Auf dieser Seite: Bahnstrecke Lübeck-Hamburg  -  TEN-Verkehrsprojekte

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Top 17: 
Elektrifizierung der Bahnstrecke Lübeck/Travemünde - Hamburg
Antrag der Fraktionen von SPD und BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN
neu: Antrag zurückgezogen

Drucksache: 15/3386
-Plenarprotokoll-
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Top 30: 
Beschleunigung der Planungsverfahren für TEN-Verkehrsprojekte
Antrag der Fraktion der CDU
Drucksache: 15/3455
-Plenarprotokoll-
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Bahnstrecke HL-HH

Neu: Antrag zurückgezogen

Hauptredner:

Hintergrund:
  Der Chef der Deutschen Bahn (DB), Hartmut Mehdorn, hat Anfang April Pläne zur Kürzung von Investitionen in das Schienennetz bekannt gegeben. In den kommenden fünf Jahren sollen bundesweit nur noch 15,3 Milliarden Euro statt der geplanten 23,6 Milliarden ausgegeben werden. Als Grund führt die DB den Wegfall von Zuweisungen aus dem Bundesetat an, die durch die fehlenden Einnahmen aus der LKW-Maut hervorgerufen wurden.
  Von den Kürzungen ist unter anderem die Bahnlinie Hamburg-Lübeck-Travemünde betroffen, die eigentlich bis 2006 elektrifiziert werden sollte. Das Projekt, das mit 85 Millionen Euro veranschlagt ist, soll sich um mindestens drei Jahre verzögern. Kommunalpolitiker und die Lübecker Wirtschaft befürchten durch die Verschiebung Standortnachteile. Zum einen werden Fahrgäste auf Schleswig-Holsteins meist befahrener Bahnstrecke weiterhin mit Dieselbetrieb 50 Minuten unterwegs sein. E-Loks würden eine Zeitersparnis von zehn Minuten bringen. Zum anderen fürchtet der expandierende Lübecker Hafen eine nicht ausreichende Verkehrsanbindung.
  SPD und Grüne im Landtag fordern die Landesregierung auf, sich bei Bund und DB für das Projekt einzusetzen.
  Letzten Meldungen zufolge ist die Finanzierung abgesichert; das Projekt soll noch vor 2008 beginnen. Dies meldet die Nachrichtenagentur dpa unter Verwies auf einen entsprechenden Bericht der "Lübecker Nachrichten".  

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TEN-Verkehrsprojekte: Verhaltene Reaktion auf CDU-Antrag
Schnellere Genehmigungsverfahren in der Diskussion

Kiel (SHL). Die CDU will der schleswig-holsteinischen Verkehrs-Infrastruktur Beine machen. Die Union forderte am Mittwoch, 26. Mai 2004, beschleunigte Genehmigungs- und Planungsverfahren für Großprojekte wie zum Beispiel für die Autobahn A 20. Während die FDP den christdemokratischen Vorstoß unterstützte, machten Regierungskoalition und SSW Bedenken geltend: Viele der Forderungen seien bereits erfüllt, zudem müssten die knappen Kassen und die Prinzipien der Bürgerbeteiligung beachtet werden.

Der Hebel, an dem die CDU ansetzen will, sind die so genannten TEN-Projekte. Trans-European Network (TEN) ist ein Programm der EU, das eine bessere Vernetzung innerhalb des Binnenmarkts und eine Vereinheitlichung des Verkehrssystems anstrebt. Diese europäische Liste soll nach CDU-Meinung möglichst zügig umgesetzt werden – nach Vorbild des Verkehrswegeplanungs- Beschleunigungsgesetzes, mit dem nach der deutschen Einheit die ostdeutsche Infrastruktur unterstützt wurde. In Schleswig-Holstein gehören zum Beispiel die Bahntrasse über den Fehmarnbelt und der Nord-Ostsee-Kanal zur TEN-Liste. Die A 20 ist als weiterer Bedarf erwähnt. Gestern wurde bei diesem Projekt der Brückenschlag über die Wakenitz bei Lübeck vorgenommen.

Trotz dieses positiven Ereignisses werde aber die Zeit knapp, beklagten CDU und FDP, denn die vereinfachten Planungsvorgaben des Projekts "Deutsche Einheit" liefen am 31. Dezember dieses Jahres aus. Die Landesregierung müsse daher im Bundesrat auf eine fortgesetzte Vereinfachung der Planungsverfahren dringen. Ansonsten drohten die Chancen der schleswig-holsteinischen Wirtschaft in Osteuropa zu leiden.

Rot-Grün verweist auf knappe Kassen

Das meiste sei bereits umgesetzt, hielt Rot-Grün dagegen – zum Beispiel gebe es seit April dieses Jahres entsprechende europäische Leitlinien. Die Verzögerungen bei der Umsetzung bei Verkehrsprojekten hätten zudem nichts mit Planungs-Defiziten, sondern mit mangelnden Finanzen zu tun. Und: Die Union wolle die Bürger-Beteiligung beim Straßen-, Schienen- oder Flughafenbau abschaffen, so der Vorwurf. Schuld habe auch der Bundesverkehrsminister, betonte der SSW, denn dieser habe die fehlenden Einnahmen durch die LKW-Maut zu verantworten.

Verkehrsminister Bernd Rohwer (SPD) bekannte sich mit Blick auf einige Stimmen bei den Grünen zum zügigen Ausbau der A 20. Der Antrag wurde an den Wirtschaftsausschuss überwiesen.

Hauptredner: Roswitha Strauß (CDU), Hermann Benker (SPD), Christel Aschmoneit-Lücke (FDP), Karl-Martin Hentschel (Grüne), Lars Harms (SSW)

Hintergrund:
  Trans-European Network (TEN) ist ein Programm der EU, das eine bessere Vernetzung innerhalb des Binnenmarkts und eine Vereinheitlichung des Verkehrssystems anstrebt. Ferner soll die Infrastruktur von Energie und Telekommunikation verbessert und das Satellitennavigationssystem Galileo entwickelt werden. Das TEN-Projekt hat eine Laufzeit von 1995 bis 2010. Das Netz beinhaltet Straßen, Eisenbahnstrecken, Binnenwasserstraßen, das europäische Hochgeschwindigkeits-Schienennetz, den kombinierten Verkehr verschiedener Verkehrsträger, Häfen, Flughäfen, Güterterminals sowie Verkehrsmanagement. Derzeit überarbeitet die EU das Transeuropäische Transportnetz (TEN-T); seine Leitlinien und 14 Hauptprojekte sollen 2004/05 entschieden sein und betreffen hauptsächlich Bahn und Autobahnen, Wasserstraßen, Güterverkehr und Informationssysteme.
  Angesichts des zunehmenden Verkehrs durch Schleswig-Holstein nach der EU-Osterweiterung fordert die CDU-Fraktion die Landesregierung auf, sich auf Bundesebene für eine vereinfachte Planungsgesetzgebung von TEN-Projekten im Lande einzusetzen.

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