Der Politiker der Liberalen machte sich zudem für
Bürokratieabbau stark und regte an, „kleinteilige und die
Unternehmer behindernde" Regelungen im Bau-, im
Landesplanungs- und im Naturschutzrecht ebenso auf den Prüfstand
zu stellen wie Statistikpflichten. „Deregulierung ist das Gebot
der Stunde", so Garg. Die Vertreter der Koalition wiesen
darauf hin, dass vieles bereits auf dem Weg sei; bei den Grünen
und dem SSW fiel das liberale „Investitionserleichterungsprogramm"
weitgehend durch.
Grüne: „Aneinanderreihung von
Plattitüden aus der Mottenkiste"
Johannes Callsen (CDU) stellte heraus, dass die
Förder-Institutionen des Landes im letzten Jahr 315 Millionen
Euro bereitgestellt hätten. Das Geld fließe beispielsweise in
den Seed- und StartUp-Fonds, der junge Unternehmen in der
Gründungs- und in der Wachstumsphase mit Beteiligungskapital
ausstattet. Auch die Investitionsbank oder die Bürgschaftsbank
„erarbeiten in schwierigen Zeiten passgenaue Lösungen",
ergänzte Wirtschaftsminister Jörn Biel (parteilos). Und der
SPD-Abgeordnete Bernd Schröder forderte dazu auf, zunächst
einmal die kürzlich beschlossenen Maßnahmen des Konjunkturpakets
II in Höhe von die 430 Millionen Euro umzusetzen. „Sie sind
ausgewogen und sie werden bei der Überwindung der Krise
helfen", so Schröder.
Detlef Matthiessen (Grüne) las aus dem FDP-Antrag
eine „Aneinanderreihung von Plattitüden aus der
Mottenkiste" heraus. Der liberale „Deregulierungswahn"
habe die Wirtschaftskrise mit verursacht. Daher sei es der falsche
Ansatz, nun erneut auf weiteren Vorschriftenabbau zu setzen. Auch
der SSW-Parlamentarier wandte sich gegen das Prinzip „Gebt den
Unternehmen, was sie wollen, und allen geht es dann besser".
Anstatt Entlastungen für Unternehmer und Selbständige zu
fordern, so Lars Harms, müssten einfache Arbeitnehmer entlastet
werden, um die Binnenkonjunktur anzukurbeln.
Der Wirtschaftsausschuss berät weiter.