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Auf
dieser Seite: Rechtsmedizin/Uni-Kliniken
– Flughafen Kiel-Holtenau
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Top 14:
Erhalt der Rechtsmedizin
an den Universitätsklinikstandorten Kiel und Lübeck
Antrag der Fraktion der FDP |
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Top 22:
Keine
Geldverschwendung für den Ausbau des Flughafens Holtenau
Antrag der Fraktion BÜNDNIS
90/DIE GRÜNEN |
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Landtag
will Standorte für Rechtsmedizin erhalten
Minister wirbt für
tragfähiges Konzept
im Bereich der gesamten Hochschulmedizin
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Kiel (SHL). Das rechtsmedizinische Institut in
Schleswig-Holstein mit seinen Uni-Klinik-Standorten in Kiel und
Lübeck soll erhalten bleiben. Damit entsprach der Landtag am
Freitag, 27. Mai, mit breiter Mehrheit einem Antrag der FDP, der
sich gegen eine Schließung der universitären Einrichtungen
wandte. Auch Wissenschaftsminister Dietrich Austermann (CDU)
begrüßte den Vorstoß der Liberalen grundsätzlich. Allerdings
sprach er sich dafür aus, jetzt noch keine Festschreibungen
bezüglich der Standorte zu machen. Der Minister warb für ein
tragfähiges Gesamtkonzept für die Hochschulmedizin, das darauf
abzielen müsse, bis 2010 die bisherigen finanziellen Defizite
auszugleichen.
Im Falle einer Schließung
der bestehenden Einrichtungen befürchten die Liberalen negative
Auswirkungen auf die Arbeit der Polizei und der Justiz sowie auf
die Ausbildung von Medizinstudenten. Der FDP-Antrag fordert
zudem eine zügige Wiederbesetzung des Lehrstuhls für
Rechtsmedizin und die Einführung kostendeckender Gebühren für
die Dienstleistungen des Instituts. Hintergrund: Seitens des
Universitätsklinikums Schleswig-Holstein (UKSH) bestehen
Überlegungen, das Institut für Rechtsmedizin aus
Kostengründen zu verkleinern oder zu schließen.
Der Bildungs- sowie der Innen- und
Rechtsausschuss werden weiter beraten.
Stimmen aus dem Plenum:
Ekkehard Klug (FDP): Die
rechtsmedizinischen Labore in Kiel und Lübeck sollen erhalten
bleiben, um eine theoretische und praktische Ausbildung zu
gewährleisten.
Niclas Herbst (CDU): Die Struktur und die
Qualität der rechtsmedizinischen Versorgung haben nicht nur
erhebliche Auswirkungen auf die Medizinerausbildung, sondern
sind auch für den Bereich polizeilicher Ermittlungen von
höchster Bedeutung
Jürgen Weber (SPD): Dienstleistungen,
die das Institut für Rechtsmedizin erbringt, dürfen nicht aus
dem Haushalt für Wissenschaft und Forschung subventioniert
werden, sie müssen kostendeckend beglichen werden.
Anne Lütkes (Grüne): Was eine
Einführung einer kostendeckenden Gebühr für die Opfer
bedeutet, muss geklärt werden. Dies kann zu Verschiebungen im
Haushalt führen.
Anke Spoorendonk (SSW): Eine Schließung
würde einen enormen Kompetenzverlust bedeuten, der sich neben
der Rechtsmedizin auch auf Hausärzte und Polizei erstrecken
wird.
Hintergrund:
Die FDP-
Landtagsfraktion wendet sich gegen Pläne des Vorstands
des Universitätsklinikums Schleswig-Holstein (UKSH), das
Institut für Rechtsmedizin zu verkleinern oder zu
schließen. Laut Zeitungsberichten zieht der UKSH-Vorstand
die Zusammenlegung der Standorte Kiel und Lübeck, die
Verkleinerung der Lübecker Einrichtung oder die
Schließung beider Institute in Betracht. Dies, so die
Liberalen, hätte negative Auswirkungen auf die Arbeit der
Polizei und der Justiz sowie auf die Ausbildung von
Medizinstudenten.
