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Auf dieser Seite: Wahlgesetz 

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Entwurf eines Gesetzes zur Änderung des Wahlgesetzes für den Landtag von Schleswig-Holstein (Landeswahlgesetz - LWahlG)

Gesetzentwurf der Fraktion BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN

Kaum Chancen für Absenkung 
des Wahlalters

Koalition uneins zu Gesetzentwurf der Grünen

Kiel (SHL/06.05.) Die von den Grünen anvisierte Senkung des aktiven Wahlalters bei Landtagswahlen von 18 auf 16 Jahre spaltet den Landtag: Während sich SPD und SSW einen solche Neuregelung vorstellen können, stehen Christdemokraten und Liberale diesem Vorhaben skeptisch gegenüber. Die Festlegung der Altersgrenze sei „willkürlich" und nicht verfassungsgemäß, so die Begründung von CDU und FDP. Innenminister Lothar Hay (SPD) stellte in der Debatte klar, dass die Landesregierung es grundsätzlich befürworte „die Mitwirkungsrechte der Jugendlichen zu erweitern". Das Wahlrecht mit 16 wäre ein „erster Schritt dahin". Allerdings sollte es bei einer Senkung des aktiven Wahlalters einen möglichst großen Konsens geben, der „sich in der Bevölkerung widerspiegelt". Einer Gesetzesänderung schon zur nächsten Landtagswahl erteilte Hay eine Absage: Die Vorbereitungen dafür seien bereits gelaufen, erklärte der Minister. Der von den Grünen vorgelegte Gesetzentwurf wurde an den Innen- und Rechtsausschuss überwiesen.

„Die Politik muss ein klares Signal für die junge Generation aussenden: Sie ist uns wichtig, wir wollen sie an allen politischen Entscheidungen beteiligen", begründete Monika Heinold (Grüne) den Vorstoß ihrer Fraktion. Schließlich sei es die junge Generation, die von den Konsequenzen der heutigen Entscheidungen am stärksten betroffen sei. Ein fairer Interessenausgleich zwischen Generationen lasse sich auch anders herbeiführen, hielt Peter Lehnert (CDU) dagegen. Das Wahlrecht mit 16 hätte lediglich „eine billige Alibifunktion".

Verfassungsrechtliche Bedenken brachte Wolfgang Kubicki (FDP) in die Debatte ein: „Verantwortung zu übernehmen bedeutet in der Konsequenz nicht nur mehr Rechte zu genießen. Sie bedeutet auch, dass man für die Folgen aus den eigenen Handlungen einsteht", konstatierte er und warnte davor, dass eine Senkung des Wahlalters zu einer Diskussion um die Senkung der Volljährigkeitsgrenze und damit zu einer früheren Anwendung des Erwachsenenstrafrechtes führen könnte.

SPD bedauert Skepsis beim Koalitionspartner

Klaus-Peter Puls (SPD) bedauerte die Skepsis des Koalitionspartners CDU: Er teile die Auffassung der Grünen, „junge Menschen so früh wie möglich an politischen Entscheidungen teilhaben zu lassen". Puls erinnerte daran, dass die SPD bereits im letzten Landtagswahlkampf für eine Senkung des aktiven Wahlalters eingetreten sei.

„Junge Erwachsene können die Folgen ihrer Entscheidungen abwägen", schloss Lars Harms (SSW) an. Dies sei das entscheidende Kriterium, um das Wahlalter zu senken. Allerdings gelte es die verfassungsrechtlichen Bedenken ernst zu nehmen. So würden beispielsweise das aktive und das passive Wahlrecht nach einer Wahlalterabsenkung nicht mehr übereinstimmen.

Laut den Grünen sollen 16- und 17-Jährige schon zur nächsten Landtagswahl im Mai 2010 wählen dürfen. Der Gesetzentwurf der Oppositionspartei zielt allerdings nur auf das aktive, nicht aber auf das passive Wahlrecht: Die jugendlichen dürften also nur wählen, könnten aber nicht selbst Landtagsabgeordnete werden. Bisher gibt es kein Bundesland, in dem schon 16-Jährige den Landtag wählen dürfen. Anders sieht es bei Kommunalwahlen aus: Hier haben die Jugendlichen im Norden – wie auch in fünf weiteren Bundesländern – bereits das Wahlrecht.

