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Auf dieser Seite: Leiharbeiter 

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Top 23:
Entschließung gegen die Verdrängung oder Ersetzung von Stammbelegschaften durch die Beschäftigung von Leiharbeitnehmerinnen und Leiharbeitnehmern

Antrag der Fraktion der SPD – Drucksache 17/343
Änderungsantrag der Fraktion DIE LINKE – Drs. 17/414
Änderungsantrag der Fraktionen von CDU und FDP – 
Drs. 17/416neu

Landtag kann sich nicht auf einheitliche Maßnahmen gegen Missbrauch von Leiharbeit einigen

Kiel (SHL/17.03.) Der Landtag will den Missbrauch von Leiharbeit eindämmen, konnte sich aber nicht auf ein einheitliches Vorgehen verständigen. Die CDU/FDP-Koalition setzte schließlich ihren Antrag durch, der sich hinter die von der Bundesregierung aufgestellten neuen Regeln für die Branche stellt. Die SPD, die die Debatte angestoßen hatte, war zuvor mit einem Antrag zu Nachbesserungen im Arbeitnehmerüberlassungsgesetz und für einen Mindestlohn für Leiharbeiter ebenso gescheitert wie die Linken, die die Leiharbeit komplett verbieten wollen.

Regierungsfraktionen und SPD, FDP, Grüne und SSW zeigten sich in der Debatte grundsätzlich einig, dass Leiharbeit ein sinnvolles Instrument sein kann, um kurzfristige Auftragsspitzen in Unternehmen zu bewältigen oder langzeitarbeitslose Menschen wieder in den ersten Arbeitsmarkt zu integrieren. „Anders als vom Gesetzgeber beabsichtigt, wurde diese Regelung aber verwendet, um über Tarifverträge Niedriglöhne zu ermöglichen", beklagte Wolfgang Baasch (SPD). Heute gingen Unternehmen zunehmend dazu über, Stammbelegschaften durch Leiharbeitnehmer zu ersetzen.

Auch CDU, FDP und Landesregierung lehnten diesen Trend ab, sprachen sich aber gegen eine weitreichende Gesetzesänderung aus – „um die positiven Effekte des Gesetzes nicht zu konterkarieren", so Arbeitsminister Heiner Garg (FDP). Die genauen Entwicklungen der Branche müssten zunächst untersucht werden.

Weitere Redner: Katja Rathje-Hoffmann (CDU), Christopher Vogt (FDP), Andreas Tietze (Grüne), Björn Thoroe (Linke), Flemming Meyer (SSW)

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Hintergrund:
Die SPD spricht sich für die Anhebung von Lohnstandards aus und fordert, Leih- und Zeitarbeiter nach dem Motto „gleiche Arbeit – gleicher Lohn" besser zu stellen.

Die Sozialdemokraten beklagen, dass die Ausweitung des Leiharbeits-Sektors, die die rot-grüne Bundesregierung 2003 auf den Weg gebracht hat, „missbraucht" worden sei. Die Leiharbeit sei als Mittel zur Wiedereingliederung von arbeitslosen Menschen gedacht, werde aber von einigen Arbeitnehmern dazu genutzt, um Stammbelegschaften durch billige Leihkräfte zu ersetzen oder feste Mitarbeiter in die Leiharbeit zu drängen. Anfang des Jahres war dies einer großen Drogeriekette vorgeworfen worden.

  Neuregelung in der Zeitarbeits-Branche

Nach Meldungen aus der letzten Woche sollen in der Zeitarbeits-Branche die tariflichen Einkommen steigen. Dabei werden auch die Mindestlöhne schrittweise erhöht. Eine neue Regelung soll zudem Lohndumping verhindern. Darauf haben sich der Bundesverband Zeitarbeit Personal-Dienstleistungen (BZA) und die Tarifgemeinschaft des Deutschen Gewerkschaftsbundes geeinigt. Die Entgelte werden demnach bis Herbst 2012 viermal angehoben, um bis zu 2,5 Prozent bei jedem Schritt. Erhöht wird auch der Mindestlohn für Zeitarbeitnehmer – in mehreren Etappen bis auf 7,50 Euro pro Stunde im Osten und 8,19 Euro im Westen ab November 2012. Laut BZA gibt es in Deutschland 750.000 Zeitarbeiter.

