Vereidigung

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Frisch vereidigt:
Jette Waldinger-Thiering

Kiel (SHL/21.03.) Zum Auftakt der Sitzung am Mittwochmorgen ist Jette Waldinger-Thiering als Mitglied des Landtages von Parlamentspräsident Torsten Geerdts verpflichtet worden. Die  47-jährige Lehrerin aus Eckernförde nimmt in der SSW-Fraktion den Platz von Silke Hinrichsen ein, die am 8. März nach schwerer Krankheit verstorben ist (siehe Schweigeminute).

Das Wahlgesetz sieht vor, dass beim Tod oder beim Ausscheiden eines Parlamentariers die Nachfolge über die Landesliste der letzten Landtagswahl erfolgt. Waldinger-Thiering wird bis zur Landtagswahl die Sitze von Silke Hinrichsen im Innen- und Rechtsausschuss sowie im Petitionsaussschuss übernehmen. Zur Landtagswahl am 6. Mai kandidiert sie auf Platz 4 der Landesliste des SSW.

Die Ableistung des Abgeordneten-Eides ist eine schleswig-holsteinische Besonderheit. Im Bundestag und in den meisten anderen Landesparlamenten ist ein Eid nicht vorgesehen. Lediglich die Abgeordneten des sächsischen Landtages nehmen eine ähnliche Verpflichtung vor.

Die Eidesformel der Abgeordneten lautet: "Ich schwöre, meine Pflichten als Abgeordneter gewissenhaft zu erfüllen, Verfassung und Gesetze zu wahren und dem Lande unbestechlich und ohne Eigennutz zu dienen, so wahr mir Gott helfe."

Waldinger-Thiering sprach die Formel mit religiöser Beteuerung - sie kann aber auch weggelassen werden.

Paragraph 50 des Landeswahlgesetzes regelt die Einberufung von Listennachfolgern. In Absatz 1 heißt es:
"Wenn eine gewählte Bewerberin oder ein gewählter Bewerber stirbt oder die Annahme der Wahl ablehnt oder wenn eine Abgeordnete oder ein Abgeordneter stirbt oder sonst nachträglich aus dem Landtag ausscheidet, so wird der Sitz aus der Landesliste derjenigen Partei besetzt, für die d
ie ausgeschiedene Person bei der Wahl aufgetreten ist."

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