zurück zur aktuellen Ausgabe von plenum-online

plenum-online wird während der Tagung ständig aktualisiert. Betätigen Sie bitte bei Aufruf einer Seite die Funktion "Neu laden" , "Aktualisieren" oder "reload", um ggf. die neueste Fassung zu erhalten.  

Auf dieser Seite: Mehrwertsteuersatz

xxx

Top 13:
Umsetzung des ECOFIN-Beschlusses zur 
Anwendung reduzierter Mehrwertsteuersätze

Antrag der Fraktion der FDP

Keine Mehrheit für Mehrwertsteuer-Vorstoß

Kiel (SHL/07.05.) Die Liberalen im Landtag greifen einen Beschluss der EU-Finanzminister aus dem März auf und fordern, die Mehrwertsteuer in einer Reihe von Dienstleistungsbranchen von 19 auf sieben Prozent abzusenken. Dies soll nach Auffassung der FDP etwa für Hotels, Gaststätten, dem Handwerk, für häusliche Betreuung und die Baubranche gelten. So würden Arbeitsplätze gesichert, und es werde mehr Flexibilität bei den Preisen geschaffen, betonte Fraktionschef Wolfgang Kubicki. Im Plenum biss er allerdings bei allen anderen Fraktionen auf Granit: Viel effektiver als eine neue Sonderregelung sei eine geschlossene Überarbeitung des komplizierten deutschen Steuerrechts. Und: In den öffentlichen Kassen würden so weitere Löcher aufgerissen.

Hintergrund: Die EU-Finanzminister hatten beschlossen, den Mitgliedsstaaten freizustellen, ob sie für bestimmte „arbeitsintensive Dienstleistungen" eine verminderte Mehrwertsteuer erheben. Eine Reihe von Ländern hatte allerdings zugleich erklärt, hiervon nicht Gebrauch machen zu wollen – darunter Deutschland. Unterdessen hat sich die Politik in verschiedenen Bundesländern, ebenso wie die Nord-Liberalen, dem Vorschlag angeschlossen, zum Beispiel der Landtag von Mecklenburg-Vorpommern und die bayrische CSU.

Der Finanzausschuss berät das Thema weiter.

Weitere Redner: Peter Sönnichsen (CDU), Anna Schlosser-Keichel (SPD), Monika Heinold (Grüne), Anke Spoorendonk (SSW), Finanzminister Rainer Wiegard (CDU)

Druckversion

zurück zum Textanfang

Hintergrund:
Die FDP fordert, dass eine Reihe von Dienstleistungsbranchen statt 19 nur noch sieben Prozent Mehrwertsteuer zahlen müssen – etwa Hotels, Gaststätten, Handwerker, häusliche Betreuung und die Baubranche. Die Landesregierung soll sich hierfür im Bundesrat einsetzen. Die Steuersenkung würde nach Auffassung der Liberalen die Konjunktur ankurbeln und Arbeitsplätze sichern.

Mit der Initiative bezieht sich die FDP auf eine Absprache der EU-Finanzminister vom Monatsanfang. Demnach können die EU-Staaten künftig für bestimmte „arbeitsintensive Dienstleistungen" eine verminderte Mehrwertsteuer erheben. Das gilt auch für Friseure, Fensterputzer und Reinigungskräfte in Haushalten. Ebenso können Unternehmen, die kleinere Reparaturen an Fahrrädern, Schuhen, Lederwaren oder Kleidung vornehmen, von der Reform profitieren. Es ist den EU-Staaten freigestellt, diese Änderung auf nationaler Ebene einzuführen oder nicht.

   Bundeskanzlerin hat Veto eingelegt

Auch die Mehrwertsteuer für private Bau- und Sanierungsarbeiten, für Fahr- und Pflegedienste für Kranke, Alte oder Kinder sowie Bücher in jeder Form – also auch auf CD-ROMs – kann gesenkt werden. Hier müssen derzeit 19 Prozent Umsatzsteuer gezahlt werden. Andere Produkte und Dienstleistrungen wie Lebensmittel, Bücher, Zeitschriften sowie Bus- und Bahntickets genießen dagegen bereits den ermäßigten Mehrwertsteuersatz von sieben Prozent.

