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Auf dieser Seite: Ämter und Zweckverbände

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Aufgaben der Ämter und Zweckverbände
in Schleswig-Holstein
Große Anfrage der Fraktion B´90/DIE GRÜNEN und der Abgeordneten des SSW – Drucksache 16/1964
Antwort der Landesregierung / Federführend ist das Innenministerium

Gemeinde- und Ämterstruktur
auf über 1.000 Seiten

Kiel (SHL/26.03.) Innenminister Lothar Hay (SPD) hält Schleswig-Holsteins derzeitige Ämter- und Gemeindestruktur für zukunftsfähig. Die Ämter würden eine „gute Form der Verwaltung darstellen", und die Gemeinde sei nach wie vor „eine Keimzelle unseres Gemeinwesens", fasste Hay eine rund 1.000-seitige Antwort der Regierung auf eine Großen Anfrage zum Thema zusammen. Dieser Auffassung widersprachen die Anfragesteller, die Grünen und der SSW, vehement: Sie machten ein Demokratie-Defizit aus und forderten eine Direktwahl der 87 Amtsausschüsse. 

Als Grund führten die Oppositionellen an, dass die Ausschüsse mittlerweile für 40 Prozent der insgesamt 17 wesentlichen kommunalen Aufgaben zuständig seien, unter anderem für so wichtige Aufgaben wie ländliche Struktur- und Entwicklungsanalysen, Schulträgerschaft oder Feuerwehr.

Hay widersprach dieser Kritik: Die Übertragung von Aufgaben an die Ämter sei eine demokratische Entscheidung der Kommunen. Auch die Redner von CDU, SPD und FDP betonten unisono, dass die Demokratie in Ämtern und Gemeinden funktioniere.

Für zusätzlichen Unmut sorgte die Aufbereitung der Großen Anfrage. Grüne und SSW monierten, dass lediglich 45 der 87 Ämter sowie nur ein Bruchteil der Kommunen Stellung bezogen hätten und zudem von Seiten des Innenministeriums keine Auswertung des vorhandenen Datenmaterials erfolgt sei. Es seien alle gelieferten Informationen zusammengetragen worden, für einen Überblich seien die Daten geeignet, gaben die übrigen Fraktionen zurück.

Die Antwort auf die Große Anfrage soll nun im Innen- und Rechtsausschuss weiter beraten werden.

Hauptredner: Wilfried Wengler (CDU), Klaus-Peter Puls (SPD), Günther Hildebrand (FDP), Karl-Martin Hentschel (Grüne), Anke Spoorendonk (SSW)

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Hintergrund:
Die Landesregierung legt im Rahmen einer von Grünen und dem SSW beantragten Großen Anfrage ein über 1.000 Seiten starkes Papier zur "Rolle der Ämter und Zweckverbände in Schleswig-Holstein" vor. Allerdings wurde nur ein Bruchteil der Fragen umfassend beantwortet. Das Innenministerium verweist darauf, dass die Kommunen wegen der „Arbeitsverdichtung vor Ort" nicht „flächendeckend geantwortet" hätten.

Entsprechend besteht die Antwort der Landesregierung überwiegend aus hunderten mehr oder weniger ausgefüllter Fragebögen, auf denen die Ämter und Gemeinden ihre Stellungnahmen eingereicht haben. Eine Gesamtübersicht über die schleswig-holsteinische Kommunalstruktur ergibt sich daraus nicht.

   Kleinteilige Kommunalstruktur

Grundsätzlich hat Schleswig-Holstein eine eher kleinteilige Kommunalstruktur. Es besteht derzeit aus insgesamt 1.116 politisch selbstständigen Einheiten. Neben den 63 Städten gibt es 1.053 Gemeinden. Der Großteil der Städte und Gemeinden (1.036) ist in den insgesamt 87 Ämtern zusammengeschlossen. Diese Ämter unterscheiden sich stark in ihrer Ausdehnung. Das kleinste Amt im Lande umfasst 28 Quadratkilometer, das größte beinahe 550 Quadratkilometer.

Stichwort: Große Anfrage
Eine Fraktion oder mindestens 18 Abgeordnete können eine Große Anfrage an die Landesregierung stellen. An die Beantwortung soll sich eine Aussprache im Landtag anschließen. Kann eine Anfrage nicht innerhalb eines Monats beantworten werden, so muss der Präsident die Große Anfrage auf Verlangen der Fragestellenden auf die Tagesordnung der nächsten Plenarsitzung setzen.

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Themen-Übersicht

A k t u e l l e s

Aktuelle Stunde: - - -

Dringlichkeit: - - -

Außerdem notiert: 
Landtag gedenkt der Opfer des Amoklaufs

I n n e n  / R e c h t

2. Lesungen:

Kirchenvertrag
Beamtenrecht, -besoldung
1. Lesungen:
Beamtenbesoldung
Landesbauordnung / Einbau von Rauchmeldern
Landesplanungsrecht
Archivierung v. Gerichtsakten (ohne Aussprache)
Große Anfragen:
Gerichte und Staatsanwaltschaften
Ämter u. Zweckverbände
Antrag:
Flüchtlinge / Altfallregelung
Bericht:

Beamtenrecht

F i n a n z e n

2. Lesung:

Nachtragshaushalt
1. Lesungen:
HSH Nordbank
Kammer- und Versorgungsrecht
Anträge:
HSH Nordbank
Föderalismuskommission / Schuldenbremse
Mehrwertsteuer
Situation der Sparkassen
(ohne Aussprache)
Bericht:

Glücksspielwesen

S o z i a l e s  / A r b e i t  / G e s u n d h e i t

2. Lesung:

Nichtraucherschutz
Anträge:
Kinder- u. Erziehungsheime
Neuorganisation der ARGEn
Berichte:

Medizinische Versorgung

Notarztstandort Kappeln
(ohne Aussprache)

W i r t s c h a f t  /
V e r k e h r  /  T e c h n i k

Anträge:
Flughafen- Entwicklungskonzept
Situation der Werften
Bericht:

Nahverkehrsplan

 A g r a r  /  U m w e l t  / 
E n e r g i e  / F o r s t e n

Antrag:
Verbraucherschutz
(ohne Aussprache)
Berichte:

Waldbericht 2003-2007

Grünlandverluste
(ohne Aussprache)

Ökostrom in Landesliegenschaften
(ohne Aussprache)

GA Agrarstruktur und Küstenschutz
(ohne Aussprache)

 B i l d u n g  /  K u l t u r  / W i s s e n s c h a f t

1. Lesungen:
Hochschulzulassung
Inklusive Bildung
Anträge:
Berufsschullehrer
Inklusive Bildung
Berichte:

Denkmalschutz / Kieler Uni

Auslandsabschlüsse

 E u r o p a  / O s t s e e –
k o o p e r a t i o n

Bericht:

Kooperation mit Kaliningrad
(ohne Aussprache)