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Schleswig-Holstein
unterstützt Sonderburg bei der Bewerbung
zur
Kulturhauptstadt
Kiel (SHL/18.03.)
Das süddänische Sonderburg kann sich bei seiner Bewerbung zur
europäischen Kulturhauptstadt 2017 auf die Unterstützung
Schleswig-Holsteins verlassen. Eine erfolgreiche Kandidatur sei
eine große Chance für die gesamte deutsch-dänische Grenzregion,
hieß es im Landtag übereinstimmend. So könne Europa und der
Welt gezeigt werden, dass „aus dem ehemaligen Gegeneinander von
Kulturen ein fruchtbares Miteinander werden kann", sagte die
SSW-Vorsitzende Anke Spoorendonk, deren Fraktion den Antrag
eingereicht hatte.
Das Plenum teilte die Hoffnung von Spoorendonk,
dass mit einer Kulturhauptstadt Sonderburg auch der Tourismus und
die Wirtschaft in der gesamten Grenzregion nachhaltig gestärkt
werden. Die Politikerin der dänischen Minderheitspartei stellte
klar, Schleswig-Holstein mische sich mit seiner Unterstützung der
Bewerbung nicht in innerdänische Angelegenheiten ein. Neben
Sonderburg hat sich mit Aarhus eine zweite dänische Stadt um den Titel Kulturhauptstadt
Europas beworben.
Auch Ministerpräsident Peter Harry Carstensen
(CDU) stellte sich hinter den Vorstoß des Parlaments und sicherte die
Unterstützung der Landesregierung zu.
Sonderburg
liegt unweit der deutschen Grenze nahe Flensburg und gehörte von 1864 bis 1920 zur
preußischen Provinz Schleswig-Holstein. Rund 27.000
Menschen, darunter viele Deutsche, wohnen in der
Universitätsstadt. Schloss Sonderburg zählt zu den
ältesten weltlichen Bauten Südjütlands und ist heute
ein Museum.
Im Europaausschuss soll nun besprochen werden, wie die
süddänische Stadt unterstützt werden kann. Auch Anhörungen
sind geplant.
Weitere Redner:
Wilfried Wengler (CDU), Birte Pauls (SPD), Kirstin Funke (FDP),
Rasmus Andresen (Grüne), Heinz-Werner Jezewski (Linke)
Hintergrund:
Im Jahr 2017 ist Dänemark gemeinsam mit Zypern
Gastgeberland der europäischen Kulturhauptstadt. Der
Titel wird seit 1985 im jährlichen Wechsel vergeben. Die
Wahl zur dänischen Kulturhauptstadt, zu der sich auch das
süddänische Sonderburg (dänisch: Sønderborg) stellen
möchte, erfolgt 2013.
Der SSW
fordert die schleswig-holsteinische Landesregierung auf,
die Kandidatur der Stadt an der Flensburger Förde zu
begleiten und mit eigenen Projekten aktiv zu
unterstützen. Die Kandidatur Sonderburgs biete „der
gesamten deutsch-dänischen Grenzregion die Chance, Europa
und der Welt zu zeigen, dass aus dem tradierten
Gegeneinander von Kulturen ein fruchtbares Miteinander
werden kann", heißt es in dem Antrag der dänischen
Minderheitspartei.
Schloss prägt die 27.000 Einwohner
zählende Universitätsstadt
Sonderburg
liegt unweit der deutschen Grenze in der Region
Süddänemark und gehörte von 1864 bis 1920 zur
preußischen Provinz Schleswig-Holstein. Rund 27.000
Menschen, darunter viele Deutsche, wohnen in der
Universitätsstadt. Schloss Sonderburg zählt zu den
ältesten weltlichen Bauten Südjütlands und ist heute
ein Museum. Über die Geschichte der deutschsprachigen
Bevölkerung in der Region informiert das Deutsche Museum
Nordschleswig.
Zuletzt
hatte der Landtag 2004 die – letztlich nicht von Erfolg
gekrönte – Kandidatur Lübecks zur europäischen
Kulturhauptstadt 2010 unterstützt.
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