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Auf dieser Seite: Medizinische Versorgungszentren

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Entwicklung der Medizinischen Versorgungszentren
Landtagsbeschluss vom 29. Januar 2009 – Drs. 16/2377
Federführend ist das Ministerium für Soziales, Gesundheit, Familie, Jugend und Senioren

Fachübergreifende Ärztehäuser
sind auf dem Vormarsch

Liberale fürchten um die Freiberuflichkeit der Mediziner

Kiel (SHL/06.05.) Die Landesregierung sieht in den medizinischen Versorgungszentren (MVZ) einen wichtigen Baustein für die Gesundheitsversorgung der Bevölkerung. Diese Arzthäuser, in denen fachübergreifende Praxen angesiedelt sind, leisteten eine „optimierte Abstimmung therapeutischer und diagnostischer Maßnahmen", betonte Gesundheitsministerin Gitta Trauernicht (SPD) in einem von SPD und CDU beantragten Bericht. Gleichzeitig bedeuteten die Versorgungszentren für die Ärzte Vorteile, da Kosten etwa für Räume und Personal geteilt werden könnten. Allerdings, so die Ministerin, gebe es auch „unerwünschte Nebenwirkungen", die „sorgsam beobachtet" werden müssten. Konkret nannte Trauernicht die Strategie der Krankenhäuser verstärkt Versorgungszentren zu gründen. Diese „Monopolstrukturen" könnten die Versorgung auf dem Land einschränken und zu Lasten freiberuflicher Ärzte gehen.

Die Untergrabung der Freiberuflichkeit kritisierte auch die FDP scharf, während CDU, SPD, Grüne und SSW die medizinischen Versorgungszentren in der Debatte grundsätzlich als wichtiges Element in der Gesundheitspolitik begrüßten. Einig waren sich die Fraktionen in ihrer Sorge um die ärztliche Versorgung im ländlichen Raum. Angemahnt wurde eine eindeutigere Bedarfsplanung über die Kassenärztliche Vereinigung, bei der es zu einer gemeinsamen Lösung für Haus- und Fachärzte sowie Krankenhäuser kommen müsse.

Medizinische Versorgungszentren sind fachübergreifende Praxen, in denen Ärzte als Angestellte oder Vertragsärzte tätig sind. Dieses Modell gibt es seit 2004. Ziel ist es, den Patienten eine fächerübergreifende Versorgung "aus einer Hand" zu bieten. Es müssen mindestens zwei Ärzte aus unterschiedlichen Fachrichtungen in einem MVZ arbeiten, ein Mediziner ist ärztliche Leitung. Inzwischen gibt es im Lande 47 dieser Zentren mit 218 Ärzten. Die meisten befinden sich in größeren Städten: neun davon in Kiel, 19 im Hamburger Umland.

Der Bericht der Landesregierung wurde zur Beratung an den Sozialausschuss überwiesen.

Hauptredner: Ursula Sassen (CDU), Jutta Schümann (SPD), Heiner Garg (FDP), Angelika Birk (Grüne), Lars Harms (SSW)

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Hintergrund:
Die Landesregierung berichtet über die Entwicklung der medizinischen Versorgungszentren (MVZ) in Schleswig-Holstein. Die Koalitionsfraktionen hatten das Papier beantragt.

Medizinische Versorgungszentren sind fachübergreifende Praxen, in denen Ärzte als Angestellte oder Vertragsärzte tätig sind. Dieses Modell gibt es seit 2004. Ziel ist es, den Patienten ein fächerübergreifende Versorgung "aus einer Hand" zu bieten. Es müssen mindestens zwei Ärzte aus unterschiedlichen Fachrichtungen in einem MVZ arbeiten, ein Mediziner ist ärztliche Leitung. Inzwischen gibt es im Lande 47 dieser Zentren mit 218 Ärzten. Die meisten befinden sich in größeren Städten: neun davon in Kiel, 19 im Hamburger Umland.

Die Landesregierung steht den MVZ „grundsätzlich positiv" gegenüber. Mit ihnen könnten Wartezeiten verkürzt und Doppeluntersuchungen vermieden werden, heißt es in dem Bericht. Andererseits befürchtet das Gesundheitsministerium aber eine „Ausdünnung der ärztlichen Versorgung in ländlichen Bereichen". Denn: Ärzte, die sich an einem Versorgungszentrum beteiligen, sorgen für eine Konzentration der Kassensitze – meist zugunsten der Ballungsräume und zulasten dünn besiedelter Gebiete. Die Kassenärztliche Vereinigung teilt diese Sorge.

Debatte zum Thema Gesundheitsstandort (Große Anfrage):
plenum-online,
April 2008

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Themen-Übersicht

A k t u e l l e s

Aktuelle Stunde: - - -

Dringlichkeit:  
HSH Nordbank

Außerdem notiert: 
Der Landtag trauert...
...um Heide Moser


Herzlichen Glückwunsch... ...Holger Astrup

I n n e n  / R e c h t

2. Lesungen:

Rundfunkänderungs- Staatsvertrag
(ohne Aussprache)
Bauordnung / Feuermelder
(ohne Aussprache)
Planungsrecht / Entwicklungsplan
(ohne Aussprache)
1. Lesungen:
Wahlgesetz / Wahlalter
Funktionalreform Kommunen
Verwaltungsgesetz / Meldewesen
(ohne Aussprache)
Verwaltungsgesetz / Telekommunikation
(ohne Aussprache)
Anträge:
Neuwahlen
Flüchtlingspolitik
Denkmalschutz
(ohne Aussprache)
Berichte:

Petitionsausschuss
(ohne Aussprache)

Verfassungsschutzbericht
(ohne Aussprache)

Datenschutzbericht
(ohne Aussprache)

W i r t s c h a f t  /
V e r k e h r  /  T e c h n i k

Anträge:
Flughafen Lübeck
Bahn Segeberg-Hamburg
Funk-Frequenzbereich
CO2-Endlager
Investitionsprogramm für
den Mittelstand
Konjunkturpaket II
(ohne Aussprache)
Berichte:

Anerkennung von Abschlüssen im Ausland

CCS-Versuchsprojekt
(ohne Aussprache)

Deutsch-dänische Infrastruktur
(ohne Aussprache)

F i n a n z e n

Antrag:
Grundstückserwerb
(ohne Aussprache)
Berichte:

HSH Nordbank

Sparkassen

Mehrwertsteuersatz

Finanzplanung
(ohne Aussprache)

S o z i a l e s  / A r b e i t  / G e s u n d h e i t

Antrag:
Barrierefreie Bauten
(ohne Aussprache)
Berichte:

Europ. Verbraucherschutz

Med. Versorgungszentren

Kindergeld / Wohngeld
(ohne Aussprache)

Frauen in Führungspositionen
(ohne Aussprache)

 A g r a r  /  U m w e l t  / 
E n e r g i e  / F o r s t e n

Antrag:
Gentechnik
Bericht:

Klimaschutzziele
(ohne Aussprache)

 B i l d u n g  /  K u l t u r  / W i s s e n s c h a f t

1. Lesung:
Leibniz-Institut für Pädagogik der Naturwissenschaften
(ohne Aussprache)
Anträge:
Wissenschaftsminister- Konferenz
Lärmschutz in Bildungseinrichtungen
Berichte:

Denkmalschutz Uni Kiel

Volksbegehren Realschulen
(ohne Aussprache)

 E u r o p a  / O s t s e e –
k o o p e r a t i o n

Große Anfrage:
Soziales Europa
Anträge:
Parlamentsforum Nordsee
Europaschulen
Bericht:

Europabericht 2009