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Auf dieser Seite: Nachtragshaushalt

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Top 02
Entwurf eines Gesetzes über die Feststellung 
eines Nachtrags zum Haushaltsplan für die 
Haushaltsjahre 2009 und 2010
Gesetzentwurf der Landesregierung – Drucksache 16/2494
Bericht und Beschlussempfehlung des Finanzausschusses
Änderungsantrag der Fraktionen von CDU u. SPD –Drs. 16/2589
   Aufruf gemeinsam mit: 
Top 20
Mittelfristige Finanzplanung dem Landtag vorlegen

Antrag der Fraktion BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN

Drs.: 16/2528


Nachtrag verabschiedet: Konjunkturpaket kann starten

Aber: Erhebliche Zweifel an schwarz-roter Haushaltsplanung in der Krise

Kiel (SHL/25.03.) Das Konjunkturpaket II für Schleswig-Holstein ist endgültig geschnürt. Insgesamt 430 Millionen Euro Investitionen in Bildung und Infrastruktur können nun in den Norden fließen. Der Landtag hat mit den Stimmen der schwarz-roten Koalition und des SSW einen Nachtrag zum Landeshaushalt 2009/2010 durchgewinkt und damit den von Berlin geforderten Landesanteil von 91 Millionen an dem Investitionsprogramm bereitgestellt. 322 Millionen stammen Vom Bund, der Rest von den Kommunen. Finanzminister Rainer Wiegard (CDU) bezeichnete die Konjunkturspritze als „gewaltigen zusätzlichen Investitionsbeitrag". Zudem verwies er darauf, dass das Land die Extra-Ausgaben ohne zusätzliche Schulden stemmen könne – das Geld stamme aus einer Rücklage, die in den letzten beiden Haushaltsjahren gebildet wurde.

Grüne und FDP übten dennoch heftige Kritik an der Haushaltspolitik von CDU und SPD: Grünen-Fraktionschef Karl-Martin Hentschel (Foto) zeigte sich davon überzeugt, dass die Steuereinnahmen wegen der Wirtschafts- und Finanzkrise „in den Keller sausen" werden. Die Landesregierung weigere sich jedoch, „die Wirklichkeit zur Kenntnis zu nehmen". Er forderte den Finanzminister auf, die mittelfristige Finanzplanung des Landes schnell zu überarbeiten. Das sah auch Oppositionsführer Wolfgang Kubicki so. Der Fraktionschef der Liberalen monierte: Die Koalition gehe trotz aller aktuellen Prognosen immer noch von zweistelligen Steuersteigerungen aus.

„Die Zahlen werden nicht erfreulich aussehen"

Minister Wiegard will zunächst die Mai-Steuerschätzung abwarten und dann eine neue Finanzplanung vorlegen. Seine Einschätzung, „die Zahlen werden nicht erfreulich aussehen", wurde von Anke Spoorendonk (SSW) geteilt. Trotz ihrer generellen Zustimmung zum Nachtragsetat sagte sie: „Sollte sich die Konjunktur in Folge der Finanzkrise so abkühlen wie von immer mehr Experten befürchtet, geraten wir ganz schnell in die Situation, dass von einem verfassungskonformen Haushalt nicht mehr die Rede sein kann."

Die Abgeordneten der Koalition warfen vor allem einen positiven Blick auf das Konjunkturpaket. Der CDU-Parlamentarier Tobias Koch lobte, die Regierungsbündnisse in Bund und Land hätten „schnell, entschlossen und effizient gehandelt". Der Opposition warf er vor, den Kommunen und Unternehmen die Bundeshilfe mit „parteitaktischen Spielchen" vorenthalten zu wollen. Und für Birgit Herdejürgen (SPD) geht es nun vor allem darum, Arbeitsplätze in kleinen und mittleren Unternehmen zu sichern. Sie appellierte an die Kommunen, die 70 Prozent des Pakets zur Verfügung haben, ihrer Verantwortung für das heimische Handwerk gerecht zu werden.

Mit der von den Grünen angeforderten Überarbeitung der mittelfristigen Finanzplanung wird sich der Finanzausschuss befassen.

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Hintergrund:
Nach den Ausschussberatungen will die schwarz-rote Koalition ihren Nachtragshaushalt zum Doppeletat 2009/2010 im Plenum endgültig beschließen. Mit dem Nachtrag wollen CDU und SPD den Landesanteil am Konjunkturpaket II stemmen. Schleswig-Holstein soll dabei ohne weitere neue Schulden auskommen. Rund 91 Millionen Euro stammen aus einer Rücklage. Das Land hat im letzten Jahr aufgrund von Mehreinnahmen und Minderausgaben Geld auf die Seite legen können. Wenn das Parlament den Etat durchwinkt, fließen im Land insgesamt 430 Millionen Euro aus Mitteln des Bundes, des Landes und der Kommunen in Bildung und Infrastruktur.

