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Auf dieser Seite: Hochbegabtenförderung 

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Sachstand Hochbegabtenförderung

Antrag der Fraktionen von CDU u. FDP – Drucksache 17/373

An der Förderung von hochbegabten
Kindern scheiden sich die Geister

Kiel (SHL/18.03.) Die Pläne der Landesregierung, hochbegabte Kinder an Schulen und Kindertagesstätten besser zu fördern und dafür zum kommenden Schuljahr landesweit sogenannte Kompetenzzentren zu eröffnen, sind im Landtag auf ein geteiltes Echo gestoßen. Während die schwarz-gelbe Regierungskoalition das Vorhaben unterstützte, meldete die Opposition Bedenken an. Wie schon in vergangenen Debatten zu diesem Thema entbrannte erneut der Streit, ob hochbegabte Kinder in eigenständigen Lerngruppen unterrichtet werden sollen oder nicht.

Bildungsminister Ekkehard Klug (FDP) stellte sein Kompetenzzentren-Konzept in einem von CDU und FDP geforderten mündlichen Bericht noch einmal vor. Demnach sollen an elf ausgewählten Schulen im Lande verschiedene Förder-Konzepte erprobt werden. Das Bildungsministerium stellt hierfür maximal 5.000 Euro pro Schule bereit. Zusätzlich, so Klug, werden Qualifizierungsangebote für Lehrkräfte und Unterrichtsmaterial im Wert von 1.000 Euro finanziert. Das Projekt soll wissenschaftlich von der Kieler Universität begleitet werden. Auch an einigen KiTas will der Bildungsminister die Hochbegabten-Förderung erproben.

  Quantensprung oder Eliteförderung?

Während Cornelia Conrad (FDP) mit den Kompetenzzentren  einen „Quantensprung in der Bildungspolitik" ausmachte, sprach Susanne Herold (CDU) von einem „Anfang" und forderte langfristig die Einrichtung von Gymnasien nur für Hochbegabte. Das lehnte Detlef Buder (SPD) als „pädagogisch falsch und Geldverschwendung" ab: Das Grundprinzip der Förderung dürfe nicht die Aufteilung der Kinder sein, sondern „der binnendifferenzierte Unterricht". In die gleiche Kerbe schlugen Anke Erdmann (Grüne), Ellen Streitbörger (Linke) und die SSW-Vorsitzende Anke Spoorendonk. „Hochbegabtenschulen haben den Beigeschmack einer Eliteförderung", meinte Streitbörger. Und Spoorendonk kritisierte, integrativen Unterricht durch die Institutionalisierung vermeintlicher Eliten zu ersetzen, „ist nichts anderes als eine Rolle rückwärts".

Laut Landesregierung gilt als hochbegabt, wer einen Intelligenzquotienten von über 130 hat. Dies trifft auf etwa zwei bis drei Prozent der Bevölkerung zu. Nach dieser Annahme wären etwa 500 bis 900 Schüler eines jeden Jahrgangs in Schleswig-Holstein hochbegabt.

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Hintergrund:
Die Landesregierung legt im Landtag auf Antrag von CDU und FDP ihre Pläne für die Förderung hochbegabter Kinder und Jugendlicher vor.

Christdemokraten und Liberale haben bei diesem Thema in ihrem Koalitionsvertrag den Grundsatz verankert: „Jedes Kind hat ein Recht darauf, seine Begabungen entsprechend gefördert zu werden." Entsprechend sollen "Hochbegabtenklassen" und "Kompetenzzentren zur Hochbegabtenförderung" eingerichtet werden, und die Lehrer sollen besonders geschult werden.

Bildungsminister Ekkehard Klug (FDP) hat Anfang Februar angekündigt, dass zum kommenden Schuljahr landesweit elf Schulen als "Kompetenzzentren" an den Start gehen sollen. Hier sollen 18 Monate lang unterschiedliche Konzepte erprobt werden, wie begabte Schüler gefördert werden können. Ziel sei es, die Begabtenförderung stärker in den Unterricht zu integrieren und sie nicht wie bisher überwiegend auf außer-unterrichtliche Angebote wie die Juniorakademie oder die Enrichment-Programme zu konzentrieren.

  5.000 Euro pro Schule 
  für Begabtenförderung

Ein besonderer Baustein des Projektes sind die sogenannten Schülerpaten. Dies sind hochbegabte Schüler ab 14 Jahren, die ihre eigenen Erfahrungen an Kinder der Jahrgänge 5, 6 und 7 weitergeben möchten. Sie werden in unterschiedlichen Modulen wie "Hochbegabt sein – Lust oder Last" oder "Lernstrategien für schnelle Denker" qualifiziert und sind eingebunden in die schulische Arbeitsgruppe, die das Konzept zur Begabtenförderung erarbeitet.