Auf Bundesebene hatte die CSU die gleiche Forderung erhoben wie die Nord-Liberalen. Nach dem Veto der SPD und von Kanzlerin Angelika Merkel (CDU) will die CSU das Thema aber erst nach der Bundestagswahl im September wieder aufgreifen. Auch im Bundestag lautete Mitte März der Tenor in dieser Frage: „Keine Schnellschüsse". Demgegenüber hat der Landtag von Mecklenburg-Vorpommern Anfang April geschlossen eine Mehrwertsteuer-Reduzierung für arbeitsintensive Dienstleistungen gefordert.

Vorherige Debatte zum Thema (Mehrwertsteuersatz für Arzneimitteil): plenum-online, Dezember 2007

zurück zum Textanfang

* * * * *

 

Themen-Übersicht

A k t u e l l e s

Aktuelle Stunde: - - -

Dringlichkeit:  
HSH Nordbank

Außerdem notiert: 
Der Landtag trauert...
...um Heide Moser


Herzlichen Glückwunsch... ...Holger Astrup

I n n e n  / R e c h t

2. Lesungen:

Rundfunkänderungs- Staatsvertrag
(ohne Aussprache)
Bauordnung / Feuermelder
(ohne Aussprache)
Planungsrecht / Entwicklungsplan
(ohne Aussprache)
1. Lesungen:
Wahlgesetz / Wahlalter
Funktionalreform Kommunen
Verwaltungsgesetz / Meldewesen
(ohne Aussprache)
Verwaltungsgesetz / Telekommunikation
(ohne Aussprache)
Anträge:
Neuwahlen
Flüchtlingspolitik
Denkmalschutz
(ohne Aussprache)
Berichte:

Petitionsausschuss
(ohne Aussprache)

Verfassungsschutzbericht
(ohne Aussprache)

Datenschutzbericht
(ohne Aussprache)

W i r t s c h a f t  /
V e r k e h r  /  T e c h n i k

Anträge:
Flughafen Lübeck
Bahn Segeberg-Hamburg
Funk-Frequenzbereich
CO2-Endlager
Investitionsprogramm für
den Mittelstand
Konjunkturpaket II
(ohne Aussprache)
Berichte:

Anerkennung von Abschlüssen im Ausland

CCS-Versuchsprojekt
(ohne Aussprache)

Deutsch-dänische Infrastruktur
(ohne Aussprache)

F i n a n z e n

Antrag:
Grundstückserwerb
(ohne Aussprache)
Berichte:

HSH Nordbank

Sparkassen

Mehrwertsteuersatz

Finanzplanung
(ohne Aussprache)

S o z i a l e s  / A r b e i t  / G e s u n d h e i t

Antrag:
Barrierefreie Bauten
(ohne Aussprache)
Berichte:

Europ. Verbraucherschutz

Med. Versorgungszentren

Kindergeld / Wohngeld
(ohne Aussprache)

Frauen in Führungspositionen
(ohne Aussprache)

 A g r a r  /  U m w e l t  / 
E n e r g i e  / F o r s t e n

Antrag:
Gentechnik
Bericht:

Klimaschutzziele
(ohne Aussprache)

 B i l d u n g  /  K u l t u r  / W i s s e n s c h a f t

1. Lesung:
Leibniz-Institut für Pädagogik der Naturwissenschaften
(ohne Aussprache)
Anträge:
Wissenschaftsminister- Konferenz
Lärmschutz in Bildungseinrichtungen
Berichte:

Denkmalschutz Uni Kiel

Volksbegehren Realschulen
(ohne Aussprache)

 E u r o p a  / O s t s e e –
k o o p e r a t i o n

Große Anfrage:
Soziales Europa
Anträge:
Parlamentsforum Nordsee
Europaschulen
Bericht:

Europabericht 2009