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Ausbildungssituation:
Hände
nicht in den Schoß legen
Kiel (SHL/19.03.)
Der Landtag ist sich einig, dass trotz aller erfolgreich laufenden
Maßnahmen die Ausbildungssituation und Berufsvorbereitung im Land
weiter verbessert werden muss. Anlass der Debatte war ein Antrag der
SPD, der die Landesregierung auffordert, für alle Jugendlichen
einen „erfolgreichen Start ins Berufsleben" zu organisieren.
Zwar sei das 1997 ins Leben gerufene "Bündnis
für Ausbildung", in dem Wirtschaftskammern, Arbeitsagenturen
und Gewerkschaften zusammenarbeiten, bereits „ein
Erfolgsmodell", meinte Anette Langner (SPD). Dennoch solle sich
die Landesregierung „angesichts von aktuell 7.800 Altbewerbern,
die bisher erfolglos einen Ausbildungsplatz gesucht haben",
noch intensiver darum bemühen, dass kein Jugendlicher die Schule
ohne Abschluss verlässt und alle Schulabgänger einen
Ausbildungsplatz erhalten.
Laut Wirtschaftsministerium wurden im vergangenen
Jahr in Schleswig-Holstein mehr als 31.000 neue Ausbildungsverträge
abgeschlossen, rund drei Prozent weniger als im Vorjahr. Bundesweit
wurden allerdings rund acht Prozent weniger Lehrstellen besetzt. Im
Vergleich zum Bundesdurchschnitt liegt der Norden damit auf dem
zweiten Rang aller Länder hinter dem Saarland.
Der Antrag wurde dem Wirtschaftsausschuss
zugeleitet.
Weitere Redner:
Karsten Jasper (CDU), Oliver Kumbartzky (FDP), Ines Strehlau
(Grüne), Antje Jansen (Linke), Anke Spoorendonk (SSW),
Wissenschaftsminister Jost de Jager (CDU)
Hintergrund:
Die Berufsausbildung im Land soll verbessert werden.
Das fordert die SPD. Obwohl es in den vergangenen Jahren
„erhebliche Fortschritte" gegeben habe, verließen
immer noch zu viele Jugendliche die Schule ohne einen
Abschluss. Das Bündnis für Ausbildung, in dem
Wirtschaftskammern, Arbeitsagenturen und Gewerkschaften
zusammenarbeiten, soll sich daher 2010 noch intensiver
darum bemühen, dass kein Jugendlicher die Schule ohne
Abschluss verlässt und alle Schuleabgänger einen
Ausbildungsplatz erhalten.
Nach dem
Willen der Sozialdemokraten sollen noch mehr
Schulabgänger direkt in eine Ausbildung wechseln und
Altbewerber schneller einen Ausbildungsplatz erhalten.
Außerdem müssten mehr Unternehmen und Betriebe dafür
gewonnen werden, auszubilden. Um kleine Betriebe nicht
abzuschrecken, sollen die Angebote an überbetrieblichen
Ausbildungen weiter ausgebaut werden.
2009 wurden
in Schleswig-Holstein mehr als 31.000 neue
Ausbildungsverträge abgeschlossen, rund drei Prozent
weniger als im Vorjahr. Bundesweit wurden allerdings rund
acht Prozent weniger Lehrstellen besetzt. Im Vergleich zum
Bundesdurchschnitt liegt der Norden damit auf dem zweiten
Rang aller Länder hinter dem Saarland.
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