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Auf
dieser Seite: EU-Bildungsprogramme
– EU-Verfassung
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Top 24:
Programme für Bildung und Jugend der europäischen Union
(Landtagsbeschluss vom 25. Januar 2006 – Drucksache 16/492)
Federführend ist das Ministerium für Justiz, Arbeit und Europa |
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Top 28:
EU-Verfassung
(Landtagsbeschluss vom 23. Februar 2006 – Drs. 16/596)
Federführend ist das Ministerium für Justiz, Arbeit und Europa |
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EU kürzt
im Bereich der Jugendförderung
Döring:
Landesregierung kann wegfallende
Mittel nicht ausgleichen
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Kiel (SHL/04.05.)
Mit Bedauern hat der Landtag einen von den Grünen beantragten
Bericht von Justizminister Uwe Döring (SPD) über vorgesehenen
Kürzungen durch die EU im Bereich der Jugendförderung
aufgenommen. Der Minister kündigte an, dass die EU-Kommission
ein neues Konzept vorgelegt habe, in dem viele Programmangebote
eingeschränkt oder wegfallen würden und die Landesregierung
die wegfallenden Mittel nicht ausgleichen könne. "Das
Wünschbare und das politisch Machbare liegen in der EU leider
häufig über Kreuz", so Döring. Der Bericht wurde an den
Europaausschuss und mitberatend an die Ausschüsse für Bildung
sowie Soziales überwiesen.
Trotz der Halbierung der Mittel für das
wichtige EU-Programm "Lebenslanges Lernen" um über
die Hälfte, zeigten sich die Abgeordneten jedoch positiv, dass
trotz der Kürzungen noch "erhebliche Beträge" für
die Jugend vorgesehen seien. Dies sei angesichts des globalen
Wettbewerbs wichtig, da Europa nur mit Qualität und
Innovationen bestehen könne.
Hauptredner: Anne
Lütkes (Grüne), Niclas Herbst (CDU), Sandra Redmann (SPD),
Ekkehard Klug (FDP), Anke Spoorendonk (SSW)
Hintergrund:
Die Landesregierung berichtet auf Basis von
Anträgen der Grünen und der Regierungsfraktionen über
die Bildungs- und Jugendpolitik und die
Fördermöglichkeiten durch die Europäische Union. So
will Brüssel beispielsweise für das Programm
"JUGEND in Aktion" – Nachfolger von
"JUGEND" – von 2007 bis 2013 rund 915
Millionen Euro ausgeben. Geplant ist dabei die Förderung
von Kooperationen in der Jugendpolitik sowie Förderung
des Austausches und die Angebotserweiterung von Bildungs-
und Informationsmaßnahmen für Fachkräfte. Zielgruppe
sind Personen im Alter zwischen 13 und 30 Jahren. Die
Gelder werden laut Bericht der Landesregierung von der
Deutschen Agentur für das EU-Aktionsprogramm bewilligt.
Die Länder werden über geförderte Projekte
unterrichtet. Neu ist auch das EU-Aktionsprogramm
"lebenslanges Lernen". Es richtet sich unter
anderem an Schüler, Studenten, Lehrer und Ausbilder, aber
auch an gemeinnützige Organisationen sowie an
Beratungsstellen und ehrenamtliche Einrichtungen. Hierfür
hat die EU 13,62 Milliarden Euro veranschlagt.
Offen ist zur Zeit die Ausstattung des
Europäischen Sozialfonds (ESF), mit dessen Unterstützung
das Land beispielsweise auf Beschäftigungsmaßnahmen für
Jugendliche ergreifen kann. Von 2000 bis 2006 erhielt das
Land rund 170 Millionen Euro aus diesem Topf, für die
nächste Haushaltsperiode von 2007 bis 2013 rechnet die
Landesregierung mit einer Halbierung der Mittel.
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Bekenntnis
zur EU-Verfassung
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Kiel (SHL/03.05.)
Die im Landtag vertretenen Parteien sind sich darin einig, dass
die Hängepartie um die EU-Verfassung nur durch eine bessere
Öffentlichkeitsarbeit erfolgreich beendet werden könne. Den
Bürgern müsse die Furcht vor einem kalten, technokratischen
und neoliberalen Europa genommen werden, hieß es unisono im
Plenum.
Europaminister
Uwe Döring (SPD), dessen Bericht zum Thema die Grundlage der
Debatte bildete, schlug vor, das Gesetzeswerk über einen
Zusatzvertrag auf den Weg zu bringen. Darin sollten die
politischen Ziele der EU festgeschrieben werden, um den Ängsten
der Menschen zu begegnen. Debattiert wurde das Thema in Kiel
kurz bevor Bundeskanzlerin Angela Merkel in ihrer ersten
europapolitischen Grundsatzrede beschied, dass sie die Zeit noch
nicht für reif halte, um den unterbrochenen Verfassungsprozess
wieder aufzunehmen. unter den Abgeordneten bestand
grundsätzlich Einigkeit darin, dass die EU eine Verfassung
brauche. Der Europaausschuss soll die Verfassungsproblematik
weiterhin begleiten.
Hauptredner:
Manfred Ritzek (CDU), Rolf Fischer
(SPD), Ekkehard Klug (FDP), Anne Lütkes (Grüne), Anke
Spoorendonk (SSW)
Hintergrund:
Auf Antrag aller Landtagsparteien legt die
Landesregierung einen Bericht zum aktuellen Stand der
Ratifizierung der EU-Verfassung vor. Der Verfassung haben
bislang 14 EU-Mitgliedstaaten zugestimmt (Litauen, Ungarn,
Slowenien, Italien, Griechenland, Slowakei, Spanien,
Österreich, Deutschland, Lettland, Zypern, Malta,
Luxemburg und Belgien). In Irland, Polen, Tschechien,
Portugal, Großbritannien, Schweden, Finnland und Estland
ist die Entscheidung über die Ratifizierung aufgeschoben
worden. In Frankreich und den Niederlanden wurde das
Verfassungswerk in Referenden im vergangenen Jahr von den
Bürgern abgelehnt. Der Bericht macht deutlich, dass es
eher unwahrscheinlich ist, dass die von Brüssel
vorgelegte Verfassung in ihrer jetzigen Form in geltendes
Recht umgesetzt werden kann.
Mit der Verfassung soll die auf 25 Länder
erweiterte Union funktionsfähig erhalten werden. Die EU
würde, wenn die Verfassung doch noch in ihrer jetzigen
Form in Kraft träte, an der Spitze eine neue
Machtstruktur erhalten. Neben dem Kommissionspräsidenten
würde es künftig einen hauptamtlichen Präsidenten des
Rates der Staats- und Regierungschefs geben. Ein
Außenminister könnte die EU dann in der Welt vertreten.
EU-Parlament und Kommissionschef würden gestärkt, die
Kommission nach dem Jahr 2009 aber auf 15 Mitglieder
verkleinert. Auch große Länder würden deshalb zeitweise
ohne stimmberechtigte Kommissare sein. Die
Zuständigkeiten der EU und der einzelnen Staaten wären
damit klarer gegeneinander abgegrenzt.
mehr
Informationen: plenum-online,
Mai
2005, Juni
2005
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