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Top 29: Entwicklung der Ostseehäfen Landtagsbeschluss vom 23. Februar 2006 – Drs. 16/583neu Federführend ist das Ministerium für Wissenschaft, Wirtschaft und Verkehr - Drs. 16/772 |
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Lübeck " Königin der Ostsee" Ostseehäfen auf Wachstumskurs / Hansestadt boomt Kiel (lno/SHL/01.06) Von den Ostseehäfen in Schleswig-Holstein hat Lübeck auch im nächsten Jahrzehnt die größten Wachstumschancen. Das geht aus einem Regierungsbericht hervor, über den der Landtag debattierte. Danach kann der Güterumschlag in Lübeck von 27,3 Millionen Tonnen im vorigen Jahr bis 2015 auf 38,7 Millionen zunehmen. "Lübeck boomt besonders, bleibt die Königin der Ostsee", sagte Wirtschaftsminister Dietrich Austermann (CDU). Insgesamt gebe es für die Häfen wegen des florierenden Handels im Ostseeraum erstklassige Wachstumsaussichten. Schätzungen sagen ein Wachstum des Seetransports im Ostseeraum um 64 Prozent zwischen 2003 und 2020 vorher. Für die nächsten fünf Jahre seien – einschließlich Brunsbüttel an der Nordsee – Investitionen in die schleswig-holsteinischen Häfen von 150 Millionen Euro absehbar, sagte Austermann. Zustimmend griff er "Privatisierungsgedanken" in Lübeck auf und sagte dem Vorhaben seine Unterstützung zu. Eine Privatisierung des bisher in städtischem Eigentum befindlichen Hafens wäre eine "großartige Chance". Die wirtschaftliche Bedeutung der Ostseehäfen Lübeck, Kiel und Puttgarden zeigt sich Austermann zufolge auch darin, dass dort 15. 000 Menschen beschäftigt sind. Generell schließt sich der Regierungsbericht Grüne und SSW gegen Fehmarn-Belt-Brücke In Kiel hat der Güterumschlag in den vergangenen Jahren stagniert, mit 4,74 Millionen Tonnen lag das Ergebnis 2005 sogar um fast eine Million Tonnen unter dem von 1995. Die Prognosen für 2015 schwanken zwischen 5,5 und 9 Millionen Tonnen. Puttgarden musste im vergangenen Jahrzehnt einen Rückgang von 7,4 auf 3,8 Millionen Tonnen hinnehmen. Als Hauptursache gilt die Konkurrenz der Brücke über den Großen Belt. Da die weitere Entwicklung in Puttgarden stark vom Bau einer Brücke über den Fehmarnbelt abhängt, sind dem Regierungsbericht zufolge für die weitere Umschlagsentwicklung keine seriösen Prognosen möglich. Insbesondere die Grünen und der SSW sprachen sich in der Debatte vehement gegen den Brückenschlag nach Dänemark aus. Der Bericht wurde – unter Mitberatung des Europaausschusses – an den Wirtschaftsausschuss überwiesen. Stimmen aus dem Plenum: Hans-Jörn Arp (CDU): Der Kieler und der Lübecker Hafen sollen international gemeinsam auftreten und sich gemeinsam vermarkten, um langfristig Arbeitsplätze zu sichern. Thomas Rother (SPD): Die Häfen in Mecklenburg-Vorpommern werden mit zu hohen Förderquoten vom Bund unterstützt. Das verzerrt den Wettbewerb. Heiner Garg (FDP): Die Landesregierung muss eine Strategie entwickeln, wie das Süd-Nord-Gefälle im Land abzuschwächen ist. Karl-Martin Hentschel (Grüne): Der Güterverkehr auf langen Strecken muss verstärkt auf Schiff und Schiene verlagert werden. Dafür werden vor allen in Kiel und Lübeck mehr Hafenterminals für den kombinierten Verkehr benötigt. Lars Harms (SSW): Die Planung einer festen Fehmarn-Belt-Querung schwebt wie ein Damoklesschwert über dem Hafen Puttgarden und würde Arbeitsplätze gefährden. |
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