Angeboten:
Tourismus: Schleswig-Holstein
will im Norden wieder an die Spitze
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Kiel
(SHL/23.03.)
Schleswig-Holstein soll innerhalb der nächsten Jahre wieder zum
Tourismus-Standort Nummer 1 in Norddeutschland werden. Dieses
Ziel gab Wirtschaftsminister Dietrich Austermann (CDU) bei der
Vorstellung eines von Schwarz-Rot beantragten Regierungsberichts
aus. Er verwies darauf, dass seit 2000 bis Ende dieses Jahres
insgesamt 126 Millionen Euro aus EU-, Bundes und Landesmitteln
für diesen Zweck aufgewendet würden. Zudem will Austermann
eine Unternehmensberatung mit
einem Fachgutachten zu diesem Thema beauftragen, das bis zum
Sommer angefertigt und im Herbst vorgestellt werden soll. Mit
seinen Plänen stieß er bei den Landtagsfraktionen auf weit
gehende Zustimmung. Alle Redner betonten die große Bedeutung
dieser Branche für das Land zwischen den Meeren und nannten
insbesondere die Bereiche Kultur, Wellness und Familienurlaub
als Wachstumsmotoren.
Einige Zahlen aus
dem Bericht: Der Jahresumsatz des Fremdenverkehrs liegt im Lande
bei 4,5 Milliarden Euro. Damit erbringt die Branche 4,7 Prozent
des Volkseinkommens. Rund 130.000 Menschen arbeiten in diesem
Sektor, 530 Millionen Euro Steuereinnahmen nimmt der Fiskus aus
diesem Bereich jedes Jahr ein. Allerdings ist die Zahl der
Übernachtungen rückläufig – seit 1992 sind es rund zehn
Prozent weniger, inzwischen hat sich Mecklenburg Vorpommern vor
Schleswig-Holstein an die Spitzenposition der Küstenländer
gesetzt. In der Beliebtheitsskala aller deutscher Reiseziele
rangiert das Land zwischen den Meeren an dritter Stelle;
Spitzenreiter ist Bayern.
"Wir haben in
den 90er Jahren die Zeit verschlafen", während "andere
geklotzt haben", umriss Jürgen Feddersen (CDU) den Erfolg
Mecklenburg-Vorpommerns. Schleswig-Holstein müsse zukünftig
noch mehr seine "Stärken betonen". Regina Poersch
(SPD) forderte in ihrer Jungfernrede im Parlament die
Fremdenverkehrsorte im Lande auf, ihr "Kirchturmdenken zu
überwinden" und lobte in diesem Zusammenhang die Arbeit
der Tourismusagentur TASH bei der Koordinierung eines
gemeinsamen Marketing-Konzeptes.
Wie Poersch war auch
Heiner Garg (FDP) "sehr skeptisch" in Bezug auf das
von der Landesregierung anvisierte Gutachten. Hier bestehe noch
Klärungsbedarf in den Ausschussberatungen. Er stellte fest:
"Die Menschen haben ihr Reiseverhalten geändert" und
würden öfter, aber dafür kürzer in die Ferien fahren –
darauf müssten die Veranstalter reagieren. Klaus Müller
(Grüne) hob die Bereiche Städtetourismus und Tagesreisen als
"wichtigsten Wachstumsbereich" hervor. So seien im
Vorjahr in diesem Marktsegment in Lübeck 15 Millionen und in
Kiel sogar 16 Millionen Gäste verzeichnet worden. "Die
Menschen sind mobiler geworden", stellte Lars Harms (SSW)
fest. Er forderte deshalb mehr Großprojekte, die eine
weiträumig verteilte Klientel ansprächen. Auch "regionalkulturelle
Elemente" wie die Verwendung der friesischen Sprache im
öffentlichen Raum an der Westküste seien touristisch
bedeutsam.
Der Bericht wurde
zur abschließenden Beratung an den Wirtschaftsausschuss
überwiesen.