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Hintergrund:
Schon 16-Jährige sollen nach dem Willen der Grünen über die Zusammensetzung des Schleswig-Holsteinischen Landtages mitentscheiden können. Die Oppositionsfraktion hat einen Gesetzentwurf zur Senkung des aktiven Wahlalters von 18 auf 16 Jahre vorgelegt. Die Neuregelung soll ab der nächsten Landtagswahl im Mai nächsten Jahres gelten. Die Initiative der Grünen zielt allerdings nur auf das aktive, nicht aber auf das passive Wahlrecht: 16-Jährige dürften also nur wählen, könnten aber nicht selbst Landtagsabgeordnete werden.

Da junge Menschen am längsten von den Konsequenzen politischer Entscheidungen betroffen seien, sollten sie auch früher mitentscheiden können, heißt es zur Begründung. Zudem gebe es auch keine objektiv messbare „Reife zur Wahl". Während SPD und SSW in ersten Reaktionen dem Vorstoß positiv gegenüberstanden, signalisierten CDU und FDP Ablehnung.

  Bei Kommunalwahlen dürfen 16-Jährige an die Wahlurne

Bisher gibt es kein Bundesland, in dem schon 16-Jährige den Landtag wählen dürfen. Anders sieht es bei Kommunalwahlen aus: Hier haben die Jugendlichen im Norden – wie auch in fünf weiteren Bundesländern – bereits das Wahlrecht.

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Themen-Übersicht

A k t u e l l e s

Aktuelle Stunde: - - -

Dringlichkeit:  
HSH Nordbank

Außerdem notiert: 
Der Landtag trauert...
...um Heide Moser


Herzlichen Glückwunsch... ...Holger Astrup

I n n e n  / R e c h t

2. Lesungen:

Rundfunkänderungs- Staatsvertrag
(ohne Aussprache)
Bauordnung / Feuermelder
(ohne Aussprache)
Planungsrecht / Entwicklungsplan
(ohne Aussprache)
1. Lesungen:
Wahlgesetz / Wahlalter
Funktionalreform Kommunen
Verwaltungsgesetz / Meldewesen
(ohne Aussprache)
Verwaltungsgesetz / Telekommunikation
(ohne Aussprache)
Anträge:
Neuwahlen
Flüchtlingspolitik
Denkmalschutz
(ohne Aussprache)
Berichte:

Petitionsausschuss
(ohne Aussprache)

Verfassungsschutzbericht
(ohne Aussprache)

Datenschutzbericht
(ohne Aussprache)

W i r t s c h a f t  /
V e r k e h r  /  T e c h n i k

Anträge:
Flughafen Lübeck
Bahn Segeberg-Hamburg
Funk-Frequenzbereich
CO2-Endlager
Investitionsprogramm für
den Mittelstand
Konjunkturpaket II
(ohne Aussprache)
Berichte:

Anerkennung von Abschlüssen im Ausland

CCS-Versuchsprojekt
(ohne Aussprache)

Deutsch-dänische Infrastruktur
(ohne Aussprache)

F i n a n z e n

Antrag:
Grundstückserwerb
(ohne Aussprache)
Berichte:

HSH Nordbank

Sparkassen

Mehrwertsteuersatz

Finanzplanung
(ohne Aussprache)

S o z i a l e s  / A r b e i t  / G e s u n d h e i t

Antrag:
Barrierefreie Bauten
(ohne Aussprache)
Berichte:

Europ. Verbraucherschutz

Med. Versorgungszentren

Kindergeld / Wohngeld
(ohne Aussprache)

Frauen in Führungspositionen
(ohne Aussprache)

 A g r a r  /  U m w e l t  / 
E n e r g i e  / F o r s t e n

Antrag:
Gentechnik
Bericht:

Klimaschutzziele
(ohne Aussprache)

 B i l d u n g  /  K u l t u r  / W i s s e n s c h a f t

1. Lesung:
Leibniz-Institut für Pädagogik der Naturwissenschaften
(ohne Aussprache)
Anträge:
Wissenschaftsminister- Konferenz
Lärmschutz in Bildungseinrichtungen
Berichte:

Denkmalschutz Uni Kiel

Volksbegehren Realschulen
(ohne Aussprache)

 E u r o p a  / O s t s e e –
k o o p e r a t i o n

Große Anfrage:
Soziales Europa
Anträge:
Parlamentsforum Nordsee
Europaschulen
Bericht:

Europabericht 2009