FDP und Grünen haben sich im Ausschuss gegen das Zahlenwerk ausgesprochen. Die Grünen fordern die Landesregierung zudem auf, bis September ihre mittelfristige Finanzplanung bis 2013 vorzulegen.

 Knapp 425 Millionen Euro Mehrausgaben für zwei Jahre

Nach den Empfehlungen des Ausschusses steigen die Haushalts-Ausgaben im laufenden Jahr um 214,9 Millionen Euro auf 9,2 Milliarden und 2010 um 209,4 Millionen auf 9,4 Milliarden. Bei den Einnahmen geht die Koalition im laufenden Jahr von einer Zunahme um 168 Millionen Euro auf 8,4 Milliarden aus. Im kommenden Jahr ist eine Erhöhung um 165 Millionen auf 8,6 Milliarden vorgesehen.

Die Grünen fordern angesichts der Finanz- und Wirtschaftskrise eine aktualisierte Fassung der mittelfristigen Finanzplanung. Auch bei einem Doppelhaushalt sei die Regierung dazu verpflichtet, dem Parlament jährlich ihre finanzpolitischen Eckdaten vorzulegen, so die Oppositionsfraktion. Gegenwärtig geht die Landesregierung von einem durchschnittlichen jährlichen Wirtschaftswachstum von 1,5 Prozent bis 2012 aus. Entsprechend ist für die kommenden Jahre eine erhebliche Steigung bei den Steuereinnahmen eingeplant. Sie liegt zum Teil im zweistelligen Bereich.

Der Landtag wird den Nachtragshaushalt in Zweiter Lesung in dieser März-Tagung abschließend beraten, nachdem der Landtagspräsident von der Möglichkeit Gebrauch gemacht hat, den Entwurf ohne Erste Lesung unmittelbar in die Ausschüsse zu überweisen.

Debatte zur Verabschiedung des Doppelhaushalts 2009/2010: plenum-online, Dezember 2008

Stichwort: Nachtragshaushalt
Mit einem Nachtragshaushalt wird ein Haushaltsplan geändert, der schon vom Parlament verabschiedet worden ist. Der Einsatz dieses Instruments ist nichts Ungewöhnliches. Regierungen in Bund und Ländern haben oft darauf zurückgegriffen: Entweder wollten sie Ausgaben abdecken, die bei der Aufstellung der regulären Etats nicht absehbar waren, oder sie wollten auf rückläufige Steuereinnahmen reagieren. Die Aufstellung eines Nachtragshaushalts ist die einzige Möglichkeit, auf geänderte Umstände während eines laufenden Haushaltsjahres zu reagieren.

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Themen-Übersicht

A k t u e l l e s

Aktuelle Stunde: - - -

Dringlichkeit: - - -

Außerdem notiert: 
Landtag gedenkt der Opfer des Amoklaufs

I n n e n  / R e c h t

2. Lesungen:

Kirchenvertrag
Beamtenrecht, -besoldung
1. Lesungen:
Beamtenbesoldung
Landesbauordnung / Einbau von Rauchmeldern
Landesplanungsrecht
Archivierung v. Gerichtsakten (ohne Aussprache)
Große Anfragen:
Gerichte und Staatsanwaltschaften
Ämter u. Zweckverbände
Antrag:
Flüchtlinge / Altfallregelung
Bericht:

Beamtenrecht

F i n a n z e n

2. Lesung:

Nachtragshaushalt
1. Lesungen:
HSH Nordbank
Kammer- und Versorgungsrecht
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HSH Nordbank
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Mehrwertsteuer
Situation der Sparkassen
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Bericht:

Glücksspielwesen

S o z i a l e s  / A r b e i t  / G e s u n d h e i t

2. Lesung:

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Anträge:
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Medizinische Versorgung

Notarztstandort Kappeln
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W i r t s c h a f t  /
V e r k e h r  /  T e c h n i k

Anträge:
Flughafen- Entwicklungskonzept
Situation der Werften
Bericht:

Nahverkehrsplan

 A g r a r  /  U m w e l t  / 
E n e r g i e  / F o r s t e n

Antrag:
Verbraucherschutz
(ohne Aussprache)
Berichte:

Waldbericht 2003-2007

Grünlandverluste
(ohne Aussprache)

Ökostrom in Landesliegenschaften
(ohne Aussprache)

GA Agrarstruktur und Küstenschutz
(ohne Aussprache)

 B i l d u n g  /  K u l t u r  / W i s s e n s c h a f t

1. Lesungen:
Hochschulzulassung
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Anträge:
Berufsschullehrer
Inklusive Bildung
Berichte:

Denkmalschutz / Kieler Uni

Auslandsabschlüsse

 E u r o p a  / O s t s e e –
k o o p e r a t i o n

Bericht:

Kooperation mit Kaliningrad
(ohne Aussprache)