Hintergrund:
Auf Antrag von CDU und SPD
berichtet die Landesregierung über ihre Ziele im Bereich
Tourismus. Der Tourismus ist, wie das
Wirtschaftsministerium betont, "für
Schleswig-Holstein von enorm großer wirtschaftlicher
Bedeutung". Der Jahresumsatz liegt bei 4,5 Milliarden
Euro, damit erbringt die Branche 4,7 Prozent des
Volkseinkommens. Rund 130.000 Menschen arbeiten in diesem
Sektor, 530 Millionen Euro Steuereinnahmen nimmt der
Fiskus aus diesem bereich jedes Jahr ein. In der liegt das Land
zwischen den Meeren mit einem Marktanteil von 4,3 Prozent
an dritter Stelle hinter Bayern (6,7 Prozent) und
Mecklenburg-Vorpommern (5,3 Prozent).
Allerdings befindet sich der
schleswig-holsteinische Tourismus in einer „schwierigen
Marktlage". Die Zahl der Übernachtungen ist
rückläufig, seit 1992 sind es rund zehn Prozent weniger.
Währenddessen stieg die Zahl der Übernachtungen im
Bundesdurchschnitt um 9,7 Prozent an.
Hier will
der Norden gegensteuern:
- Zwischen 2000 und
2006 werden vom Land rund 107 Millionen Euro für die
touristische Infrastruktur bereitgestellt, hinzu
kommen 19 Millionen aus dem Schleswig-Holstein-Fonds.
- Die Landesregierung
freut sich über ein hohes Interesses von Investoren:
Derzeit sind 25 Hotelprojekte und Ferienanlagen
geplant.
- Die Tourismus-Agentur
(TASH), die touristische Marketingorganisation des
Landes, hat einen 25-Prozent-Rabatt-Gutschein
entworfen, mit denen Familien ihren zweiten Urlaub im
Norden verbilligen können.
- Elf Orte im Lande
wollen Familien mit Gratis-Serviceangeboten locken,
darunter Pellworm, St. Peter-Ording, Grömitz und
Heiligenhafen.
Die Unternehmensberatung
Roland Berger soll im Auftrag der Landesregierung bis zum
Sommer ein Handlungskonzept erarbeiten, mit denen
Schleswig-Holstein die Position als Tourismusland Nummer 1
im Norden zurückerobern will.
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Von der
Tagesordnung abgesetzt
Hauptredner:
Hintergrund:
Die Landesregierung legt dem Landtag auf
Initiative der FDP einen Bericht zur
schleswig-holsteinischen Außenwirtschaft vor. In den
letzten Jahren sind die Ausfuhren im Norden deutlich
gestiegen. 2004 exportierten Unternehmen aus
Schleswig-Holstein Waren im Wert von rund 14,5 Milliarden
Euro. Verglichen mit dem Jahr 2003 bedeutet dies einen
Zuwachs von rund 25 Prozent. Damit wurden über 20 Prozent
des Brutto-Inlandsproduktes durch den Außenhandel
erwirtschaftet. Allerdings wurde der Export in diesem
Zeitraum vom Import übertroffen. Rund 16,2 Milliarden
Euro wurden 2004 für Einfuhren ausgegeben.
Hauptsächliche Handelspartner waren 2004 die
Länder der Europäischen Union: 76 Prozent der Exporte
gingen an EU-Länder, hauptsächlich an Großbritannien,
Frankreich, die Niederlande und Dänemark, zehn Prozent an
das übrige Europa. Die aktivsten Branchen waren beim
Export der Maschinenbau (2,3 Milliarden Euro) und die
chemische Industrie (1,4 Milliarden). Beim Import
dominierten ebenfalls Güter des Maschinenbaus (1,3
Milliarden) vor der Papierindustrie (880 Millionen) und
der Chemie (720 Millionen).
Zur weiteren Entwicklung des
schleswig-holsteinischen Außenhandels hat das
Wirtschaftsministerium eine Offensive gestartet. Sie sieht
unter anderem vor, die Export-Orientierung des
Mittelstandes zu fördern. Rund eine halbe Million Euro
soll für diesen Zweck aus dem Schleswig-Holstein-Fonds
aufgewendet werden. Auch sollen die Wirtschaftsbeziehungen
mit den europäischen Nachbarn, insbesondere den neuen
osteuropäischen EU-Mitgliedern gestärkt werden. Hier
verweist der Bericht auf die Aktion "Europa in
Schleswig-Holstein" der Industrie- und
Handelskammern. Darüber hinaus soll die Präsenz auf
Wachstums- und Zukunftsmärkten ausgebaut werden, etwa in
China und Russland.
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