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Auf dieser Seite: Nachhaltigkeitsbericht 2009 

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Nachhaltigkeitsbericht 2009
Federführend ist das Ministerium für Landwirtschaft, Umwelt und ländliche Räume – Drucksache 17/170

Ministerin kritisiert oberflächlichen Umgang mit dem Prinzip der Nachhaltigkeit

Kiel (SHL/19.03.) Die Landesregierung will ihr Engagement für nachhaltige Projekte verstärken. Das erklärte Umweltministerin Juliane Rumpf (CDU) bei der Vorstellung des zweiten Nachhaltigkeitsberichts. Grundsätzlich gehe es nicht nur um die Schonung der Umwelt und des Klimas, sondern auch darum, mit neuen Technologien für Wachstum zu sorgen. Kernaussage des über 100 Seiten starken Papiers: „Wir wollen unseren Kindern und nach Möglichkeit allen Kindern dieser Erde eine Welt hinterlassen, die ökologisch, sozial und ökonomisch intakt ist."

Der Bericht, in dessen Zentrum die Leitthemen „Klimaschutz, demografischer Wandel, Wachstum und Innovation, Bildung sowie Kooperation" genannt werden, solle ein Stück zur Bewusstseinsbildung beitragen, sagte Ministerin Rumpf. Viele Menschen gingen zu oberflächlich mit dem Begriff um und würden damit die Bedeutung für ihr Handeln verkennen. Bewusstseins- und Umsetzungsdefizite in der Bevölkerung stellte auch Herlich Marie Todsen-Reese (CDU) fest: „Das Nachhaltigkeitsprinzip muss zum Kompass unseres Denkens, Entscheidens und Handels werden", forderte sie. Und Carsten-Peter Brodersen (FDP) erkannte: „Dieser Bericht deckt viele Punkte ab, die für eine gewissenhafte und zukunftsfähige Landespolitik stehen."

  Nachhaltigkeitspolitik das Dach für alle Politikfelder

„Nachhaltigkeitspolitik ist nicht alleine ein Umweltthema, sondern das gemeinsame Dach für alle Politikfelder", machte Sandra Redmann (SPD) deutlich. Von besonderer Bedeutung sei dabei, den Grundgedanken für nachhaltige Entwicklung möglichst früh im Lebenslauf eines Menschen zu verankern. Ulrich Schippels (Linke) appellierte in diesem Zusammenhang an die Regierung: „Nehmen Sie Geld in die Hand und tun Sie was für die Bildung."

Kritik am Bericht kam von den Grünen und vom SSW. Am „Wollen" könne man nichts aussetzen, aber die Regierung handle bisher kaum danach, sagte Grünen-Fraktionschef Robert Habeck und nannte die Verkehrs- oder Energiepolitik. Und Anke Spoorendonk (SSW) fragte: „Woran erkennen wir, ob die gesteckten Ziele erreicht wurden oder ob wir sie noch erreichen können?"

Der Bericht wird in allen Ausschüssen noch einmal auf den Tisch kommen.

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Hintergrund:
„Wir wollen unseren Kindern und nach Möglichkeit allen Kindern dieser Erde eine Welt hinterlassen, die ökologisch, sozial und ökonomisch intakt ist" – unter diesem Leitbild steht die "Nachhaltigkeitsstrategie" des Landes, die die Landesregierung nun in ihrem über 100 Seiten starken Nachhaltigkeitsbericht darstellt. Dabei gehe es nicht nur darum, Umwelt und Klima zu schonen, sondern auch mit neuen Technologien für Wachstum zu sorgen, etwa im Bereich der erneuerbaren Energien.

Fünf "Leitthemen" stehen im Zentrum:

  • Klimawandel: Die Landesregierung stellt sich hinter das Ziel des Bundes, die Kohlendioxid-Emissionen bis 2020 um 40 Prozent gegenüber 1990 zu senken, um die globale Erwärmung auf zwei Grad im Vergleich zum vorindustriellen Niveau zu begrenzen. Entsprechend sollen regenerative Energien ausgebaut und die Forschung in diesem Bereich intensiviert werden. Um für drohende Überflutungen gewappnet zu sein, gibt es bereits jetzt einen "Klimazuschlag" von 30 bis 50 Zentimetern beim Deichbau.
  • Demographischer Wandel: Die Einwohnerzahl Schleswig-Holsteins wird in den nächsten Jahrzehnten sinken, gleichzeitig werden deutlich mehr ältere Menschen im Lande leben als zurzeit. Um dieser Entwicklung zu begegnen, will sich die Landesregierung bei der Landesentwicklung auf „Schwerpunkte" in den Zentralen Orten und an den Rändern der großen Städte konzentrieren. Hier soll eine ausreichende Infrastruktur- und Gesundheitsversorgung gewährleistet werden.
  • Wachstum und Innovation: Wirtschaftswachstum soll nach den Worten der Landesregierung kein „Selbstzweck" sein, sondern das Einkommen der Bevölkerung sichern und den „natürlichen Rahmen" schonen. Entsprechend konzentriert sich die Förderpolitik des Landes auf Zukunftsbranchen wie die Gesundheitswirtschaft, die Maritime Wirtschaft, Informationstechnologie, Mikro- und Nanotechnologie oder auch Tourismus.
  • Bildung: Die Themen Klimawandel, Artenvielfalt und globale Gerechtigkeit sollen in allen Phasen des Lernens berücksichtigt werden – vom Kindergarten über Schule, Berufsausbildung und Hochschule bis hin zur beruflichen Fort- und Weiterbildung. Zudem verfolgt die Bildungspolitik des Landes das Ziel, die beruflichen Startchancen von Jugendlichen zu verbessern.
  • Kooperation: Nur „große Einheiten" können laut dem Regierungspapier im globalisierten Wettbewerb konkurrenzfähig sein. Deswegen wird die Zusammenarbeit im Ostseeraum und mit Süddänemark genauso in den Vordergrund gestellt wie Kooperation mit den anderen norddeutschen Bundesländern, insbesondere in der Metropolregion Hamburg.

