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Auf dieser Seite: Schiffbau

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Top 18
Situation der Werften in Schleswig-Holstein

Antrag der Fraktion der FDP

Unterschiedliche Meinung im Plenum: 
Wie kommen die Werften 
wieder auf Kurs?

Kiel (SHL/27.03.) Auftragseinbrüche, Stornierungen, Kurzarbeit: Die weltweite Wirtschaftskrise bringt auch viele Werften in Schleswig-Holstein in schwere See. „Wir stehen vor einer sehr schwierigen, aber nicht unlösbaren Situation", erklärte Wirtschaftsminister Werner Marnette (CDU) in einem von der FDP geforderten Bericht der Landesregierung. Er forderte die Werften auf, enger miteinander zu kooperieren und auf die zur Verfügung stehenden Finanzierungsprogramme zurückzugreifen. Zudem rief er die Werften dazu auf, sich auf ihre Stärken in Forschung und Entwicklung zu besinnen. Laut dem Statistikamt Nord haben die Werften im Lande im Jahr 2007 rund 4.900 Mitarbeiter beschäftigt. Hinzu kommen 4.700 Arbeitsplätze in den Zulieferbetrieben.

Mit Konjunkturprogrammen wie dem europäischen Projekt Leadership, dem ZIRR-Programm, bei dem der Bund den Zinssatz für einen Kredit über die gesamte Laufzeit garantiert, oder Finanzierungsangeboten der KfW gebe es einen „großen Werkzeugkasten, um der Krise Herr zu werden", zeigte sich Marnette optimistisch, bald wieder ruhigeres Fahrwasser zu erreichen.

Heiner Garg (FDP) warf der Landesregierung dagegen vor, zu wenig Initiative zu ergreifen, um die „Schlüsselindustrie" zu retten. „Warum gibt es keine Initiativen aus dem Schleswig-Holsteinischen Wirtschaftsministerium?", fragte er.

Stritz: Wir brauchen Glück

Während der SPD-Politiker Thomas Rother staatliche Hilfen für die Werften forderte („Wir brauchen einen Rettungsring"), meinte Thomas Stritzl (CDU), dass nur „ein Wiederanspringen der Weltkonjunktur und die Spezialisierung" den Werften aus Krise helfen könne. „Dazu gehört Glück und immer eine Handbreit Wasser unterm Kiel",so Stritzl. Lars Harms (SSW) sprach sich für eine Verdoppelung der Innovationsbeihilfen aus, wenn die Werften ihre Mitarbeiter in Krisenzeiten fortbilden statt sie zu entlassen.

Detlef Matthiessen (Grüne) nutzte die Aussprache, um emissionsabhängige Hafengebühren und den Einstieg der Werften in andere Bereiche wie etwa in die Offshore-Windenergie zu fordern. Eine Groß-Werft sei hierfür „prädestiniert und sie kann alle Aspekte abarbeiten - vom Transport über die Verankerung im Meeresboden bis zur Aufstellung der Wind-Energie-Giganten".

Im Wirtschaftsausschuss wird das Thema weiter beraten.

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Hintergrund:
Vor dem Hintergrund der Weltwirtschaftskrise soll die Landesregierung über die Lage der Werften im Lande berichten. Das fordert die FDP. Die deutschen Werften leiden derzeit unter einem drastischen Auftragseinbruch. Der Auftragseingang gehe gegen Null, heißt es beim Verband für Schiffbau und Meerestechnik. Bereits im vergangenen Jahr waren die Eingänge auf den niedrigsten Stand seit 2001 gefallen. Darüber hinaus wurden 29 vorhandene Aufträge storniert. Allerdings konnten 2008 immerhin noch 46 Bestellungen im Wert von 2,9 Milliarden Euro verbucht werden.

Vor zwei Wochen hatten die ThyssenKrupp-Werften in Kiel und Emden den Bau von vier Containerschiffen gestoppt. Die Auftraggeber hätten keine Finanzierungszusagen der Banken bekommen, hieß es. Auch die Lindenau-Werft in Kiel-Friedrichsort hat Probleme. Seit vergangenem Herbst läuft bei dem Traditionsunternehmen wegen eines Finanz-Engpasses ein Insolvenzverfahren. Zudem droht Kurzarbeit: Nach dem jüngsten Tanker-Stapellauf fehlen große Anschlussaufträge.

Nach Schätzung von Experten könnte die Krise im Schiffbau noch lange andauern. Weltweit werden Aufträge storniert, und die Reeder legen vor allem Containerschiffe auf, weil Frachtaufträge fehlen.

Die Werften im Lande haben im Jahr 2006 rund 4.900 Mitarbeiter beschäftigt. Hinzu kommen 4.700 Arbeitsplätze in den Zulieferbetrieben.

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Themen-Übersicht

A k t u e l l e s

Aktuelle Stunde: - - -

Dringlichkeit: - - -

Außerdem notiert: 
Landtag gedenkt der Opfer des Amoklaufs

I n n e n  / R e c h t

2. Lesungen:

Kirchenvertrag
Beamtenrecht, -besoldung
1. Lesungen:
Beamtenbesoldung
Landesbauordnung / Einbau von Rauchmeldern
Landesplanungsrecht
Archivierung v. Gerichtsakten (ohne Aussprache)
Große Anfragen:
Gerichte und Staatsanwaltschaften
Ämter u. Zweckverbände
Antrag:
Flüchtlinge / Altfallregelung
Bericht:

Beamtenrecht

F i n a n z e n

2. Lesung:

Nachtragshaushalt
1. Lesungen:
HSH Nordbank
Kammer- und Versorgungsrecht
Anträge:
HSH Nordbank
Föderalismuskommission / Schuldenbremse
Mehrwertsteuer
Situation der Sparkassen
(ohne Aussprache)
Bericht:

Glücksspielwesen

S o z i a l e s  / A r b e i t  / G e s u n d h e i t

2. Lesung:

Nichtraucherschutz
Anträge:
Kinder- u. Erziehungsheime
Neuorganisation der ARGEn
Berichte:

Medizinische Versorgung

Notarztstandort Kappeln
(ohne Aussprache)

W i r t s c h a f t  /
V e r k e h r  /  T e c h n i k

Anträge:
Flughafen- Entwicklungskonzept
Situation der Werften
Bericht:

Nahverkehrsplan

 A g r a r  /  U m w e l t  / 
E n e r g i e  / F o r s t e n

Antrag:
Verbraucherschutz
(ohne Aussprache)
Berichte:

Waldbericht 2003-2007

Grünlandverluste
(ohne Aussprache)

Ökostrom in Landesliegenschaften
(ohne Aussprache)

GA Agrarstruktur und Küstenschutz
(ohne Aussprache)

 B i l d u n g  /  K u l t u r  / W i s s e n s c h a f t

1. Lesungen:
Hochschulzulassung
Inklusive Bildung
Anträge:
Berufsschullehrer
Inklusive Bildung
Berichte:

Denkmalschutz / Kieler Uni

Auslandsabschlüsse

 E u r o p a  / O s t s e e –
k o o p e r a t i o n

Bericht:

Kooperation mit Kaliningrad
(ohne Aussprache)