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dieser Seite: Studiengebühren
/ Frühjahrsferienzeiten
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Top 3:
Entwurf eines Gesetzes
über die Studiengebühren an staatlichen Hochschulen des Landes
Schleswig-Holstein (Studiengebührengesetz – StudienGebG)
Gesetzentwurf der Fraktion der FDP – Drucksache 15/2351
–
Bericht und Beschlussempfehlung des Bildungsausschusses
(1. Lesung 77. Sitzung am 18. Dezember 2002) |
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Top 22:
Verlegung der Frühjahrsferien
Antrag der Fraktion der CDU |
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Keine Gebühren für
Langzeitstudenten
Landtag lehnt
FDP-Gesetzentwurf ab
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Kiel (SHL). An den schleswig-holsteinischen Hochschulen wird es
auch in Zukunft keine Studiengebühren geben. Eine Mehrheit aus
SPD, CDU, Grünen und SSW lehnte am Donnerstag, 8. Mai 2003, einen
entsprechenden Gesetzentwurf der FDP-Fraktion in Zweiter Lesung
ab. Die Liberalen hatten ein Bildungsguthaben-Modell
vorgeschlagen. Danach sollten Studenten fünf Semester nach
Überschreiten der Regelstudienzeit mit 500 Euro pro Semester zur
Kasse gebeten werden. Die "simple Einführung von
Studiengebühren" löse nicht die Probleme im
Bildungsbereich, sagte Kultusministerin Ute Erdsiek-Rave (SPD).
Ekkehard Klug (FDP) zitierte Zahlen des Statistischen
Landesamtes: Danach waren im Wintersemester 2001/2002 in
Schleswig-Holstein rund 4.200 Studenten mindestens im 15.
Fachsemester. Bei einer Studiengebühr von 500 Euro würde dies
Mehreinnahmen für die Hochschulen von 2,5 bis 3 Millionen Euro
jährlich bedeuten.
Abschreckung für Studienanfänger
Es entspreche nicht der Wirklichkeit, dass ein großer Teil der
Studenten nur in Teilzeit studiere, sagte Jürgen Weber (SPD).
Selbst die Hochschulen würden Studiengebühren nicht als
potentielle zusätzliche Einnahmequelle betrachten. Im Gegenteil:
Studiengebühren würden nur Studienanfänger abschrecken, so
Weber. "Das ist nicht das, was wir uns zur Zeit in
Deutschland leisten können."
Auch Jost de Jager (CDU) erteilte dem Gesetzentwurf eine
deutliche Absage. Im Gegensatz zur SPD schrecke seine Fraktion
nicht vor Hochschulgebühren zurück – der Entwurf der FDP sei
jedoch nicht wirksam. "Wir glauben, dass Studiengebühren
für das Erststudium beziehungsweise für das Regelstudium ein
ganz wesentlicher und qualitativer Bestandteil eines neuen
Hochschulfinanzierungssystems sind."
Hin zur "Fedback-Kultur"
Ganz anders sah dies Angelika Birk (Grüne):
"Studiengebühren fördern nicht Studium und Lehre, sondern
Studium und Leere." Anstelle von Studiengebühren sollte
lieber eine "Feedback-Kultur" eingerichtet werden – so
würde das Studium effizienter und die Dauer kürzer.
Studiengebühren seien weder förderlich um Studienanfänger zu
gewinnen, noch seien sie als Strafmaßnahmen zu gebrauchen.
Anke Spoorendonk (SSW) forderte eine Refom im Hochschulbereich.
Der Entwurf der FDP führe jedoch "in die falsche
Richtung", die Probleme der Hochschulen würden dadurch nicht
gelöst. "Unser Modell bleibt weiterhin ein BAföG für
alle", sagte die Vertreterin der dänischen Minderheit im
Landtag.
Die SPD-Abgeordnete Ursula Kähler enthielt sich
bei der Abstimmung der Stimme.
Studenten an der
Kieler Uni. Landtag entschied sich gegen Gebühren für
"Langzeitstudenten"
Hintergrund:
In den letzten Jahren gab es
immer wieder Diskussionen über die Einführung von
Studiengebühren zur finanziellen Entlastung der
Hochschulen. In Schleswig-Holstein wollen die Liberalen
jetzt ein Studienkonten-Modell einführen, nach dem
Studenten bei einer deutlichen Überschreitung der Regelstudienzeit
500 Euro Studiengebühren pro Semester
zahlen sollen. Unter anderem in Thüringen und
Baden-Württemberg existieren ähnliche Modelle bereits.
