|
Neue Gesichter bei SPD, CDU und Regierung
Kiel (SHL). Ein Dreivierteljahr vor Ende der
Wahlperiode ist es noch einmal zu einem großen Stühlerücken im
Landtag gekommen: Am Mittwoch, 26. Mai 2004, wurden mit Roswitha
Müllerwiebus (SPD) und Volker Nielsen (CDU) zwei neue Abgeordnete
von Landtagspräsident Heinz-Werner Arens verpflichtet. Zudem wurde
mit Gitta Trauernicht (SPD) ein neues Mitglied der Landes-
regierung
vereidigt. (Kurzbiographien unten auf dieser
Seite)
Der Grund für den
„Personalwechsel": Zwei alt gediente Parlamentarier haben
das "Haus an der Förde" verlassen. Die langjährige
SPD-Abgeordnete und Sozialministerin Heide Moser hat sowohl ihr
Mandat als auch ihr Ministeramt aus gesundheitlichen Gründen
aufgegeben. Mosers Platz in der SPD-Fraktion nimmt in den
nächsten Monaten Roswitha Müllerwiebus ein; als neue
Ressortchefin im Sozialministerium wird Gitta Trauernicht
fungieren.
Die CDU-Fraktion hat Thorsten Geißler nach
17-jähriger Abgeordnetentätigkeit aus ihren Reihen
verabschiedet. Als Nachfolger für Geißler, der in Lübeck Innen-
und Umweltsenator geworden ist, gehört Volker Nielsen bereits
seit dem 1. Mai der christdemokratischen Fraktion an.
Laut Geschäftsordnung des
Schleswig-Holsteinischen Landtags (Paragraph 2) verpflichtet der
Präsident die Abgeordneten durch Eid und Handschlag mit folgender
Eidesformel:
"Ich schwöre, meine
Pflichten als Abgeordnete/ Abgeordneter gewissenhaft zu erfüllen,
Verfassung und Gesetze zu wahren und dem Land unbestechlich und
ohne Eigennutz zu dienen, so wahr mir Gott helfe"
(Der Eid kann auch ohne religiöse Beteuerung
geleistet werden)
Kurzbiographien:
Roswitha
Müllerwiebus kennt den Landtag schon aus der letzten
Wahlperiode: Die 58jährige war bereits von Oktober 1998 bis März
2000 Mitglied der SPD-Fraktion. Die gebürtige Düsseldorferin
lebt in Hasloh (Kreis Pinneberg) und ist für ein großes
internationales Unternehmen der Halbleiter-Branche in Hamburg
tätig. Ihren Beruf wird sie neben ihrer Abgeordneten-Tätigkeit
auch weiterhin in Teilzeit ausüben. Als SPD-Mitglied seit 1989
ist sie unter anderem im Landes- und im Bundesparteirat aktiv.
Zudem sitzt die dreifache Mutter im Gemeinderat ihres Heimatortes,
wo sie als stellvertretende Fraktionsvorsitzende fungiert. Sie ist
stellvertretende Kreisvorsitzende der Pinneberger
Sozialdemokraten.
Volker
Nielsen kommt aus der
Dithmarscher Kommunalpolitik nach Kiel. Der 39jährige gehört
seit 1989 der CDU an und ist ehrenamtlicher Bürgermeister und
Ortsvorsitzender seiner Partei in St. Michaelisdonn sowie
stellvertretender Kreisvorsitzender der Dithmarscher
Christdemokraten. Zudem engagiert er sich als Kreisvorsitzender
der Kommunalpolitischen Vereinigung der CDU. Beruflich war der
Diplom-Verwaltungswirt bislang bei der Stadt Itzehoe beschäftigt.
Von seiner dortigen Tätigkeit als Verwaltungsprüfer hat sich
Nielsen jedoch beurlauben lassen. Im Kieler Landtag ist er bereits
seit dem 1. Mai als Mitglied im Europa- sowie als
stellvertretendes Mitglied im Innen- und Rechtsausschuss tätig.
Gitta
Trauernicht ist Schleswig-Holsteins neue Sozialministerin. Die
53jährige stammt aus Emden. Nach ihrer Ausbildung zur
Chemielaborantin hat die Mutter einer erwachsenen Tochter
Sozialpädagogik studiert und in diesem Bereich den Doktor-Titel
erworben. Anschließend war sie in verschiedenen
Verwaltungsfunktionen in Hamburg tätig, unter anderem als
Staatsrätin für Schule, Jugend und Berufsbildung und von 1997
bis 2000 als Chefin der Senatskanzlei. Von 2000 bis 2003 war
Trauernicht Sozialministerin in Niedersachsen. Nach der
Landtagswahl 2003 gehörte sie dem niedersächsischen
Landesparlament als SPD-Abgeordnete für den Wahlkreis
Georgsmarienhütte an. Mitglied ihrer Partei ist sie seit 1987.
zurück zum
Seitenanfang
|