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„Fischstäbchen schwimmen im
Meer und Pommes wachsen am Strauch! Das ist
die Vorstellung vieler Kinder und Jugendlicher über die Herkunft
ihres Lieblingsessens."
(Die stellvertretende CDU-Fraktionsvorsitzende
Herlich Marie Todsen-Reese in der Debatte über Umweltbildung)
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Umweltbildung:
Koalition beklagt
"erschreckende Wissens-Erosion"
Opposition kritisiert Kürzung beim
Freiwilligen Ökologischen Jahr
Kiel (SHL/11.05.)
"Nur was man kennt, kann man lieben und schützen" – so
hat Umweltminister Christian von Boetticher (CDU) den hohen
Stellenwert der Umweltbildung umrissen. Das Verständnis für Umwelt- und
Naturthemen sei angesichts des Klimawandels von großer Bedeutung,
so von Boetticher in seinem von Schwarz-Rot beantragten
Regierungsbericht. Alle Fraktionen lobten die verschiedenen Projekte
im Lande. Die Opposition kritisierte aber auch die von der Koalition
vorgenommenen Mittelkürzungen für das Freiwillige Ökologische
Jahr (FÖJ) und das Bündnis entwicklungspolitischer Initiativen
(BIN).
Zum Bereich Umweltbildung gehören etwa
Naturerlebnisräume, Waldkindergärten, Schutzstationen wie das
Geltinger Birk, das Nationalparkzentrum Multimar Wattforum Tönning,
der Erlebniswald Trappenkamp oder die Akademie für Natur und Umwelt
in Neumünster. Adressaten der Angebote sind vor allem Kinder und
Jugendliche, aber auch Multiplikatoren wie Erzieher oder Lehrer.
Hier, so hieß es bei der Koalition, werde der "erschreckenden
Wissens-Erosion" bei vielen Kindern über Pflanzen, Tiere und
ökologische Zusammenhänge begegnet. Eine intakte Umwelt sei zudem
auch eine entscheidenden Basis für wirtschaftlichen Erfolg und
Wohlstand.
Die Opposition griff die FÖJ-Kürzungen an. In
diesem und im nächsten Jahr sollen die Projektträger für die 150
beteiligten jungen Leute mit 1,256 Millionen Euro auskommen – das sind knapp
340.000 weniger als in den Jahren zuvor. Die Zuschüsse für das BIN
wurden sogar komplett gestrichen. Dies sei ein "falsches
Signal" und "verantwortungslos", so die Kritik von
FDP, Grünen und SSW.
Der Umwelt- und Agrarausschuss sowie der
Bildungsausschuss beraten den Bericht abschließend.
Weitere
Redner: Herlich Marie
Todsen-Reese (CDU), Sandra Redmann (SPD), Günther Hildebrand (FDP),
Monika Heinold (Grüne), Lars Harms (SSW)
Hintergrund:
In einem von CDU und SPD beantragten
schriftlichen Bericht legt die Landesregierung dar, wie es
um die Umweltbildung in Schleswig-Holstein steht.
Umweltbildung ist für die Landesregierung ein
wesentlicher Baustein vorsorgender Umweltpolitik. Sie soll
neue Leitbilder für umweltgerechtes Wirtschaften, für
veränderte, umweltgerechte Lebensstile und für einen
internationalen, sozialen Ausgleich fördern.
Das Umweltministerium ist laut Bericht in der
Umweltbildung in erster Linie im außerschulischen
Bildungsbereich aktiv. Hierzu gehören etwa die Akademie
für Natur und Umwelt in Neumünster, das Angebot an 150
junge Leute bis 27, ein Freiwilliges Ökologisches Jahr (FÖJ)
abzuleisten, oder die Jugendwaldheime in Hartenholm (Kreis
Segeberg) und Süderlügum (Kreis Nordfriesland). Zudem
vermitteln die Angebote im Nationalpark Wattenmeer, im
Multimar-Wattforum Tönning, im Naturerlebniswald
Trappenkamp und die Naturerlebnisräume im Lande
umfangreiches Umweltwissen.
Die verschiedenen Projekte werden jeweils aus dem
Landeshaushalt bezuschusst. So erhält das FÖJ in diesem
und im nächsten Jahr je 1,256 Millionen Euro. Das sind
knapp 340.000 weniger als in den Jahren zuvor, was
Proteste hervorgerufen hat. Die Umweltakademie soll 2007
rund 954.000 und 2008 etwa 831.000 Euro erhalten. Ein
Betrag von 600.000 Euro geht an das Pädagogische Zentrum
Wald und an die Jugendwaldheime.
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