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dieser Seite: Tarifautonomie
Öffentl. Dienst - Datenschutzbericht
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Top 24:
Erhalt der
Tarifautonomie im öffentlichen Dienst
Antrag der Fraktion der SPD
Antrag der Fraktion der CDU - Drs. 15/3480
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Top 33:
Tätigkeitsbericht
des Unabhängigen Landeszentrums für Datenschutz
Schleswig-Holstein für das Jahr 2004 |
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Landesregierung
will Tarifautonomie und Flächentarifvertrag im
Öffentlichen Dienst erhalten
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Kiel (SHL). Finanzminister Ralf Stegner (SPD)
hat nach der einseitigen Aufkündigung des Tarifvertrages durch
die Tarifgemeinschaft der Länder (TdL) erneut bekräftigt, die
Tarifautonomie und den Flächentarifvertrag im Öffentlichen
Dienst erhalten zu wollen. Dies seien "Garanten gegen
willkürlichen Machtmissbrauch der Arbeitgeber", betonte
der Minister am Freitag, 28. Mai 2004, im Einklang mit einem
SPD-Antrag. Der CDU, die sowohl einen mündlichen wie einen
schriftlichen Bericht des Ministers angefordert hatte, warf er
vor, die Tarifautonomie "hinten herum kaputt machen"
zu wollen. Die Opposition zweifelte Stegners Aussagen an und
warf ihm "taktische Spielchen" vor.
Monika Schwalm (CDU) stellte in Frage, wie die
SPD ihre Forderung nach Erhalt des Flächentarifvertrags im Öffentlichen
Dienst mit den Tendenzen, die Gesetzgebungskompetenz des Bundes
für die Besoldung und Versorgung der Landesbeamten auf die
Länder zu übertragen, vereinbaren wolle. Hier bestehe dringend
Beratungsbedarf. Stegner wolle auch in
Schleswig-Holstein "die Verlängerung der Arbeitszeit
insgesamt durchsetzen", mutmaßte Heiner Garg (FDP). Hinzu
kämen Weihnachts- und Urlaubsgeldkürzungen, die bereits
beschlossene Sache seien. Dies komme faktisch dem Ausstieg aus
dem Tarifvertrag gleich, so Garg.
Politik muss für Positionierung sorgen
Arbeitnehmer und Beamte sollten grundsätzlich
nicht unterschiedlich behandelt werden, konterte Stegner mit
Blick auf die beschlossene Arbeitszeitverlängerung bei den
Beamten. Das Bundesangestelltentarifgesetz (BAT) müsse daher
modernisiert werden. "Wir müssen unsere Arbeitnehmer
ordentlich behandeln", forderte der Finanzminister. Tarifverhandlungen
seien "Sache der Tarifparteien", nicht der Politik,
räumte Thomas Rother (SPD) ein. Durch die gebotene
Gleichbehandlung aller Arbeitnehmer im Öffentlichen Dienst sei
die Politik mittlerweile jedoch zu "Positionsbestimmungen"
gezwungen.
Die Bezahlung der Beamten und Angestellten
dürfe nicht auseinander laufen, forderte der
Fraktionsvorsitzende der Grünen, Karl-Martin Hentschel. Er
sprach sich für eine Modernisierung des "unflexiblen"
BAT aus. "Ein moderner Staat braucht keine Beamten",
beschied Anke Spoorendonk für die SSW-Landtagsgruppe. Benötigt
werde jedoch eine Reform des Öffentlichen Dienstrechts mit
einem Mehr an finanziellen Leistungsanreizen. Die einseitige
Kündigung des Flächentarifvertrags durch die Tarifgemeinschaft
der Länder Ende März sei "ein großer Fehler", so
Spoorendonk.
Die Anträge wurden einstimmig an den Innen- und
Rechtsausschuss überwiesen.
Hintergrund:
Ende
März hat die Tarifgemeinschaft der Länder (TdL), die
bislang bei Tarifverhandlungen mit der Gewerkschaft ver.di
und dem Deutschen Beamtenbund / Tarifunion (dbb tarifunion)
die Interessen der öffentlichen Arbeitgeber vertreten
hat, den Tarifvertrag einseitig gekündigt. Anlass
hierfür waren die angespannten Länderhaushalte, die nach
Einschätzung der TdL eine Flexibilisierung des
Tarifrechts nötig machen. Dadurch sind nun
unterschiedliche Lohn- und Arbeitszeitregelungen in den
verschiedenen Bundesländern möglich geworden.