In Nordrhein-Westfahlen soll ab 2004 ein Studienkonto mit
200 Semesterwochenstunden als Guthaben eingeführt werden.
Sind diese verbraucht, werden voraussichtlich Gebühren in
Höhe von 650 Euro pro Semester erhoben. |
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Landtag sagt kalten
Frühjahrsferien den Kampf an
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Kiel (SHL). Die traditionellen Osterferien der
schleswig-holsteinischen Schüler hießen in diesem Jahr
Frühjahrsferien und waren eigentlich Winterferien. Denn die
unterrichtsfreie Zeit lag in den ersten Märzwochen, fast einen
Monat vor dem bislang üblichen Termin. Diese Verlegung in die
kalte Jahreszeit schadet nach Auffassung der CDU-Fraktion dem
Tourismus im Lande. Die Union hatte die Landesregierung deswegen
am Donnerstag, 8. Mai 2003, aufgefordert, die Schul-Pause wieder
in die reisefreundliche Osterzeit zurückzuverlegen. Die anderen
Parteien stimmten dem Antrag zu und führten auch
familienpolitische Argumente für die Verlegung ins Feld.
Bildungsministerin Ute Erdsiek-Rave (SPD) zeigte sich
kompromissbereit, verteidigte aber die jetzige Handhabung.
Die Ferien-Regelung aller Bundesländer bis 2008 beschert
Schleswig-Holstein jeweils einen sehr frühen Sommertermin. Um
davor genügend Zeit für Prüfungen zu haben, hat die
Landesregierung die Frühjahrsferien vorverlegt.
Dies, so der allgemeine Tenor, sei familienunfreundlich, weil
die Eltern ihren Urlaub nicht mehr so gut mit den Ferien ihrer
Kinder kombinieren könnten. Folge: Die Kinder säßen bei
schlechtem Wetter häufig zu Hause. Zudem seien bis zu 80.000
Arbeitsplätze in der Freizeitbranche gefährdet, weil
beispielsweise Freizeitparks auf Besucher vor Ostern wegen des
kühlen Klimas nicht eingestellt seien. Die Mindereinnahmen der
Branche lägen bei zehn Prozent.
SPD und SSW für grundsätzliche Neufassung
SPD und SSW forderten die zuständige Kultusministerkonferenz
zu einer grundsätzlichen Neufassung der Sommerferienregelung
auf. Dieser Vorschlag, den der Landtag bereits im Vorjahr
gemacht hat, sei die Voraussetzung für eine Verlegung der
Frühjahrsferien.
Ministerin Erdsiek-Rave nannte die Gründe, die zur
Ferien-Verlegung geführt hatten: der lange Zeitraum zwischen
Weihnachten und Ostern und die kurze Spanne zwischen Ostern und
den Sommerferien, die zudem mit Feiertagen, Abitur-Prüfungen
oder Praktika gefüllt sei. Zudem habe man sich an die Hamburger
Regelung angenähert. Sie wolle dennoch im Ausschuss weiter nach
einer von allen Beteiligten getragenen Lösung suchen.
Der Antrag wurde mit den Stimmen von Rot-Grün und SSW an die
Ausschüsse Bildung (federführend) und Wirtschaft (mit
beratend) überwiesen. CDU und FDP hatten Abstimmung in der
Sache gefordert.
Hauptredner:
Hans-Jörn Arp
(CDU), Hermann Benker (SPD), Christel Aschmoneit-Lücke (FDP),
Detlef Matthiessen (Grüne), Anke Spoorendonk (SSW),
Bildungsministerin Ute Erdsiek-Rave (SPD)
Hintergrund:
In diesem Jahr wurden die
Frühjahrsferien der schleswig-holsteinischen Schüler
erstmals von der Osterzeit um circa vier Wochen auf Anfang
März vorverlegt. Grund: Die mittelfristige Ferienplanung
bis 2006. Da in Schleswig-Holstein die Sommerferien früh
beginnen, wäre zwischen Ostern und Schuljahresende nur
wenig Zeit für Prüfungen verblieben. Die CDU möchte
dies rückgängig machen. Ihr Argument: der frühe
Ferientermin schade dem Tourismus. |
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