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Auf dieser Seite: Funktionalreform Kommunen

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Entwurf eines Gesetzes zur interkommunalen Funktionalreform

Gesetzentwurf der Landesregierung / Federführend ist das Innenministerium

Opposition lehnt innerkommunale
Funktionalreform ab

Kiel (SHL/06.05.) Die Landesregierung will die Verwaltung in den Kommunen bürgernäher gestalten. Darauf zielt ein Gesetzentwurf für eine innerkommunale Funktionalreform ab, wonach Kreisaufgaben auf Ämter und amtsfreie Gemeinden übertragen werden können – sofern die Aufgabenempfänger dazu bereit sind. Zusätzlich muss laut dem Gesetzvorhaben sichergestellt sein, dass die Aufgaben jeweils für mindestens 20.000 Einwohner wirtschaftlich und professionell wahrgenommen werden. Konkret gehe es beispielsweise um Baugenehmigungen, Genehmigungen für bestimmte Eingriffe in Natur und Landschaft oder straßenverkehrsrechtliche Anordnungen wie die Einrichtung von Tempo-30-Zonen. Der Gesetzentwurf aus dem Innenministerium stieß vor allem bei der Opposition in Erster Lesung auf Kritik.

Die FDP kritisierte eine zu restriktive Zielrichtung, was eine sinnvolle Aufgabenverteilung zwischen den kommunalen Verwaltungen verhindere. Für die Grünen bedeutet ein weiterer Zusammenschluss von Ämtern und Gemeinden zu Verwaltungsgemeinschaften noch weniger Transparenz und demokratische Kontrolle. Und der SSW monierte, der vorliegende Vorschlag trage den Namen Reform völlig zu Unrecht.

Der Gesetzentwurf sieht außerdem vor, dass Städte mit mehr als 60.000 Einwohnern den Sonderstatus "Große kreisangehörige Stadt" erhalten. Daraus ergibt sich der Anspruch der Stadt, vom Kreis eine Reihe von Aufgaben des Naturschutzes zu übernehmen, etwa einzelne Anordnungen zum Schutz bestimmter Landschaftsbestandteile, kleine Eingriffe in Natur und Landschaft sowie die Ausweisung von Landschaftsschutzgebieten innerhalb der Stadt. Die Übertragung weiterer Aufgaben können der Kreis und die Große kreisangehörige Stadt vereinbaren. Bisher hat in Schleswig-Holstein nur Norderstedt diesen Status.

Im Innen- und Rechtsausschuss soll nun weiter beraten werden.

Hauptredner: Innenminister Lothar Hay (SPD), Werner Kalinka (CDU), Klaus-Peter Puls (SPD), Günther Hildebrand (FDP), Karl-Martin Hentschel (Grüne), Lars Harms (SSW)

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Hintergrund:
Die Landesregierung will die Verwaltung bürgernäher gestalten. Dieses Ziel hat ein Gesetzentwurf für eine innerkommunale Funktionalreform, wonach Kreisaufgaben auf Ämter und amtsfreie Gemeinden übertragen werden können.

Voraussetzung ist, dass alle Ämter und amtsfreien Gemeinden eines Kreises bereit sind, einzelne Aufgaben zu übernehmen. Zusätzlich muss sichergestellt sein, dass die Aufgaben jeweils für mindestens 20.000 Einwohner wirtschaftlich und professionell wahrgenommen werden. In Betracht kommen die Bauaufsicht sowie Aufgaben der Verkehrsaufsicht und des Naturschutzes. Konkret geht es beispielsweise um Baugenehmigungen, Genehmigungen für bestimmte Eingriffe in Natur und Landschaft oder straßenverkehrsrechtliche Anordnungen wie die Einrichtung von Tempo-30-Zonen.