Baden-Württemberg, Bayern, Hessen und Nordrhein-Westfalen
haben bereits eine Verlängerung der Wochenarbeitszeit von
derzeit 38,5 Stunden auf 40 beziehungsweise 42 Stunden bei
Neueinstellungen angekündigt. Die TdL bringt zudem die
Absenkung von Urlaubs- und Weihnachtsgeld ins Gespräch.
Außerdem sollen bis zu 20 Prozent des Einkommens von der
Leistung abhängig gemacht werden.
Von den rund 4,8 Millionen öffentlich
Beschäftigten in Deutschland arbeiten etwa 2,16 Millionen
bei den Ländern. 1,25 Millionen davon sind Beamte,
787.000 sind Angestellte.
Die SPD-Fraktion fordert die Landesregierung auf,
über die Auswirkung der Vertrags-Kündigung auf
Schleswig-Holstein zu berichten.
mehr
Informationen: plenum-online,
November
2003 (Beamtenbesoldung)
(www.sh-landtag.de/plenumonline/november03/texte/
09_45_10_beamte_minister.htm)
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Letzter
Datenschutzbericht
von Helmut Bäumler
DNA-Analyse und
Rasterfahndung in der Diskussion
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Kiel (SHL). Der 26. Tätigkeitsbericht des
Unabhängigen Landeszentrums für Datenschutz für das Jahr 2004
ist am Mittwoch, 26. Mai 2004, fraktionsübergreifend gewürdigt
worden. Einhellig wurde die Arbeit des scheidenden Leiters des
Zentrums, Helmut Bäumler, gelobt. Seine Nachfolge tritt Thilo
Weichert an. (plenum-online berichtete
ausführlich in der April-Ausgabe)
Im Mittelpunkt der Aussprache standen vor allem
zwei Punkte: die DNA-Analyse sowie das umstrittene Mittel der
Rasterfahndung. Letztere habe sich nach Auffassung von SPD, SSW
und FDP nicht bewährt. Die Gleichung "Mehr Überwachung
bringt mehr Sicherheit" gehe nicht auf, hieß es auch aus
den Reihen der Grünen.
Zu der in Datenschutzkreisen nicht
unumstrittenen DNA-Analyse verwiesen Landesregierung und CDU in
Einigkeit darauf, dass es sich um eine der erfolgreichsten
Methoden der Verbrechensaufklärung handele. Sie müsse daher
sogar noch erweitert werden; die noch offenen
datenschutzrechtlichen Fragen seien durchaus lösbar. Es gehe
dabei jedoch nicht um eine undifferenzierte Erweiterung, sondern
um wohlüberlegte Gesetzeslösungen.
Der Bericht wurde zur weiteren Beratung an den
Innen- und Rechtsausschuss überwiesen.
Hauptredner:
Thomas Rother (SPD),
Innenminister Klaus Buß (SPD), Johann Wadephul (CDU), Christel
Aschmoneit-Lücke (FDP), Irene Fröhlich (Grüne), Silke
Hinrichsen (SSW)
Hintergrund:
Das Unabhängige Landeszentrum für den
Datenschutz kontrolliert die Datenverarbeitung in
schleswig-holsteinischen Behörden, beanstandet Verstöße
gegen das Datenschutzrecht und fordert Mängelbeseitigung.
Zudem berät das Zentrum Behörden, Wirtschaftsunternehmen
und Bürger in allen Fragen des Datenschutzes, zum
Beispiel bei der Einrichtung neuer Computersysteme oder
bei Auslegungsfragen zum Datenschutzrecht. Über seine
Arbeit legt das Zentrum jährlich einen Tätigkeitsbericht
vor.
Im Tätigkeitsbericht 2003 monieren die
Datenschützer unter anderem die zunehmende
Video-Überwachung von öffentlichen Plätzen. So gebe es
in Deutschland bereits über 400.000 derartige Kameras.
Weitere Kritikpunkte sind unter anderem der fahrlässige
Umgang mit sensiblen Akten über psychiatrische
Behandlungen in der Kieler Uni-Klinik, die Weitergabe von
Versicherten-Daten durch Lebensversicherungen an mit ihnen
kooperierende Sparkassen sowie die Übertragung der
Datenverarbeitung an private Firmen durch einige Kommunen.
Im September scheidet der Vorsitzende des
Landeszentrums, Helmut Bäumler, nach zwölfjähriger
Tätigkeit aus seinem Amt. Zu seinem Nachfolger hat der
Landtag im April Bäumlers bisherigen Stellvertreter Thilo
Weichert gewählt.
mehr
Informationen: Landeszentrum
für Datenschutz
(www.datenschutzzentrum.de/)
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