zurück zur aktuellen Ausgabe von plenum-online

plenum-online wird während der Tagung ständig aktualisiert. Betätigen Sie bitte bei Aufruf einer Seite die Funktion "Neu laden" , "Aktualisieren" oder "reload", um ggf. die neueste Fassung zu erhalten.  

Auf dieser Seite: Auslandsabschlüsse

xxx

Top 40:
Anerkennung von im Ausland erworbenen Abschlüssen
Landtagsbeschluss vom 13. November 2008 – Drs. 16/2273
Federführend ist das Ministerium für Wissenschaft, 
Wirtschaft und Verkehr

Drs.: 16/2525


Von der 
Tagesordnung abgesetzt

(Aufruf voraussichtlich im Juni)

– Druckversion –

zurück zum Textanfang

Hintergrund:
Das Wissenschaftsministerium stellt in einem von den Grünen angeforderten Bericht dar, wie ausländische Schul, Berufs- und Uniabschlüsse in Deutschland anerkannt werden. Die Grünen hatten eine vereinfachte und bundesweit einheitliche Bestätigung der Zeugnisse von Migranten gefordert. Die Oppositionsfraktion schätzt die Zahl der zugewanderten Akademiker, deren Abschlüsse in Deutschland nicht anerkannt werden, auf 500.000.

Das Landes-Wissenschaftsministerium verweist in dem Bericht auf die „hohe Qualität des deutschen Bildungssystems". Eine „Herabstufung von Qualitätsansprüchen" dürfe nicht hingenommen werden, „nur um die Anerkennungsverfahren zu beschleunigen". Die Prüfung ausländischer Abschlüsse sei insbesondere bei Zuwanderern aus Nicht-EU-Ländern zeitaufwendig und könne bis zu einem Jahr dauern. Hinzu komme, dass sich mehrere Bundesländer weigern, die für akademische Zeugnisse zuständige Zentralstelle für ausländisches Bildungswesen in Bonn (ZaB) mit zusätzlichem Personal auszustatten.

  Unterschiedliches Niveau, unterschiedliche Regelungen

Grundsätzlich gibt es unterschiedliche Zuständigkeiten für verschiedene Abschlüsse und keinen Rechtsanspruch auf Anerkennung. Ausländische Schulzeugnisse werden im Lande vom Bildungsministerium bewertet. Hier werden „Probleme im Verfahren nicht gesehen". Wegen des unterschiedlichen Niveaus der Bildungssysteme kommt aber „eine unmittelbare Gleichstellung der Zeugnisse nicht in allen Fällen in Betracht". Bei Berufsabschlüssen gibt es bundesgesetzliche Regelungen für Spätaussiedler, ansonsten kümmern sich die Industrie- und Handels- beziehungsweise Handwerkskammern darum.

Bei zugereisten Akademikern erstellt die ZaB eine Art Übersetzung der Zeugnisse, die dem Arbeitgeber einen Vergleich zum hiesigen System bietet. Bei Ärzten aus EU-Ländern gibt es ein europaweite Anerkennungsrichtlinie. Mediziner aus anderen Staaten müssen eine Prüfung und möglicherweise auch einen Lehrgang beim Landesamt für soziale Dienste ablegen. Schwierig wird es häufig für Lehrer aus der ehemaligen Sowjetunion. Sie unterrichten in der Regel nur ein Fach, und nicht, wie in Deutschland üblich, zwei. Deswegen müssen sie noch einmal zur Uni und ein Referendariat hinter sich bringen, um in ihrem Beruf arbeiten zu können.

  Bildungsgipfel fordert Erleichterungen

Der Bericht verweist darauf, dass es derzeit eine Reihe von Initiativen gibt, um die Anerkennung ausländischer Abschlüsse zu erleichtern. So haben Bund und Länder beim Bildungsgipfel im letzten Oktober das Ziel formuliert, die Anerkennung zu beschleunigen. Zudem regt die Landesregierung bessere Abstimmungen auf Bundes- und EU-Ebene an.

Vorherige Debatte zum Thema:
plenum-online,
September 2008

zurück zum Textanfang

* * * * *

 

Themen-Übersicht

A k t u e l l e s

Aktuelle Stunde: - - -

Dringlichkeit:  
HSH Nordbank

Außerdem notiert: 
Der Landtag trauert...
...um Heide Moser


Herzlichen Glückwunsch... ...Holger Astrup

I n n e n  / R e c h t

2. Lesungen:

Rundfunkänderungs- Staatsvertrag
(ohne Aussprache)
Bauordnung / Feuermelder
(ohne Aussprache)
Planungsrecht / Entwicklungsplan
(ohne Aussprache)
1. Lesungen:
Wahlgesetz / Wahlalter
Funktionalreform Kommunen
Verwaltungsgesetz / Meldewesen
(ohne Aussprache)
Verwaltungsgesetz / Telekommunikation
(ohne Aussprache)
Anträge:
Neuwahlen
Flüchtlingspolitik
Denkmalschutz
(ohne Aussprache)
Berichte:

Petitionsausschuss
(ohne Aussprache)

Verfassungsschutzbericht
(ohne Aussprache)

Datenschutzbericht
(ohne Aussprache)

W i r t s c h a f t  /
V e r k e h r  /  T e c h n i k

Anträge:
Flughafen Lübeck
Bahn Segeberg-Hamburg
Funk-Frequenzbereich
CO2-Endlager
Investitionsprogramm für
den Mittelstand
Konjunkturpaket II
(ohne Aussprache)
Berichte:

Anerkennung von Abschlüssen im Ausland

CCS-Versuchsprojekt
(ohne Aussprache)

Deutsch-dänische Infrastruktur
(ohne Aussprache)

F i n a n z e n

Antrag:
Grundstückserwerb
(ohne Aussprache)
Berichte:

HSH Nordbank

Sparkassen

Mehrwertsteuersatz

Finanzplanung
(ohne Aussprache)

S o z i a l e s  / A r b e i t  / G e s u n d h e i t

Antrag:
Barrierefreie Bauten
(ohne Aussprache)
Berichte:

Europ. Verbraucherschutz

Med. Versorgungszentren

Kindergeld / Wohngeld
(ohne Aussprache)

Frauen in Führungspositionen
(ohne Aussprache)

 A g r a r  /  U m w e l t  / 
E n e r g i e  / F o r s t e n

Antrag:
Gentechnik
Bericht:

Klimaschutzziele
(ohne Aussprache)

 B i l d u n g  /  K u l t u r  / W i s s e n s c h a f t

1. Lesung:
Leibniz-Institut für Pädagogik der Naturwissenschaften
(ohne Aussprache)
Anträge:
Wissenschaftsminister- Konferenz
Lärmschutz in Bildungseinrichtungen
Berichte:

Denkmalschutz Uni Kiel

Volksbegehren Realschulen
(ohne Aussprache)

 E u r o p a  / O s t s e e –
k o o p e r a t i o n

Große Anfrage:
Soziales Europa
Anträge:
Parlamentsforum Nordsee
Europaschulen
Bericht:

Europabericht 2009