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Auf dieser Seite: Naturschutz-Beauftragter  –  Getreide-Verwertung

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Top 02: 
Entwurf eines Gesetzes über die oder den Landesbeauftragten für Naturschutz
Gesetzentwurf der Fraktion BÜNDNIS 90 / DIE GRÜNEN

Drucksache: 16/709
-Plenarprotokoll-
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Top 18: 
Thermische Verwertung von Getreide
Antrag der Fraktionen von CDU und SPD
Drucksache: 16/732
-Plenarprotokoll-
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Naturschutz: Ein neuer Beauftragter
für das Parlament?
Grüne wollen Landesnaturschutzbeauftragten
vom Ministerium in den Landtag holen

Kiel (SHL/04.05.) Die Grünen wollen den Landesnaturschutzbeauftragten vom Agrarministerium in den Landtag verpflanzen. Das sieht ein Gesetzentwurf vor, den das Parlament in Erster Lesung beraten hat. Der Umzug unter die Amtshoheit des Landtagspräsidenten und die von den Grünen vorgesehenen Besetzung des Postens durch den Landtag seien die nötige Konsequenz aus dem Rücktritt des ehemaligen Amtsinhaber Roger Asmussen, hieß es zur Begründung. Asmussen war im Dezember letzten Jahres nach nur sechs Monaten zurückgetreten und hatte diesen Schritt mit der seiner Auffassung nach mangelnden Unterstützung durch Landwirtschaftsminister Christian von Boetticher (CDU) begründet. Der Minister bekräftigte in der Debatte, den Posten en des Landesnaturschutzbeauftragten in seinem Ressort behalten zu wollen.

Unterstützung für den Plan der Grünen signalisierte nur der SSW. Die Union plädierte für den Beibehalt der geltenden Regelung, die Liberalen forderten, den Posten ganz abzuschaffen. Bedeckt hielt sich die SPD: Es gebe noch Diskussionsbedarf bei den Beratungen im Umwelt- und Agrarausschuss.

"Dieser Minister ist das beste Argument dafür, dass dieses Land einen unabhängigen Naturschutzbeauftragten braucht", übte der Grünen-Abgeordnete Karl-Martin Hentschel heftige Kritik an Minister von Boetticher, dem er Hörigkeit gegenüber der Agrar-Lobby vorwarf. Um die Weisungsunabhängigkeit des Beauftragten künftig zu gewährleisten, müsse er der Bürgerbeauftragten und dem Flüchtlingsbeauftragten gleichgestellt werden, die ebenfalls beim Parlament angesiedelt sind. Auch Lars Harms (SSW) hielt den Umzug angesichts der negativen Erfahrungen für "äußerst sonnvoll". Nur so sei sichergestellt, dass der Beauftragte sich kritisch einbringen könne und nicht auf eine "Alibi-Funktion" reduziert werde.

Die Opposition habe den Konflikt zwischen ihm und Asmussen übertrieben, konterte Minister von Boetticher: "Es gab keinen Maulkorb" für den Beauftragten. Der von den Grünen geplante Umzug in den Landtag führe lediglich zu "immer neuen Kosten". Auch Herlich Marie Todsen-Reese (CDU) sah keinen Anlass für einen derartig "gravierenden Systemwechsel". Wichtig sei es vielmehr, zügig einen kompetenten und durchsetzungsfähigen neuen Beauftragten zu finden. Diese Forderung teilte auch Konrad Nabel (SPD). Angesichts vieler noch offener Fragen in diesem Bereich sei es aber notwendig, den Entwurf der Grünen gemeinsam mit dem geplanten neuen Landes-Naturschutzgesetz ausführlich im Ausschuss zu beraten.

FDP: "Wir brauchen keinen Naturschutzbeauftragten"

Die Liberalen wollen dagegen den Posten im Zuge des Bürokratie-Abbaus komplett abschaffen. «Wir brauchen keinen Landesnaturschutzbeauftragten –  weder bei der Landesregierung, weil dort die Unabhängigkeit nicht hinreichend gewährleistet ist, noch beim Parlament, wegen der bereits bestehenden guten Strukturen der ehrenamtlichen Verbände im Umweltbereich", sagte Günther Hildebrand (FDP). Die Naturschutz-Verbände würden bereits intensiv bei den Gesetzesinitiativen des Landtages und der Landesregierung angehört und dadurch diese Rolle ausfüllten. 

Der Naturschutzbeauftragte des Landes Schleswig-Holstein kümmert sich ehrenamtlich um die Belange des Landschaftsschutzes, des Artenschutzes, des Biotopschutzes und des Naturschutzes. Er berät den zuständigen Minister in diesen Fragen. Die Grünen streben neben dem Umzug eine Aufgabenerweiterung an. So soll der Beauftragte auch an Rechtssetzungsverfahren beteiligen können, zu politischen Konzepten Stellung beziehen und eine eigenständige Presse- und Öffentlichkeitsarbeit verfolgen.

