Auf dieser Seite: Girls` Day / Kindergesundheit

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Top 21: 
Bericht zur Umsetzung des "Girls’ Day" am 8. Mai 2003
Antrag der Fraktionen von SPD und BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN

Drucksache: 15/2641neu
-Plenarprotokoll-
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Kindergesundheitsbericht
Antrag der Fraktion der CDU – Drucksache 15/2241
Bericht und Beschlussempfehlung des Sozialausschusses
(Ausschussüberweisung 78. Sitzung am 22. Januar 2003)
Drucksache:15/2638neu
-Plenarprotokoll-
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Dem Papa über die Schulter gucken
Girls`Day findet immer mehr Zuspruch

Kiel (SHL). Althergebrachte Rollenmodelle und Geschlechterklischees überwinden und dabei neue berufliche Perspektiven eröffnen – das ist das Ziel des "Girls’ Day " an diesem, dem heutigen 8. Mai 2003. Einige tausend Betriebe und Behörden in ganz Deutschland machen beim dritten "Mädchenzukunftstag" mit. Schülerinnen der Klassen 5 bis 10 können sich vom Unterricht befreien lassen und einen Blick in Werkstätten, Büros, Labore oder technische Abteilungen werfen. Der Tag soll zu einem festen Bestandteil in der Berufsfindungsphase von Mädchen werden, die sich nur selten für einen technischen Beruf entscheiden. Die Veranstalter rechnen bundesweit mit nahezu 100.000 Teilnehmerinnen. Anlass für den Landtag, am "Girls’ Day" über Geschlechterunterschiede und Berufschancen in Schleswig-Holstein zu debattieren.

Gegenüber dem Vorjahr habe sich das Angebot im Land verdoppelt, bilanzierte Frauenministerin Anne Lütkes (Grüne) in ihrem Bericht zur Umsetzung des "Girls’ Day" in Schleswig-Holstein, den alle Landtagsparteien beantragt hatten. 110 Anbieter hätten über 1.400 Plätze zur Verfügung gestellt. Dennoch, so die Ministerin, sei die "Verfassungswirklichkeit" noch immer ein gutes Stück von einer umfassenden Gleichstellung der Geschlechter entfernt. Weiteren Fortschritt soll deshalb der nächste "Girls’ Day" bringen, der am 22. April 2004 stattfinden wird.

Birgit Herdejürgen (SPD) betonte, der "Girls’ Day" sei mehr als ein Berufspraktikum. Er solle schon früh, vor der Berufswahl, zum Nachdenken anregen. Hintergrund: Drei Viertel aller Mädchen entschieden sich für einen von 20 typischen Frauen-Berufen, die meistens nur wenig Prestige und Aufstiegsmöglichkeiten böten.

Jutta Scheicht (CDU) griff ein altes Vorurteil auf: "Frauen und Technik – da prallen zwei Welten aufeinander". Doch die Zeiten hätten sich geändert. Ein Beispiel hierfür: In Lübeck hätten sich im letzten Semester erstmals mehr Frauen als Männer zum Studium eingeschrieben. Mehr noch: 26,5 % der Frauen schlössen die Schule mit dem Abitur ab, der Männeranteil liege lediglich bei 19,5 Prozent. Bedauerlich sei, dass junge Frauen diese Chancen häufig nicht nützten.

Veronika Kolb (FDP) verwies darauf, dass auch die Unternehmen vom "Girls’ Day" profitierten. 49 Prozent der Teilnehmer aus dem Vorjahr erwarteten eine Steigerung des Frauenanteils bei den Auszubildenden. Laut Shell-Jugendstudie wollten auch Frauen Karriere machen – ihr Verhältnis zur Technik sei jedoch "zurückhaltender".

Irene Fröhlich (Grüne) verwies auf das Angebot des Instituts für Physik der Kieler Christian Albrechts-Universität, das unabhängig vom "Girls’ Day" Schnupperkurse für Mädchen anbiete. Der Mädchenzukunftstag sei zudem ein passender Gegensatz zum Muttertag am nächsten Sonntag, dem 11.Mai.

Silke Hinrichen (SSW) merkte an, es gebe in der Tat immer mehr weibliche Studienanfänger - Frauen seien aber dennoch in technischen Studiengängen unterrepräsentiert. Deutschland liege an letzter Stelle, was die Zahl weiblicher Führungskräfte anginge. "Nach der Schule" fange das Problem an, obwohl Mädchen in technischen Fächern häufig gut seien.

Hintergrund:
 Der Girls´ Day bietet Schülerinnen der Klassen 5 bis 10 Einblick in Berufsfelder, die Mädchen nur selten in Betracht ziehen - wie beispielsweise im technischen oder technologischen Bereich. Vor diesem Hintergrund öffnen am  Tag der Landtagsdebatte, am 8. Mai 2003, vor allem technische Unternehmen, Hochschulen und Forschungszentren ihre Türen. Dort können Mädchen anhand von praktischen Beispielen technische Berufe kennen lernen. Ziele des Girls´ Day sind vor allem die Förderung der Kontaktaufnahme zu Arbeitgebern und der Einblick in die Vielfalt der vermeintlich "nicht-weiblichen" Berufe. Am ersten Girls Day 2001 haben sich 39 Einrichtungen bundesweit beteiligt. 2002 konnten bereits mehr als 42.500 Mädchen in verschiedene technische Berufe hineinschnuppern.

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Von der Tagesordnung abgesetzt.
Voraussichtlich Juni-Tagung

Hauptredner:

Hintergrund:
 Verschiedene Faktoren beeinträchtigen die gesunde Entwicklung von Kindern in modernen Industriegesellschaften:
  • Falsche Ernährung - Allergien und Übergewicht können die Folge sein. Die Zahl der übergewichtigen Kinder hat sich in den Industriegesellschaften in den letzten 15 Jahren verdoppelt
  • Die wachsende Zahl der Ehescheidungen - in Schleswig-Holstein hat sich die Zahl der Trennungen seit 1970 mehr als verdoppelt, auf 7.641 im Jahre 2001. Kinder sind die Haupt-Leidtragenden dieser Entwicklung.
  • Armut –-45.000 Kinder lebten im Jahre 2000 in Schleswig-Holstein von Sozialhilfe.
  • Drogen – das "Einstiegsalter" in die Volksdrogen Alkohol und Nikotin sinkt beständig. Das Durchschnittsalter bei der ersten Zigarette liegt bei 11,3 Jahren.
  • Schäden in der Schwangerschaft – Fehlbildungen (zum Beispiel Spaltbildungen in Kopf und Wirbelsäule) können bei rechtzeitiger medizinischer Beratung der Mütter verhindert werden.

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