Die Neuregelung dürfe nicht zum Nachteil der Beamten ausgelegt
werden, forderte Monika Schwalm (CDU). "Wir wollen nicht,
dass es einen Besoldungswettbewerb unter den Ländern gibt."
Die Verteilung des Weihnachtsgeldes auf zwölf Monate schaffe
Planungs-Sicherheit.
Thomas Rother (SPD) bezeichnete den Antrag insgesamt als
"unzureichend". "Es darf kein besoldungsrechtlicher
Flickenteppich in Norddeutschland entstehen." Dadurch könne
es zu einer gefährlichen Konkurrenzsituation zwischen den
Ländern kommen. Die Verlängerung der Lebensarbeitszeit müsse in
Einzelfällen geprüft werden.
"Das ist ein guter Vorschlag", sagte Wolfgang Kubicki
(FDP) und erteilte Kürzungen bei Weihnachts- und Urlaubsgeld eine
Absage. Eine Verlängerung der Lebensarbeitszeit für Polizisten
sei unzumutbar. Schon jetzt würden diese Beamten
überdurchschnittlich viel Arbeit leisten, so Kubicki.
Monika Heinold (Grüne) lehnte den Antrag ab. Die CDU-Fraktion
biete keine Alternative zu der Frage: "Weniger Urlaubs- und
Weihnachtsgeld oder mehr Entlassungen." Wenn
Sonderzuwendungen gekürzt werden sollten, müsse dies jedoch
sozial ausgewogen gestaltet werden.
"Verhandeln und nicht verordnen", forderte Anke
Spoorendonk (SSW). Auch sie verlangte eine Auskopplung des
Weihnachtsgeldes aus der Öffnungsklausel durch eine Verteilung
auf die Monatsgehälter.
Finanzminister Ralf Stegner (SPD) begründete die geplanten
Kürzungen mit der Notwendigkeit, die Personalkosten zu begrenzen. Es solle auf jeden Fall eine soziale Komponente
geben: "Kürzung ja, aber sozial verträglich." Die Regierung sei dafür, für den gehobenen und höheren Dienst ab 2004 das
Urlaubsgeld zu streichen. Das "Weihnachtsgeld" könne auf einen Satz
zwischen 60 und 66 Prozent gesenkt werden.
Der Antrag wurde einstimmig federführend in den Innen- und
Rechtsausschuss und mitberatend in den Finanzausschuss
überwiesen.