Die Rechtsmedizin der vormaligen Uni-Kliniken Kiel
und Lübeck wurde im Jahr 2000 unter einem gemeinsamen
Lehrstuhl zusammengefasst. 16 Mediziner am Hauptsitz Kiel
und in der Außenstelle Lübeck betreuen mit ihren
Mitarbeitern die Ausbildung von Studenten, betreiben
wissenschaftliche Forschung und bieten rechtsmedizinische
Dienstleistungen an. Zu den Forschungsschwerpunkten
zählen die Altersbestimmung, die Neurotraumatologie, der
Nachweis von Drogen im Körper und die Medizinethik.
Dienstleistungen, unter anderem für Polizei und Justiz,
sind zum Beispiel die Interpretation von Verletzungen, die
Obduktion, der Spurennachweis in Blut oder Sperma und die
Einschätzung der Schuldfähigkeit, Haftfähigkeit oder
Fahrfähigkeit. Für diese Arbeiten fordert die FDP
kostendeckende Gebühren.
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Rückenwind
für Kiel-Holtenau
Schwarz-Rot setzt auf Ausbau des
Regional-Airports / Grüner Antrag zum Ausbau-Stopp
gescheitert
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Kiel (SHL). Mit der neuen Landesregierung
zeichnet sich auch für den Regionalflughafen Kiel-Holtenau eine neue Chance
ab: Die große Koalition will die Planungen für einen Ausbau vorantreiben. Gegen die
Stimmen der Opposition lehnten CDU und SPD einen Antrag der
Grünen, das Planfeststellungsverfahren zu stoppen, ab.
Allerdings macht Schwarz-Rot die Realisierung des Projektes von
der Wirtschaftlichkeit abhängig.
Ein Bekenntnis für den Ausbau gab
Verkehrsminister Dietrich Austermann (CDU) ab. "Eine
Landeshauptstadt muss sich einen Flughafen leisten",
erklärte er, "selbst wenn dieser defizitär ist".
Thomas Stritzl (CDU) warf den Grünen vor, den Ausbau des
Flughafens Kiel-Holtenau zerreden zu wollen. "Ich will,
dass Kiel eine Zukunft hat", erklärte er. Das Land müsse
ein attraktives Gesamtsystem für die Schaffung von Arbeitsplänen
bereitstellen, forderte auch Bernd Schröder (SPD): "Flughäfen
sind wichtig für die Chancen der Region im Wettbewerb."
Der ehemalige Umweltminister Klaus Müller
(Grüne) bekräftigte dagegen die Forderung nach einem vorläufigen Planungsstopp
für den Ausbau, bis die Landesregierung ein Flugverkehrs-Entwicklungskonzept vorgelegt hat.
"Die tatsächliche verkehrliche Nutzung des Flugplatzes Holtenau spricht gegen ein Ausbauprojekt",
sagte der neue finanzpolitischer Sprecher der Grünen und befürwortete grundsätzlich eine verbesserte Anbindung zum Hamburger
Flughafen statt einer Erweiterung von Kiel-Holtenau. Der Airport
an der Kieler Förde hat derzeit nur noch eine feste
Flugverkehrslinie.
SSW:
Ausbauprojekt gehört ins Nirvana
Das Geld für das
Flughafenprojekt könne sinnvoller verwendet werden, schloss
Heiner Garg (FDP) an. Auch er warb für eine direkte
Bahnverbindung zwischen Kiel und Hamburg-Fuhlsbüttel, für die
er jährlich eine Million Fahrgäste prognostizierte. "Kiel-Holtenau ist für Charter- und überregionalen Flugverkehr
wohl der bescheuertste Standort, den man sich denken kann",
warf Lars Harms (SSW) in die Debatte ein. Das Projekt Holtenau
gehöre ins Nirvana: "Wir benötigen keine Expertisen
mehr", beschied er.