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Hintergrund:
  Die Grünen haben einen Gesetzentwurf für die Einführung eines beim Präsidenten des Schleswig-Holsteinischen Landtages angesiedelten Landesnaturschutzbeauftragten vorgelegt. Der Beauftragte soll sich um die Belange des Landschaftsschutzes, des Artenschutzes, des Biotopschutzes und des Naturschutzes kümmern. Darüber hinaus schreibt die Oppositionspartei dem Naturschutzbeauftragten weitere Aufgaben zu. So soll er sich künftig unter anderem an Rechtssetzungsverfahren beteiligen können, zu politischen Konzepten Stellung beziehen und eine eigenständige Presse- und Öffentlichkeitsarbeit verfolgen. Die Vorgeschichte: Der letzte Landesnaturschutzbeauftragte Roger Asmussen, der im Landwirtschaftsministerium tätig war, hatte der seinen Posten Anfang Januar nach nur einem halben Jahr Amtszeit niedergelegt. Der ehemalige CDU-Landtagsabgeordnete, Finanz- und Wirtschaftsminister gab damals als Grund für diese Entscheidung mangelnde personelle Unterstützung durch das zuständige Ministerium an. Nach dem Rücktritt von Asmussen hatte sich das Plenum bereits während der Januar-Tagung im Rahmen einer Fragestunde mit dem Thema beschäftigt. Umweltminister Christian von Boetticher (CDU) hatte in dieser Fragestunde bekräftigt, den Posten des Naturschutzbeauftragten in seinem Ressort behalten zu wollen. Zugleich sah er keine Notwendigkeit, die Unabhängigkeit des Beauftragten durch eine Änderung des Landesnaturschutzgesetzes einzuschränken.

mehr Informationen: plenum-online, Januar 2006
(www.sh-landtag.de/plenumonline/januar2006/
texte/39_fragestunde_landesnaturschutzbeauftragter.htm)

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Getreide als Energieträger
Plenum unterstützt Anerkennung als Regelbrennstoff 

Kiel (SHL/04.05.) "Heizen mit Weizen" – geht es nach dem schleswig-holsteinischen Landtag soll diese Form der Wärmegewinnung in Zukunft möglich sein. Geschlossen hat sich das Parlament auf Antrag von CDU und SPD dafür ausgesprochen, im Bundesrat auf die thermische Verwertung von Getreide zu drängen und die Anerkennung als Regelbrennstoff nach der 1. Bundes-Immissionsschutzverordnung durchzusetzen. Unter thermischer Verwertung von Getreide wird die Erzeugung von Energie über Verbrennung verstanden. Landwirtschaftsminister Christian von Boetticher (CDU) freute sich über die "seltene" Eintracht" im Plenum, sprach aber auch Probleme bei den Feinstaubemissionsgrenzwerten an: So müssten die Kleinfeuerungsanlagen technisch weiter entwickelt werden.

Die Abgeordneten machten vor allem auf den Bedarf alternativer Energien vor dem Hintergrund steigender Heizöl- und Erdgaspreise aufmerksam. Zudem wurde die Hoffnung geäußert, dass sich den Landwirten eine zusätzliche Einkommensquelle eröffne. Experten gehen davon aus, dass die europäische Landwirtschaft mit dem Anbau von Energiegetreide das Äquivalent von rund 26 Millionen Tonnen Erdöl bereitstellen kann, ohne dabei die Nahrungsmittelversorgung der Bevölkerung zu gefährden. Die Wärmegewinnung mit Energiegetreide sei mit einem Kostenfaktor von 2,23 Cent pro Kilowattstunde zudem wesentlich kostengünstiger als die Gewinnung aus Erdöl (6,15 Cent) oder Erdgas (4,8 Cent).

Das Plenum griff in der Debatte auch ethische Bedenken auf. Es wurde diesbezüglich herausgestellt, dass bei der Verbrennung nur Getreide verwendet werde, welches nicht für die menschliche Ernährung geeignet sei. Außerdem sei es inzwischen breit akzeptiert, dass Rapsöl bereits als Treibstoff verwendet wird, hieß es in der Debatte.

Hauptredner: Hauptredner: Claus Ehlers (CDU), Henning Höppner (SPD), Günther Hildebrand (FDP), Klaus Müller (Grüne), Lars Harms (SSW)

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Hintergrund:
  Auf Antrag der Regierungsfraktionen soll sich die Landesregierung im Bundesrat für die thermische Verwertung von Getreide einsetzen und die Anerkennung als Regelbrennstoff nach der 1. Bundesimmissionsschutzverordnung durchsetzen. CDU und SPD begründen den Vorstoß mit den steigenden Preisen auf dem Energiemarkt und der Abhängigkeit von fossilen Brennstoffen wie Kohle, Erdgas und Öl. Unter thermischer Verwertung von Getreide wird die Erzeugung von Energie über Verbrennung verstanden. Experten gehen davon aus, dass die europäische Landwirtschaft mit dem Anbau von Energiegetreide das Äquivalent von rund 26 Millionen Tonnen Erdöl bereitstellen kann, ohne dabei die Nahrungsmittelversorgung der Bevölkerung zu gefährden. Wärmegewinnung mit Energiegetreide sei mit einem Kostenfaktor von 2,23 Cent pro Kilowattstunde zudem wesentlich kostengünstiger als die Gewinnung aus Erdöl (6,15 Cent) oder Erdgas (4,8 Cent).

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