  Sonderstatus „Große kreisangehörige Stadt"

Der Gesetzentwurf sieht außerdem vor, dass Städte mit mehr als 60.000 Einwohnern den Sonderstatus "Große kreisangehörige Stadt" erhalten. Daraus ergibt sich der Anspruch der Stadt, vom Kreis eine Reihe von Aufgaben des Naturschutzes zu übernehmen, etwa einzelne Anordnungen zum Schutz bestimmter Landschaftsbestandteile, kleine Eingriffe in Natur und Landschaft sowie die Ausweisung von Landschaftsschutzgebieten innerhalb der Stadt. Die Übertragung weiterer Aufgaben können der Kreis und die "Große kreisangehörige Stadt" vereinbaren. Die Regelungen kommen auch für Städte in Betracht, die bisher kreisfrei sind und sich für die Eingliederung in einen Kreis entscheiden. "Große kreisangehörige Stadt" ist bisher nur Norderstedt im Kreis Segeberg. Der Gesetzentwurf nimmt dieses Modellprojekt jetzt in das Kommunalverfassungsrecht auf.

Nach Darstellung des Innenministeriums ist der Gesetzentwurf die Folge der Zusammenlegung von Amts- und Gemeindeverwaltungen. Deren Zahl hat sich in den vergangenen acht Jahren von 222 auf heute noch 146 verringert. Die Regierung rechnet damit, dass die Übernahme neuer Aufgaben weitere Kommunen überzeugt, größere Verwaltungen zu bilden.

Debatte zum Thema (2. Lesung Verwaltungsstrukturreform): 
plenum-online
Dezember 2006

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Themen-Übersicht

A k t u e l l e s

Aktuelle Stunde: - - -

Dringlichkeit:  
HSH Nordbank

Außerdem notiert: 
Der Landtag trauert...
...um Heide Moser


Herzlichen Glückwunsch... ...Holger Astrup

I n n e n  / R e c h t

2. Lesungen:

Rundfunkänderungs- Staatsvertrag
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Bauordnung / Feuermelder
(ohne Aussprache)
Planungsrecht / Entwicklungsplan
(ohne Aussprache)
1. Lesungen:
Wahlgesetz / Wahlalter
Funktionalreform Kommunen
Verwaltungsgesetz / Meldewesen
(ohne Aussprache)
Verwaltungsgesetz / Telekommunikation
(ohne Aussprache)
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Flüchtlingspolitik
Denkmalschutz
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Berichte:

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(ohne Aussprache)

Verfassungsschutzbericht
(ohne Aussprache)

Datenschutzbericht
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W i r t s c h a f t  /
V e r k e h r  /  T e c h n i k

Anträge:
Flughafen Lübeck
Bahn Segeberg-Hamburg
Funk-Frequenzbereich
CO2-Endlager
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den Mittelstand
Konjunkturpaket II
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Anerkennung von Abschlüssen im Ausland

CCS-Versuchsprojekt
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Deutsch-dänische Infrastruktur
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F i n a n z e n

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Mehrwertsteuersatz

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S o z i a l e s  / A r b e i t  / G e s u n d h e i t

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Barrierefreie Bauten
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Europ. Verbraucherschutz

Med. Versorgungszentren

Kindergeld / Wohngeld
(ohne Aussprache)

Frauen in Führungspositionen
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 A g r a r  /  U m w e l t  / 
E n e r g i e  / F o r s t e n

Antrag:
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Bericht:

Klimaschutzziele
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 B i l d u n g  /  K u l t u r  / W i s s e n s c h a f t

1. Lesung:
Leibniz-Institut für Pädagogik der Naturwissenschaften
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Anträge:
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Lärmschutz in Bildungseinrichtungen
Berichte:

Denkmalschutz Uni Kiel

Volksbegehren Realschulen
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 E u r o p a  / O s t s e e –
k o o p e r a t i o n

Große Anfrage:
Soziales Europa
Anträge:
Parlamentsforum Nordsee
Europaschulen
Bericht:

Europabericht 2009