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Ministerin Rumpf:
Wattenmeerkonferenz
ein „echter Erfolg"
Kiel (SHL/19.03.)
Umweltministerin Juliane Rumpf (CDU) hat die 11. Trilaterale
Wattenmeerkonferenz zwischen Dänemark, den Niederlanden und
Deutschland, die parallel zur Plenarsitzung auf Sylt getagt hat, als
einen „echten Erfolg" bezeichnet. Zufrieden äußerte sich
die Ministerin über das „deutliche Signal" Dänemarks, sich
um den Titel des UNESCO-Weltnaturerbes für das Wattenmeer zu
bewerben. Bisher tragen das Prädikat nur deutsche und
niederländische Teile des Watts.
Hauptthemen der Konferenz, die
zum ersten Mal in Schleswig-Holstein stattgefunden hat, waren die
Folgen des Klimawandels und der Umgang mit eingeschleppten Tier- und
Pflanzenarten aus Übersee. Die über 130 Konferenzteilnehmer hätten
sich darauf geeinigt, dass die Wattenmeer-Region bis 2030 eine
CO2-freie Zone werden soll, berichtete Rumpf dem Plenum. Eine
Aussprache zu dem mündlichen Bericht der Ministerin war nicht
vorgesehen.
Hintergrund: Die Landesregierung berichtet dem Landtag aktuell über
die Ergebnisse der 11. Trilateralen Wattenmeerkonferenz,
die parallel zur Plenarsitzung auf Sylt stattfindet. Es
ist das erste Mal, dass dieses Gremium in
Schleswig-Holstein tagt.
Die
"trilaterale Zusammenarbeit zum Schutz des
Wattenmeeres" der Niederlande, Dänemarks und der
Bundesrepublik Deutschland basiert auf der
"Gemeinsamen Erklärung zum Schutz des
Wattenmeeres" aus dem Jahre 1982. Grundgedanke ist,
dass es sich beim Wattenmeer um einen einzigartigen,
schützenwerten Lebensraum handelt, der eine
grenzüberschreitende ökologische Einheit darstellt.
Die Partner
arbeiten auf verschiedenen Ebenen zusammen, unter anderem
auf den alle drei bis vier Jahre stattfindenden
Regierungskonferenzen sowie in einem gemeinsamen
Sekretariat mit Sitz in Wilhelmshaven. Auf dem Sylter
Treffen soll unter deutscher Präsidentschaft mit einer
Neufassung der "Gemeinsamen Erklärung" Inhalte
und Strukturen der Zusammenarbeit auf eine neue Grundlage
gestellt werden.
Das
Watten-Gebiet mit einer Größe von fast 10.000
Quadratkilometern wurde im Juni 2009 in die Welterbeliste
der UNESCO aufgenommen und ist das erste großflächige
Weltnaturerbe in Deutschland.
Vorherige
Debatte zum Thema (Tourismus / Weltnaturerbe):
plenum-online Februar
2010