Bundesweit wird seit Monaten eine kontroverse
Diskussion über eine mögliche Überlastung der Schüler durch G
8
geführt. Schleswig-Holstein ist das vorletzte Bundesland, das auf
G 8 umsteigt. Im Norden war die Neuerung zunächst in einem
Modellversuch an acht Gymnasien getestet worden. Diese gründliche
Vorgehensweise habe sich bewährt, betonte die Ministerin. Ein
zentrales Element der Verkürzung der Schulzeit sei die Stärkung
des Ganztagsunterrichts. Erdsiek-Rave verwies darauf, dass
inzwischen 89 der 99 Gymnasien im Lande ein Mittagsangebot hätten
und bereits 63 Oberschulen Ganztagsbetreuung anböten.
„Herausforderung für die Schüler"
Durch die Schulzeitverkürzung erhöhe sich die
Wochenstundenzahl bis zur 9. Klasse lediglich um zwei Stunden,
unterstrich Sylvia Eisenberg (CDU). Zudem würden den Gymnasien 36
neue Planstellen im nächsten Schuljahr zur Verfügung gestellt.
Eine „Entrümpelung der Lehrpläne" sei vor diesem
Hintergrund nicht notwendig.
Henning Höppner (SPD) sah durchaus eine „Herausforderung
für die Schüler" durch G 8. Es gebe hierzu aber „keine
Alternative", weil 14 andere Länder bereits die Verkürzung
vollzogen hätten. Die Lehrer forderte er auf, den Schülern „keine
unrealistische Mehrbelastung" aufzubürden.
Schwarz-Rot „verweigert unerlässliche
Rahmenbedingungen"
„Die Große Koalition verweigert den Gymnasien
die für eine Schulzeitverkürzung unerlässlichen
Rahmenbedingungen", argwöhnte dagegen Ekkehard Klug (FDP).
So bekämen die Schulen bislang keine Landeszuschüsse für den
Betrieb von Ganztagsangeboten. Und: „Die Schulen erhalten nicht
die Lehrerstellen, die sie in Anbetracht ihrer Schülerzahlen und
des Mehrbedarfs für die Umsetzung von G 8 benötigen."
Auch Angelika Birk (Grüne) forderte mehr Lehrer,
da die Schülerzahl in den letzten Jahrzehnten massiv gestiegen
sei, die der Lehrer jedoch nur mäßig. „In diese Situation
trifft nun G