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Seniorengerechter
Wohnraum:
Handlungsbedarf
steigt mit
demographischen Wandel
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Kiel (SHL/05.05)
Die Landesregierung hat erneut bekräftigt, auf den
demographischen Wandel in der Gesellschaft mit der
Bereitstellung geeigneter Wohnräume für ältere Menschen zu
reagieren. Politisches Ziel sei es dabei, dass ältere Menschen
in ihrer gewohnten Umgebung bleiben können und altersgerechter
Wohnraum vor allem in den Städten bereitgestellt werden müsse,
skizzierte Sozialministerin Gitta Trauernicht (SPD) auf
Grundlage eines von CDU und SPD beantragten Regierungsberichts.
Und: Vor allem müsse auch die ärztliche und planerische
Infrastruktur verbessert werden. Insbesondere in Schleswig-Holstein,
so Trauernicht, bestehe ein erheblicher
Handlungsbedarf, da hierzulande mehr alte Menschen als im
Bundesdurchschnitt lebten.
Laut dem Bericht der
Landesregierung wird der Anteil der über 60-Jährigen in der
Bevölkerung des Landes bis zum Jahr 2020 auf 30 Prozent
anwachsen. Das ist eine fünfprozentige Steigerung. Damit
würden in Schleswig-Holstein rund 853.000 Menschen leben, die
60 Jahre und älter sind. Die Landesregierung rechnet vor diesem
Hintergrund mit einer größeren Wohnungsnachfrage durch einen
gleichzeitigen Anstieg der Ein- bis Zwei-Personenhaushalte. Den
bevorzugten Wohnstandort für Senioren sieht der Bericht in den
Städten. Reagiert werden soll darauf durch vorsorgende
Stadtentwicklungsstrategien und Anpassung der Wohnungsbestände.
Barrierefreies Wohnen, Service für Ältere und altengerechte
Ausstattungen sollen von der Ausnahme zur Regel werden.
Der Bericht wurde zur
abschließenden Beratung in den Sozialausschuss – unter
Mitberatung des Innen- und Rechtsausschusses – überwiesen.
Stimmen aus dem Plenum:
Torsten Geerdts (CDU): Die Wahrung der
Privatsphäre ist ein zentraler Qualitätsmaßstab für neue
Wohnräume im Alter.
Siegrid Tenor-Alschausky (SPD): Die
vorgesehenen Wohnprojekte dürfen nicht nur gutsituierten
älteren Menschen zugänglich gemacht werden.
Heiner Garg (FDP): Die
Altenpflegeeinrichtungen gehören in die Zentren der Städte,
damit ein Austausch der Generationen möglich ist.
Monika Heinold (Grüne): Gerade im
ländlichen Raum ist die Vernetzung der Versorgungsangebote
wichtig.
Lars Harms (SSW): Wenn die Verbesserung
der Wohnsituation der älteren Generation und auch aller anderen
Bevölkerungsanteile ernst gemeint ist, müssen finanzielle
Möglichkeiten bereitgestellt werden.
Hintergrund:
Auf Antrag der Regierungsparteien legt die
Landesregierung einen Bericht zum Thema "Wohnen im
Alter" vor. Laut dem Bericht wird der Anteil der
über 60-Jährigen in der Bevölkerung des Landes bis zum
Jahr 2020 auf 30 Prozent anwachsen. Das ist eine
fünfprozentige Steigerung. Damit würden in
Schleswig-Holstein rund 853.000 Menschen leben, die 60
Jahre und älter sind. Die Landesregierung rechnet vor
diesem Hintergrund mit einer größeren Wohnungsnachfrage
durch einen gleichzeitigen Anstieg der Ein- bis
Zwei-Personenhaushalte. Den bevorzugten Wohnstandort für
Senioren sieht der Bericht in den Städten. Reagiert
werden soll darauf durch vorsorgende
Stadtentwicklungsstrategien und Anpassung der (Miet-)Wohnungsbestände.
Barrierefreies Wohnen, Service für Ältere und
altengerechte Ausstattungen sollen von der Ausnahme zur
Regel werden.
mehr
Informationen: plenum-online,
Februar
2006
(www.sh-landtag.de/plenumonline/februar2006/
texte/27_wohnen_im_alter.htm)
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