In Kürze: Meldungen 2 (Themen ohne Aussprache) 

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Brustkrebs, 2. Lesung (Top 2; Drs. 16/632, 16/747);  Sozialgesetzbuch II (Top 19; Drs. 16/673, 16/745);  Arbeitslosenberatung (Top 23; Drs. 16/582, 16/789);  Beteiligung behinderte Menschen (Top 24; Drs. 16/790)


  Brustkrebs:  Schleswig-Holstein verstärkt den Kampf gegen den Brustkrebs. Ein Gesetz der Landesregierung, das die Organisation von Reihenuntersuchungen zur gesundheitlichen Vorsorge zentral organisieren soll, hat das Plenum mit den Stimmen aller Fraktionen verabschiedet. Für die Einrichtung dieser Zentralstelle ist das Landesgesundheitsamt in Absprache mit der Kassenärztlichen Vereinigung Schleswig-Holstein, den Landesverbänden der Krankenkassen und den Verbänden der Ersatzkassen verantwortlich. Deren Aufgabe soll neben der Organisation der Reihenuntersuchungen auch die Verarbeitung personenbezogener Daten sein.
 
Mit dem Gesetz reagiert das schwarz-rote Kabinett auf die bundesweite Einführung eines bevölkerungsbezogenen Mammographie-Screenings für alle Frauen zwischen dem 50. und dem 70. Lebensjahr. Unabhängig von ihrem Versicherungsstatus soll den Frauen dieser Altersgruppe alle zwei Jahre eine Mammographie angeboten werden. In Schleswig-Holstein erkranken jährlich rund 2.300 Frauen an Brustkrebs, knapp 700 sterben an der Krankheit.

 

  Arbeitslosenberatung:  Wie steht es um die Beratung arbeitsloser Menschen im Land, was wird im Zuge von Hartz IV aus Schleswig-Holsteins Arbeitsloseninitiativen? Auf diese Fragen möchte das Parlament im September eine Antwort von der Landesregierung. Hintergrund des SSW-Berichtsantrags: Seit In-Kraft-Treten der Arbeitsmarktreform Hartz IV wird die Beratungsarbeit der Arbeitsloseninitiativen nicht mehr vom Land bezuschusst. Zuständig für deren Unterstützung sind nunmehr die neu gegründeten Jobcenter oder die Arbeitsagenturen vor Ort im Verantwortungsbereich der Bundesagentur für Arbeit. Bis 2005 hatten die Initiativen rund 150.000 Euro aus dem Landeshaushalt bekommen. Vereine wie beispielsweise das "Sozialforum", die Arbeitsloseninitiative Kiel, kümmern sich um Menschen, die in Armut leben, psychische Probleme und zumeist keinen Anspruch auf Arbeitslosengeld II haben.

mehr Infos: plenum-online, Februar 2006

  Sozialgesetzbuch II:  Im Schleswig-
Holsteinischen Landtag gibt es keine Mehrheit für die von den Grünen geforderten Nachbesserungen am Hartz IV-Gesetz: Ein Antrag der Oppositionspartei, der unter anderem die Überprüfung der Regelsätze und der Ein-Euro-Jobs, die zügige Ost-West-Angleichung des Arbeitslosengeldes II sowie eine familienfreundlichere Regelung für die Bezahlung außergewöhnlicher Anschaffungen wie Baby-Erstausstattung oder Schülerkostenbeihilfe vorsah, wurde mit den Stimmen von CDU, SPD und SSW abgelehnt. Die Liberalen enthielten sich trotz allgemeiner Kritik an der Hartz IV-Reform.

mehr Infos: plenum-online, März 2006

  Behinderte MenschenMenschen mit Behinderungen sollen grundsätzlich in gemeindliche Planungen einbezogen werden. In diesem Punkt sind sich die Vertreter aller Parteien einig. Bei Enthaltung der FDP, die einen Gesetzentwurf zu dem Thema eingebracht hatten, wurde deshalb ein im Sozialausschuss formulierter Appell auf den Weg gebracht: Darin werden die Kommunen aufgefordert, etwa bei Bauvorhaben Behinderte in die Planungen mit einzubeziehen. Überdies fordert der Landtag, die Einsetzung von ehrenamtlichen Beauftragten für Menschen mit Behinderungen zu prüfen.
 Im März hatte der Landtag noch über einen Gesetzentwurf der FDP gestritten. Darin hatten sich die Liberalen für eine Beteiligungspflicht von Behinderten bei kommunalen Planungen innerhalb der schleswig-holsteinischen Gemeindeordnung ausgesprochen. CDU und SPD lehnten den Gesetzentwurf in der Ersten Lesung ab. Sie argumentierten, dass ein solches Gesetz dem übergeordneten Ziel des Bürokratieabbaus zuwiderlaufe. Zustimmung kam hingegen vom SSW und Grünen. Das Hauptargument der Befürworter: Behinderte Menschen würden bei Bauvorhaben vor Ort häufig vergessen und übergangen. Die Folge seien kostenintensive Nachbesserungen.
  In Schleswig-Holstein leben nach Angaben des Behindertenbeauftragten der Landesregierung etwa 225.000 schwer behinderte Menschen. Aufgrund des demographischen Wandels mit einem größer werdenden Anteil älterer Menschen sei davon auszugehen, dass diese Zahl in den nächsten Jahren steigen wird.

mehr Infos: plenum-online, März 2006

  


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Themen-Übersicht

A k t u e l l e s

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Frisch vereidigt

I n n e n  / R e c h t

1. Lesungen:
Amtsgerichtsbezirke
Kreis-/Gemeinde-Wahlgesetz
Direktwahl Landräte
2. Lesung:
Diätenstrukturreform
Wahl:
Vizepräsident LRH
(ohne Aussprache)
Berichte:
Printmedien
Bürokratiekosten
BVG-Verfahren
(ohne Aussprache)

S o z i a l e s  / A r b e i t  / G e s u n d h e i t

2. Lesung:
Brustkrebs
(ohne Aussprache)
Anträge:
Pflegewissenschaften
Herzkrankheit
Gesundheitswesen
Berichte:
Verbraucherschutz
Kinderarmut
Krankenhausfinanzierung
Integration Behinderte
Sozialgesetzbuch II
(ohne Aussprache)
ArbeitslosenberatungI
(ohne Aussprache)
Beteiligung Behinderte
(ohne Aussprache)

W i r t s c h a f t  /
V e r k e h r  /  T e c h n i k

Anträge:
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(ohne Aussprache)
Berichte:
Wirtschaftsbericht 2006
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Ostseehäfen

 A g r a r  /  U m w e l t  / 
E n e r g i e  / F o r s t e n

Anträge:
Staatsforst Christianslust
FFH-Gebiet St. Margarethen
Stallpflicht Geflügel
Bericht:
Landwirt. Sozialversicherung
(ohne Aussprache)

F i n a n z e nt

Bericht:
Kommunale Finanzen

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k o o p e r a t i o n

Anträge:
Kommunikationspolitik
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