Die ausgewählten Schulen erhalten vom Bildungsministerium bis zu 5.000 Euro, die für die Begabtenförderung genutzt werden sollen, und zusätzliche Qualifizierungsangebote für Lehrkräfte sowie eine Schatzkiste mit Literatur und Unterrichtsmaterial im Wert von rund 1.000 Euro. Geplant ist, das Projekt wissenschaftlich von der Kieler Christian-Albrechts-Universität begleiten zu lassen.

Der Landtag hat dieses Thema bereits in der abgelaufenen Wahlperiode mehrmals kontrovers diskutiert, zuletzt im November 2008. Knackpunkt war die Frage, ob besonders intelligente Schüler in eigenen Klassen unterrichtet werde sollen oder aber im normalen Schulsystem gemeinsam mit anderen Kindern.

Vorherige Debatte zum Thema: plenum-online November 2008

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Themen-Übersicht

A k t u e l l e s

Aktuelle Stunde: - - -

Dringlichkeit: - - -

Außerdem notiert: 
Der Landtag trauert um Wilhelm Hollmann

I n n e n  / R e c h t

2. Lesungen:

Rundfunkänderungs-
Staatsvertrag

(ohne Aussprache)
Diäten / Wahlgesetz
(ohne Aussprache)
1. Lesungen:
Minderheitenschutz / Verfassung
Kinderrechte / Verfassung
Minister-/ Abgeordneten-/
Beamtengesetz
Versorgungslasten
(ohne Aussprache)
Dienstrechtliche Vorschriften (u.a. Lebenspartner)
(ohne Aussprache)
Wahl:
Präsident Sozialgericht
(ohne Aussprache)
Anträge:
Jugendkriminalität
Landes-Entwicklungsplan
Aus den Ausschüssen:

Wahlprüfungsbeschwerde
(ohne Aussprache)

Bericht:

Polizei / Gewalt

Berichtsantrag:

Sicherheitsbericht
(ohne Aussprache)

F i n a n z e n

Aus den Ausschüssen:
Haushalt 2007 / LRH-Bericht
(ohne Aussprache)
Berichte:

Glücksspiel

Landesbanken
(ohne Aussprache)

S o z i a l e s  / A r b e i t  / G e s u n d h e i t

1. und 2. Lesung:

Heilberufe-Kammergesetz
Fragestunde:
Arbeitsmarktsituation
Anträge:
Barrierefreiheit / Medien
Berufsstart Jugendliche
Behinderte Eingliederung
Aus den Ausschüssen:
Hartz-IV-Regelsätze
Armut / Europäisches Jahr
(ohne Aussprache)
Gleichstellungsbericht
(ohne Aussprache)
Bericht:

UK S-H Finanzsituation

Berichtsanträge:

UN-Konvention Behinderte
(ohne Aussprache)

Hartz IV-Bilanz
(ohne Aussprache)

Pflegeausbildung
(ohne Aussprache)

W i r t s c h a f t  /
V e r k e h r  /  T e c h n i k

Anträge:
Leiharbeiter
Lohngleichheit
AKW Brunsbüttel und Krümmel
AKW-Laufzeiten
(ohne Aussprache)
Digitaler Tachograph
(ohne Aussprache)
Regulierungsbehörde
(ohne Aussprache)
Aus den Ausschüssen:
Erdkabel
(ohne Aussprache)
Bericht:

Handwerk

Berichtsantrag:

Zusammenarbeit mit Süddänemark
(ohne Aussprache)

 A g r a r  /  U m w e l t  / 
E n e r g i e  / F o r s t e n

2. Lesungen:

Fischereigesetz
(ohne Aussprache)
Tierschutz / Verbandsklagerecht
(ohne Aussprache)
Landes-Wassergesetz
(ohne Aussprache)
Antrag:
Gentechnik
Berichte:

Nachhaltigkeit

FFH-Gebiete
(ohne Aussprache)

Berichtsantrag:

Erneuerbare Energien
(ohne Aussprache)

 B i l d u n g  /  K u l t u r  / W i s s e n s c h a f t

1. Lesungen:
Lehrerbildung
Schulgesetz / Realschulen
Anträge:
Kulturförderung
Hochbegabtenförderung
Berichtsanträge:

Schule und Arbeitswelt
(ohne Aussprache)

Bildungsausgaben
(ohne Aussprache)

 E u r o p a  / O s t s e e –
k o o p e r a t i o n

Anträge:
Kulturhauptstadt Sonderburg
Europapolitik
Aus den Ausschüssen:
EU-Ostseestrategie
(ohne Aussprache)
Europaausschuss / Minderheiten
(ohne Aussprache)
Bericht:

Trilaterale Wattenmeerkonferenz