In Kürze: Meldungen 3 (Themen ohne Aussprache) 

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Ingenieurgesetz, 2. Lesung (Top 4; Drs. 16/337, 16/661);  EU-Förderung Ländliche Räume, Antrag (Top 15; Drs. 16/642neu);  Parlamentspartnerschaft Zhejiang, Antrag (Top 25; Drs. 16/662);  Energiepolitik, Bericht (Top 33; Drs. 16/581, 16/663)


  Ingenieurgesetz:  Schleswig-Holstein gießt die EU-Richtlinie zur wechselseitigen Anerkennung von Ingenieursabschlüssen in der Europäischen Union sowie in der ebenfalls beteiligten Schweiz in Landesrecht: Einstimmig hat das Parlament auf Empfehlung des Wirtschaftsausschusses in Zweiter Lesung für die Umsetzung der so genannten Simpler Legislation for the Internal Market-Richtlinie, kurz SLIM, votiert.
  Diese Richtlinie gibt es bereits seit 2001. Da der Ingenieursberuf hier aber nicht ausdrücklich genannt wird und weitere Verhandlungen auf EU- wie auf Länderebene die Verabschiedung verzögert haben, ist die Richtlinie in Deutschland nicht wie geplant zum 1. Januar 2003 in nationales Recht umgesetzt worden. Brüssel drohte deshalb mit einem Vertragsverletzungsverfahren. Nach Angaben der Architekten und Ingenieurkammer Schleswig-Holstein gibt es im Lande 830 freischaffende Ingenieure.

 

  Parlamentspartnerschaft: Schleswig-
Holstein soll seine partnerschaftliche Zusammenarbeit mit der chinesischen Region Zhejiang weiter ausbauen. Dafür hat sich der Landtag in einem interfraktionellen Antrag ausgesprochen. Gleichzeitig fordern die Parlamentarier für die Tagung Anfang Mai einen schriftlichen Bericht der Landesregierung, der über den Stand und die Fortentwicklung der Zusammenarbeit in Kernbereichen wie Wirtschaft, Umwelt, Wissenschaft und Forschung informiert.
  Erste Verbindungen zwischen Schleswig-Holstein und Zhejiang gehen auf das Jahr 1985 zurück. Der damalige Gouverneur Zhejiang besuchte Deutschland und interessierte sich für eine Partnerschaft mit einem der Bundesländer. Am 20. April 1986 wurde eine erste Vereinbarung über die Aufnahme freundschaftlicher Beziehungen unterzeichnet. Mittlerweile existiert eine gemeinsame Förderkommission mit je acht Mitgliedern aus Schleswig-Holstein und Zhejiang.
  In Zhejiang unterhält die Wirtschaftsförderung und Technologietransfer Schleswig-Holstein GmbH eine Gemeinschaftsbüro, dem zur Zeit 30 Unternehmen aus dem Land zwischen den Meeren angehören.

 

  Ländliche Räume: Die Landesregierung wird dem Parlament in der Tagung Ende Mai über die Förderung der ländlichen Räume in Schleswig-Holstein für den Zeitraum 2007 bis 2013 einen schriftlichen Bericht vorlegen. Die Abgeordneten folgten damit einem Antrag des SSW. Die Partei der dänischen Minderheit fürchtet, dass der Landesteil Schleswig im globalen Wettbewerb weiter zurückfällt und moniert die Ausrichtung der Förderpolitik der schwarz-roten Landesregierung. Im Koalitionsvertrag berücksichtige sie hauptsächlich die Belange der Metropolregion Hamburg und der Oberzentren des Landes. Der SSW verlangt deshalb unter anderem ein Konzept zur Weiterentwicklung der ländlichen Räume und die Neuausrichtung des "Zukunftsprogramms Wirtschaft für die Nutzung des Europäischen Fonds für regionale Entwicklung" (EFRE).

mehr Infos: plenum-online, Februar 2006

  EnergiepolitikDer Landtag hat den Bericht der Landesregierung über eine zukunftsfähige Energiepolitik für Schleswig-Holstein auf Empfehlung des Wirtschaftsausschusses und des Umwelt- und Agrarausschusses zur Kenntnis genommen. Der Bericht, der auf einen Antrag der Regierungsfraktionen zurückgeht, enthält Daten und Fakten über die die energiepolitischen Schwerpunkte des Landes in Bereichen wie der Kraft-Wärme-Kopplung, der Windkraft, der Kernenergie und weiterer regenerativer Energien. Fazit: Das schwarz-rote Kabinett hat sich auf einen Mix aus herkömmlicher und regenerativer Energie ausgesprochen.
  Laut Bericht sind beispielsweise für die Windenergie in Schleswig-Holstein 11.906 Hektar und damit 9,75 Prozent der Landesfläche für Windparks ausgeschrieben. Hier sind 2.608 Windkraftanlagen mit einer Leistung von 2.100 Megawatt installiert. Damit können, so der Bericht, rechnerisch 30 Prozent der im Lande benötigten Strommenge erzeugt werden. Überdies wurde 2002 rund 43 Prozent des Primärenergieverbrauchs im Lande durch Kernenergie abgedeckt.

mehr Infos: plenum-online, Februar 2006


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