In Kürze: Meldungen 1 (Themen ohne Aussprache) 

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Vizepräsident LRH, Wahl (Top 7; Drs. 16/777);  Eigenkapital Mittelstand (Top 11; 
Drs. 16/783);  Landwirtschaftliche Sozialversicherung (Top 18; Drs. 16/585, 16/744);  BVG-Verfahren (Top 25; Drs. 16/791)


  Landesrechnungshof:  Aike Dopp ist neuer Vizepräsident des Landesrechnungshofes. Der Kandidat der Landesregierung erreichte bei der Abstimmung die notwendige Zwei-Drittel-Mehrheit im Plenum. Der 55-Jährige Oberstaatsanwalt gehört der CDU an und sitzt für die Union zur Zeit in der Rendsburger Ratsversammlung. Dopp ist der Nachfolger von Klaus Qualen, der sich seit Februar im Ruhestand befindet. Das alleinige Vorschlagsrecht für die Wahl eines Vizepräsidenten am Landesrechnungshof liegt bei der Landesregierung.

mehr Infos: Landesrechnungshof

  Landwirtschaft:  Schleswig-
Holsteins Abgeordnete machen sich für den Erhalt der Landwirtschaftlichen Sozialversicherung (LSV) in Schleswig-Holstein stark und haben die Landesregierung aufgefordert, gegen die von der Bundesregierung geplante Verzahnung der LSV mit den allgemeinen Sozialsystemen Stellung zu beziehen. Der Landtag folgte damit einstimmig einem Antrag der Liberalen. Die FDP hatte den Vorstoß damit begründet, dass die LSV ein "soziales Sondersystem für Selbständige" sei, das "eine Vermischung mit einem auf Arbeitnehmer/Arbeitgeber gestützten System nicht zulässt".
  Auch die vom Bund vorgesehene deutschlandweite Vereinheitlichung der Versicherungsbeiträge sei abzulehnen: Dies könne angesichts der strukturellen Unterschiede in der Landwirtschaft zwischen Nord- und Süddeutschland negative Folgen für den Norden haben, hieß es im im Plenum. Hintergrund: Schleswig-Holsteins Betriebe sind im Bundesvergleich größer, und das Land hat einen höheren Anteil an Vollerwerbsbetrieben als der Süden. Entsprechend ist nach Angaben der LSV die Sozialabgabenlast im Süden, wo viele Familienbetriebe Landwirtschaft auf kleiner Fläche im Nebenerwerb betreiben, höher. Eine Vereinheitlichung hätte nach LSV-Schätzungen für Schleswig-Holstein Beitragserhöhungen von mindestens 20 Prozent zur Folge.
  Die LSV bietet den Bauern Leistungen in den Bereichen Unfallversicherung, Alterssicherung, Kranken- und Pflegeversicherung sowie der Unfallverhütung. Nach eigenen Angaben betreut das Unternehmen 56.000 Betriebe im Lande. Im Rahmen der Berufsgenossenschaft sind etwa 200.000 Menschen bei der LSV versichert.

mehr Infos: plenum-online, Februar 2006

  Mittelstand:  Auf Initiative von CDU und SPD hat der Landtag von der Landesregierung einen Bericht zur Eigenkapitalsituation der mittelständischen Betriebe im Land gefordert. In dem Bericht, der im September vorliegen soll, soll unter anderem die aktuelle Finanzlage kleinerer und mittlerer Betriebe dargelegt und landespolitische Akzente bei der Unternehmensförderung aufgezeigt werden.
  Der Mittelstand gilt als der Motor der schleswig-holsteinischen Wirtschaft. Angaben des Wirtschaftsministeriums zufolge zählen in Schleswig-Holstein rund 80.000 Unternehmen zum Mittelstand. Knapp 90 Prozent der betrieblichen Ausbildung wird vom Mittelstand bereitgestellt. Laut Ministerium hat das Land im Jahr 2004 rund 100 Millionen Euro für die Förderung des Mittelstandes ausgegeben.
  Staatliche Förderprogramme haben in jüngster Zeit an Bedeutung gewonnen. Grund: Private Banken und Sparkassen müssen auf Grund der Basel II-Vereinbarung mehr Eigenkapital zur Absicherung von Krediten bereitstellen. Deshalb steigt für sie das Kreditrisiko. Die Folgen sind höhere Zinsen und eine vorsichtigere Kreditvergabe. Kleine und mittlere Betriebe sind hiervon besonders betroffen.

mehr Infos: plenum-online, November 2004

  Bundesverfassungsgericht Wegen Geschwindigkeitsüberschreitung droht einer süddeutschen Autofahrerin eine doppelte Bestrafung: Sowohl in der Schweiz, wo ihr das Verkehrsgehen nachgewiesen wurde, als auch in Deutschland hängt der Frau ein Verfahren an. Die Verkehrssünderin ist der Meinung, dass eine doppelte Bestrafung rechtswidrig ist und hat beim Bundesverfassungsgericht Klage eingereicht. Das Bundesverfassungsgericht hat daraufhin alle Länderparlamente des Bundes angeschrieben, um zu diesem Fall Stellung zu beziehen. Einer Forderung, dem der schleswig-holsteinische Landtag nicht nachkommen wird: Das Plenum hat die Bitte auf Empfehlung des Innen- und Rechtsausschusses einstimmig zurückgewiesen.

 

  


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2. Lesung:
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Vizepräsident LRH
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BVG-Verfahren
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Bericht:
Landwirt. Sozialversicherung
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Kommunale Finanzen

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