Hintergrund: Die
Diskussion über den Ausbau des Flugplatzes Holtenau spaltet
seit Jahren die Landespolitik wie die Kommunalpolitik. Während
die im März gescheiterte rot-grüne Minderheitskoalition das
Projekt nicht weiter verfolgen wollte, setzt das neue
schwarz-rote Bündnis nun auf ein gemeinsames
Entwicklungskonzept mit Hamburg, in dem auch die Frage nach dem
Ausbau des ehemaligen Marineflieger-Stützpunktes in Kiel
geklärt werden soll. Die Kieler Ratsversammlung hat unterdessen
mit den Stimmen von CDU und SPD für den Einstieg in die zweite
Planungsphase votiert. Die Union hat sich damit sowohl gegen
ihren Kieler Kooperationspartner, die Grünen, als auch gegen
Oberbürgermeisterin Angelika Volquartz (CDU) gestellt. Laut
einem Gutachten des Wirtschaftsministeriums vom Oktober letzten
Jahres wird der Umbau 48,1 Millionen Euro kosten. Die
Flughafengesellschaft benötige zunächst öffentliche
Finanzspritzen, könne aber, so die Prognose, ab 2015
kostendeckend arbeiten. Voraussetzung sei ein Ausbau der
Landebahn auf 1.950 Meter. Damit, so das Ministerium, wäre der
Flugplatz für einen Linienverkehr nach München, Stuttgart oder
Frankfurt attraktiv.
Hintergrund:
Die Grünen im Landtag fordern
einen vorläufigen Planungsstopp für den Ausbau des
Regional-Flughafens Kiel-Holtenau, bis die Landesregierung
ein Flugverkehrs-Entwicklungskonzept vorgelegt hat. Zudem
spricht sich die Grüne Fraktion gegen Charter-Flugverkehr
auf dem Flugplatz im Norden der Landeshauptstadt aus und
bekräftigt ihre Forderung nach einer schnellen
Bahnverbindung zwischen Kiel und dem Airport
Hamburg-Fuhlsbüttel.
Die Diskussion über den Ausbau des Flugplatzes
Holtenau spaltet seit Jahren die Landespolitik wie die
Kommunalpolitik. Während die im März gescheiterte
rot-grüne Minderheitskoalition das Projekt nicht weiter
verfolgen wollte, setzt das neue schwarz-rote Bündnis nun
auf ein gemeinsames Entwicklungskonzept mit Hamburg, in
dem auch die Frage nach dem Ausbau des ehemaligen
Marineflieger-Stützpunktes in Kiel geklärt werden soll.
Die Kieler Ratsversammlung hat unterdessen mit den Stimmen
von CDU und SPD für den Einstieg in die zweite
Planungsphase votiert. Die Union hat sich damit sowohl
gegen ihren Kieler Kooperationspartner, die Grünen, als
auch gegen Oberbürgermeisterin Angelika Volquartz (CDU)
und die Proteste zahlreicher Anwohner gestellt.
Laut einem Gutachten des Wirtschaftsministeriums
vom Oktober letzten Jahres wird der Umbau 48,1 Millionen
Euro kosten. Die Flughafengesellschaft benötige zunächst
öffentliche Finanzspritzen, könne aber, so die Prognose,
ab 2015 kostendeckend arbeiten. Voraussetzung sei ein
Ausbau der Landebahn auf 1.950 Meter. Damit, so das
Ministerium, wäre der Flugplatz für einen Linienverkehr
nach München, Stuttgart oder Frankfurt attraktiv.
mehr
Informationen: plenum-online,
September
2004
(www.sh-landtag.de/plenumonline/september2004/texte/13_luftverkehr.htm)
Infos zum Flughafen
Kiel-Holtenau
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