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Themen-Übersicht

A k t u e l l e s

Aktuelle Stunde: - - -

Dringlichkeit: - - -

Außerdem notiert: 
Der Landtag trauert um Wilhelm Hollmann

I n n e n  / R e c h t

2. Lesungen:

Rundfunkänderungs-
Staatsvertrag

(ohne Aussprache)
Diäten / Wahlgesetz
(ohne Aussprache)
1. Lesungen:
Minderheitenschutz / Verfassung
Kinderrechte / Verfassung
Minister-/ Abgeordneten-/
Beamtengesetz
Versorgungslasten
(ohne Aussprache)
Dienstrechtliche Vorschriften (u.a. Lebenspartner)
(ohne Aussprache)
Wahl:
Präsident Sozialgericht
(ohne Aussprache)
Anträge:
Jugendkriminalität
Landes-Entwicklungsplan
Aus den Ausschüssen:

Wahlprüfungsbeschwerde
(ohne Aussprache)

Bericht:

Polizei / Gewalt

Berichtsantrag:

Sicherheitsbericht
(ohne Aussprache)

F i n a n z e n

Aus den Ausschüssen:
Haushalt 2007 / LRH-Bericht
(ohne Aussprache)
Berichte:

Glücksspiel

Landesbanken
(ohne Aussprache)

S o z i a l e s  / A r b e i t  / G e s u n d h e i t

1. und 2. Lesung:

Heilberufe-Kammergesetz
Fragestunde:
Arbeitsmarktsituation
Anträge:
Barrierefreiheit / Medien
Berufsstart Jugendliche
Behinderte Eingliederung
Aus den Ausschüssen:
Hartz-IV-Regelsätze
Armut / Europäisches Jahr
(ohne Aussprache)
Gleichstellungsbericht
(ohne Aussprache)
Bericht:

UK S-H Finanzsituation

Berichtsanträge:

UN-Konvention Behinderte
(ohne Aussprache)

Hartz IV-Bilanz
(ohne Aussprache)

Pflegeausbildung
(ohne Aussprache)

W i r t s c h a f t  /
V e r k e h r  /  T e c h n i k

Anträge:
Leiharbeiter
Lohngleichheit
AKW Brunsbüttel und Krümmel
AKW-Laufzeiten
(ohne Aussprache)
Digitaler Tachograph
(ohne Aussprache)
Regulierungsbehörde
(ohne Aussprache)
Aus den Ausschüssen:
Erdkabel
(ohne Aussprache)
Bericht:

Handwerk

Berichtsantrag:

Zusammenarbeit mit Süddänemark
(ohne Aussprache)

 A g r a r  /  U m w e l t  / 
E n e r g i e  / F o r s t e n

2. Lesungen:

Fischereigesetz
(ohne Aussprache)
Tierschutz / Verbandsklagerecht
(ohne Aussprache)
Landes-Wassergesetz
(ohne Aussprache)
Antrag:
Gentechnik
Berichte:

Nachhaltigkeit

FFH-Gebiete
(ohne Aussprache)

Berichtsantrag:

Erneuerbare Energien
(ohne Aussprache)

 B i l d u n g  /  K u l t u r  / W i s s e n s c h a f t

1. Lesungen:
Lehrerbildung
Schulgesetz / Realschulen
Anträge:
Kulturförderung
Hochbegabtenförderung
Berichtsanträge:

Schule und Arbeitswelt
(ohne Aussprache)

Bildungsausgaben
(ohne Aussprache)

 E u r o p a  / O s t s e e –
k o o p e r a t i o n

Anträge:
Kulturhauptstadt Sonderburg
Europapolitik
Aus den Ausschüssen:
EU-Ostseestrategie
(ohne Aussprache)
Europaausschuss / Minderheiten
(ohne Aussprache)
Bericht:

Trilaterale Wattenmeerkonferenz