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Gleicher Lohn für
Frauen –
aber nicht per Gesetz
Kiel (SHL/18.03.) Die Linken
wollen die Einkommensunterschiede zwischen Männern und Frauen mit
bundesgesetzlichen Vorgaben aus der Welt schaffen. „Noch immer
verdienen Frauen bei gleicher Qualifizierung in Deutschland 23
Prozent weniger als Männer", beklagte die Abgeordnete Ranka
Prante – obwohl Frauen im Schnitt die besseren Schul- und
Universitätsabschlüsse vorzuweisen hätten. Deswegen gebe es
Handlungsbedarf für die Politik, stellte sie in Einklang mit SPD,
Grünen und SSW fest. Anlass für den Vorstoß der
Oppositionsfraktion ist der so genannte "Equal Pay Day",
der "Tag der gleichen Bezahlung", am 26. März. Die
Koalition begrüßte zwar diesen Aktionstag, sieht aber vor allem
die Wirtschaft in der Pflicht.
„Wir fordern die Unternehmen im Lande auf,
freiwillig und kritisch die Entgeltungleichheit zu
überprüfen", merkte Katja Rathje-Hoffmann (CDU) an. Sie
schlug den Firmen vor, das von der Bundesregierung aus der Schweiz
übernommene Berechnungsprogramm Logib-D einzusetzen. Das Programm
hilft den Unternehmen, „strukturelle Schwachstellen, etwa bei
der Bewertung von Arbeitsplätzen oder bei
Beförderungsverfahren", aufzudecken. Auch Sozialminister
Heiner Garg (FDP), der den für Gleichstellung zuständigen
Justizminister Emil Schmalfuß (parteilos) vertrat, sah „zuallererst
die Sozialpartner gefordert" und wandte sich gegen staatliche
Gehaltsvorgaben.
SSW: Frauen dürfen nicht länger
„die Spardosen der Arbeitgeber" sein
Kirstin Funke (FDP) machte sich ebenfalls für
eine „selbstständige und freiwillige Durchführung der
Unternehmen von Lohntests" stark, während Siegrid
Tenor-Alschausky (SPD) diesen Vorschlag für einen „zahnlosen
Tiger" hielt. Marret Bohn (Grüne) plädierte für „ein
echtes Verbandsklagerecht im Allgemeinen
Gleichbehandlungsgesetz", um gleiche Löhne durchzusetzen,
und Silke Hinrichsen (SSW) forderte Gesetzesänderungen damit
Frauen nicht länger „die Spardosen der Arbeitgeber" sind
Der "Equal Pay Day" markiert den
Zeitraum, den Frauen in Deutschland über den Jahreswechsel hinaus
arbeiten müssen, um auf das durchschnittliche Vorjahresgehalt von
Männern zu kommen. Bei einem Lohnabstand von 23 Prozent wäre
dies der 26. März. Ein breites Aktionsbündnis, an dem unter
anderem die Bundesarbeitsgemeinschaft der kommunalen Frauenbüros
und der Verband deutscher Unternehmerinnen beteiligt sind, plant
an diesem Tag bundesweit Veranstaltungen.
Hintergrund:
Die Linksfraktion nimmt den "Equal Pay Day"
am 26. März zum Anlass, um auf den Lohnabstand zwischen
Männern und Frauen hinzuweisen. Der "Tag der
gleichen Bezahlung" markiert den Zeitraum, den Frauen
in Deutschland über den Jahreswechsel hinaus arbeiten
müssen, um auf das durchschnittliche Vorjahresgehalt von
Männern zu kommen. Bei einem Lohnabstand von derzeit 23
Prozent wäre dies der 26. März. Die Linken im Landtag
zeigen sich „bestürzt" über diesen Zustand und
fordern die Landesregierung auf, gegenzusteuern.
Das
Aktionsbündnis "Equal Pay Day" besteht aus der
Bundesarbeitsgemeinschaft der kommunalen Frauenbüros und
Gleichstellungsstellen, der Bundesvereinigung der
Deutschen Arbeitgeberverbände, dem Frauennetzwerk
Business and Professional Women Germany, dem Deutschen
Frauenrat und dem Verband deutscher Unternehmerinnen. Am
26. März 2010, dem dritten "Equal Pay Day" in
Deutschland, sind bundesweit Veranstaltungen zum Thema
Entgeltungleichheit zwischen Männern und Frauen geplant,
Ziel des
Bündnisse ist es nach eigener Aussage, die Debatte über
die Ursachen und Folgen der Entgeltunterschiede zu
intensivieren, weiter über unterschiedliche Karriere- und
Verdienstchancen in einzelnen Berufen und Branchen
aufzuklären und sich für einen zügigen und
flächendeckenden Ausbau der Kindertageseinrichtungen in
Deutschland einzusetzen.
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