Auf dieser Seite: Landesstiftungen / Bundesliegenschaften Sylt

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Top 15: 
Landesstiftungen
Antrag der Fraktion der CDU und der FDP, Drucksache 15/2572
Bericht der Landesregierung

Drucksache: 15/2648
-Plenarprotokoll-
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Top 23: 
Bundesliegenschaften auf Sylt
Antrag der Fraktion der CDU
Änderungsantrag der Fraktionen von SPD und Bündnis 90/DIE GRÜNEN,
Drucksache 15/2665
Drucksache: 15/2643
-Plenarprotokoll-
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Stiftungskapital: 
Skandal oder Schicksal
Opposition übt heftige Kritik an Regierung

Kiel (SHL). War es ein unseriöser Umgang mit öffentlich-rechtlichem Stiftungskapital oder eine rechtmäßige Geldanlage in einem schwierigen Finanzklima? Der Regierungsbericht zu den Millionenverlusten schleswig-holsteinischer Landesstiftungen ist am Donnerstag, 8. Mai 2003, auf kontroverse Reaktionen gestoßen. CDU und FDP, die den Bericht beantragt hatten, machten einzelnen Regierungsmitgliedern schwere Vorwürfe: Das Stiftungsvermögen sei nicht so bewahrt worden, wie es das öffentliche Interesse erfordert hätte. Regierung und SPD verwiesen demgegenüber auf ähnliche Fälle in anderen Bundesländern. Konsens herrschte Partei übergreifend bei der Forderung, die Entscheidungs- und die Kontrollgremien der Stiftungen zu trennen.

Hintergrund: Einige Landesstiftungen, so die Energie-, die Kultur- und die Naturschutzstiftung, hatten einen Teil ihres Kapitals in Aktien angelegt und an der Börse auf Kursgewinne gehofft. Resultat: Verluste in Millionenhöhe. Mitglieder der Landesregierung, die Organen der Stiftungen angehören, gerieten deshalb in die öffentliche Kritik.

CDU und FDP sahen darin einen Finanzskandal, in dem die Regierung nichts zur Aufklärung des Sachverhalts beigetragen habe. Insbesondere die Regierungsmitglieder in den Stiftungsorganen hätten den Auftrag, das Stiftungsvermögen im öffentlichen Interesse zu bewahren, nicht erfüllt. Dies gelte beispielsweise für den ehemaligen Bildungsstaatssekretär und jetzigen Finanzminister Ralf Stegner.

SPD: Aktien-Anlage bundesweit üblich

Laut Regierung und SPD war eine Aktien-Anlage von bis zu 35 Prozent des Stiftungskapitals bundesweit üblich – Schleswig-Holstein sei sogar weniger betroffen gewesen als zum Beispiel Bayern. Aktien-Anlagen müssten auch weiterhin möglich sein, wenn auch nicht einseitig und risiko-behaftet.

Die Grünen betonten, eine gewinnbringende Anlage sei auf Grund der Inflationsrate notwendig. Dennoch müssten stärkere Kontrollen vorgenommen und Rücklagen gebildet werden. Der SSW bemängelte den leichtfertigen Umgang der Stiftungen mit dem Kapital. Der Zusammenbruch des Aktienmarkts sei jedoch nicht voraussehbar gewesen.

Beschlussfassung: Der Bericht wurde an die Ausschüsse Finanzen (federführend) , Wirtschaft, Innen und Recht sowie Bildung (mitberatend) überwiesen.

Hauptredner: Innenminister Klaus Buß (SPD), Rainer Wiegard (CDU), Ursula Kähler (SPD), Heiner Garg (FDP), Monika Heinold (Grüne), Anke Spoorendonk (SSW)

Hintergrund:
 Einige Landesstiftungen, so die Energie-, die Kultur- und die Naturschutzstiftung, haben einen Teil ihres Kapitals in Aktien angelegt und an der Börse auf Kursgewinne gehofft.  Resultat:  Verluste, die sich nach Medienberichten auf insgesamt mehr als sieben Millionen Euro belaufen.
 Mitglieder der Landesregierung, die Organen der Stiftungen  angehören, stehen deshalb in der Kritik. Grund: Ihnen untersteht auch die Rechts- und Fachaufsicht über die Stiftungen.

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"Soziale Kälte" auf Sylt befürchtet
Landtag berät geplanten Wohnungsverkauf

Kiel (SHL). Die Landesregierung soll sich auf Wunsch des Parlamentes bei einem möglichen Verkauf der rund 550 bundeseigenen Wohnungen auf Sylt für die Interessen der Mieter einsetzen. Das beschlossen die Abgeordneten auf Antrag der CDU am Donnerstag, 8. Mai 2003, einstimmig. Die Abgeordneten befürchten, dass sich die Bewohner der bundeseigenen Wohnungen nach einem Verkauf die Mieten nicht mehr leisten können. Innenminister Klaus Buß (SPD) sprach von einer "Nachsorgeverpflichtung" der Bundeswehr, für das Wohl der Mieter der ehemaligen Bundeswehrwohnungen zu sorgen.

Heinz Maurus (CDU) warnte, durch eine Privatisierung der bundeseigenen Wohnungen könnten Orte wie Hörnum und List (Sylt) verwaisen. Die Politik der Bundesregierung zeuge von "sozialer Kälte". Auch Renate Gröpel (SPD) betrachtete die Entwicklung auf dem Sylter Wohnungsmarkt mit Sorge. Sie betonte, der Wohnraum auf der Nordseeinsel müsse auf Dauer auch für deren ständige Bewohner bezahlbar bleiben.

Der FDP-Abgeordnete Heiner Garg warnte ebenfalls vor einem Ausverkauf der Kommunen auf Sylt. Zudem würde dies auch dem "Regionalplan 5" widersprechen. Irene Fröhlich (Grüne) rief dazu auf, die Sylter Gemeinden bei ihrem Anliegen zu unterstützen und die sozialen Strukturen auf der Insel zu erhalten. Allerdings bestehe das Problem nicht erst seit heute, sondern schon seit Jahren. Lars Harms (SSW) sprach von "völlig verdorbenen Marktpreisen" für Sylter Immobilien, die eine Inselflucht zur Folge hätten. Die Bundesregierung dürfe deshalb beim Verkauf ihrer Wohnungen nicht nur auf das Geld sehen.

Beschlussfassung: Der Antrag (Drs. 15/2643) wurde in der Form des Änderungsantrages (Drs. 15/2665) einstimmig angenommen.

Hintergrund:
  Während in Schleswig-Holstein die Mieten im gehobenen Segment stagnieren und in den kreisfreien Städten teilweise Wohnungs-Leerstände anzutreffen sind, wird im ganzen Land preiswerter Wohnraum knapp. Ein konkretes Beispiel für diese Entwicklung ist der geplante Verkauf von 539 bundeseigenen Wohnungen auf der Insel Sylt. Die Mieter fürchten erhebliche Mietsteigerungen nach einer Privatisierung. Kaufverhandlungen mit den Gemeinden Westerland, List und Hörnum scheiterten an den hohen Preisvorstellungen des Bundesvermögensamtes.

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