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Themen-Übersicht

A k t u e l l e s

Aktuelle Stunde: - - -

Dringlichkeit: - - -

Außerdem notiert: 
Der Landtag trauert um Wilhelm Hollmann

I n n e n  / R e c h t

2. Lesungen:

Rundfunkänderungs-
Staatsvertrag

(ohne Aussprache)
Diäten / Wahlgesetz
(ohne Aussprache)
1. Lesungen:
Minderheitenschutz / Verfassung
Kinderrechte / Verfassung
Minister-/ Abgeordneten-/
Beamtengesetz
Versorgungslasten
(ohne Aussprache)
Dienstrechtliche Vorschriften (u.a. Lebenspartner)
(ohne Aussprache)
Wahl:
Präsident Sozialgericht
(ohne Aussprache)
Anträge:
Jugendkriminalität
Landes-Entwicklungsplan
Aus den Ausschüssen:

Wahlprüfungsbeschwerde
(ohne Aussprache)

Bericht:

Polizei / Gewalt

Berichtsantrag:

Sicherheitsbericht
(ohne Aussprache)

F i n a n z e n

Aus den Ausschüssen:
Haushalt 2007 / LRH-Bericht
(ohne Aussprache)
Berichte:

Glücksspiel

Landesbanken
(ohne Aussprache)

S o z i a l e s  / A r b e i t  / G e s u n d h e i t

1. und 2. Lesung:

Heilberufe-Kammergesetz
Fragestunde:
Arbeitsmarktsituation
Anträge:
Barrierefreiheit / Medien
Berufsstart Jugendliche
Behinderte Eingliederung
Aus den Ausschüssen:
Hartz-IV-Regelsätze
Armut / Europäisches Jahr
(ohne Aussprache)
Gleichstellungsbericht
(ohne Aussprache)
Bericht:

UK S-H Finanzsituation

Berichtsanträge:

UN-Konvention Behinderte
(ohne Aussprache)

Hartz IV-Bilanz
(ohne Aussprache)

Pflegeausbildung
(ohne Aussprache)

W i r t s c h a f t  /
V e r k e h r  /  T e c h n i k

Anträge:
Leiharbeiter
Lohngleichheit
AKW Brunsbüttel und Krümmel
AKW-Laufzeiten
(ohne Aussprache)
Digitaler Tachograph
(ohne Aussprache)
Regulierungsbehörde
(ohne Aussprache)
Aus den Ausschüssen:
Erdkabel
(ohne Aussprache)
Bericht:

Handwerk

Berichtsantrag:

Zusammenarbeit mit Süddänemark
(ohne Aussprache)

 A g r a r  /  U m w e l t  / 
E n e r g i e  / F o r s t e n

2. Lesungen:

Fischereigesetz
(ohne Aussprache)
Tierschutz / Verbandsklagerecht
(ohne Aussprache)
Landes-Wassergesetz
(ohne Aussprache)
Antrag:
Gentechnik
Berichte:

Nachhaltigkeit

FFH-Gebiete
(ohne Aussprache)

Berichtsantrag:

Erneuerbare Energien
(ohne Aussprache)

 B i l d u n g  /  K u l t u r  / W i s s e n s c h a f t

1. Lesungen:
Lehrerbildung
Schulgesetz / Realschulen
Anträge:
Kulturförderung
Hochbegabtenförderung
Berichtsanträge:

Schule und Arbeitswelt
(ohne Aussprache)

Bildungsausgaben
(ohne Aussprache)

 E u r o p a  / O s t s e e –
k o o p e r a t i o n

Anträge:
Kulturhauptstadt Sonderburg
Europapolitik
Aus den Ausschüssen:
EU-Ostseestrategie
(ohne Aussprache)
Europaausschuss / Minderheiten
(ohne Aussprache)
Bericht:

Trilaterale Wattenmeerkonferenz