Mit Konjunkturprogrammen wie dem europäischen
Projekt Leadership, dem ZIRR-Programm, bei dem der Bund den Zinssatz
für einen Kredit über die gesamte Laufzeit garantiert, oder
Finanzierungsangeboten der KfW gebe es einen „großen
Werkzeugkasten, um der Krise Herr zu werden", zeigte sich
Marnette optimistisch, bald wieder ruhigeres Fahrwasser zu
erreichen.
Heiner Garg (FDP) warf der Landesregierung dagegen
vor, zu wenig Initiative zu ergreifen, um die „Schlüsselindustrie"
zu retten. „Warum gibt es keine Initiativen aus dem
Schleswig-Holsteinischen Wirtschaftsministerium?", fragte er.
Stritz: Wir brauchen Glück
Während der SPD-Politiker Thomas Rother staatliche
Hilfen für die Werften forderte („Wir brauchen einen
Rettungsring"), meinte Thomas Stritzl (CDU), dass nur „ein
Wiederanspringen der Weltkonjunktur und die Spezialisierung"
den Werften aus Krise helfen könne. „Dazu gehört Glück und
immer eine Handbreit Wasser unterm Kiel",so Stritzl. Lars Harms
(SSW) sprach sich für eine Verdoppelung der Innovationsbeihilfen
aus, wenn die Werften ihre Mitarbeiter in Krisenzeiten fortbilden
statt sie zu entlassen.
Detlef Matthiessen (Grüne) nutzte die Aussprache,
um emissionsabhängige Hafengebühren und den Einstieg der Werften
in andere Bereiche wie etwa in die Offshore-Windenergie zu fordern.
Eine Groß-Werft sei hierfür „prädestiniert und sie kann alle
Aspekte abarbeiten - vom Transport über die Verankerung im
Meeresboden bis zur Aufstellung der Wind-Energie-Giganten".
Im Wirtschaftsausschuss wird das Thema weiter
beraten.