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Auf dieser Seite: Verbraucherschutz

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Europapolitische Bedeutung des Verbraucherschutzes
und Situation des EVZ
Landtagsbeschluss vom 27. März 2009 – Drucksache 16/2548
Federführend ist das Ministerium für Soziales, Gesundheit, Familie, Jugend und Senioren

Europaweiter Einkauf erfordert grenzüberschreitenden Verbraucherschutz

Kiel (SHL/06.05.) Angesichts der zunehmenden grenzüberschreitenden Mobilität von Waren und Dienstleistungen und des wachsenden Einkaufs per Internet gewinnt der europaweite Verbraucherschutz an Bedeutung – etwa durch Preisvergleiche und Rechtsberatung für Konsumenten. Darauf hat Sozialministerin Gitta Trauernicht (SPD/Foto) in einem von der Koalition beantragten Regierungsbericht hingewiesen. Sie lobte in diesem Zusammenhang die Arbeit des Europäischen Verbraucherzentrums (EVZ) Kiel. Dieser Unterstützung für die Kieler Einrichtung, neben dem EVZ im baden-württembergischen Kehl die einzige ihrer Art in Deutschland, schlossen sich Vertreter aller Fraktionen an.

Obwohl die EU mittlerweile rund 85 Prozent der Verbraucherschutzregeln beschließt, wandten sich CDU, SPD und SSW gegen Bestrebungen aus Brüssel, diesen Bereich vollständig zu harmonisieren. Denn: Die hohen deutschen Standards seien durch eine Angleichung an niedrigere Niveaus in anderen Ländern bedroht. Dies sahen Liberale und Grüne anders. Es könne durchaus einen „Mehrwert" für die Verbraucher durch eine 1:1-Umsetzung der europäischen Regeln geben. Und: Etwa beim Thema Patientenrechte sei eine EU-weite Angleichung dringend geboten.

Das EVZ Kiel besteht seit 1998. Als Projekt der Verbraucherzentrale Schleswig-Holstein wird die Einrichtung zur Hälfte aus Mitteln des Bundeslandes finanziert. Die andere Hälfte übernimmt die Europäische Kommission. In den Jahren 2007 und 2008 belief sich der Etat für die beiden bundesdeutschen EVZ-Standorte Kiel und Kehl auf insgesamt 485.000 Euro. Für das laufende Jahr ist der Gesamtetat der Einrichtungen auf 636.000 Euro gestiegen. Das EVZ Kiel, wo gegenwärtig sieben Mitarbeiter beschäftigt sind, erhält rund 240.000 Euro im laufenden Jahr.

Hauptredner: Ursula Sassen (CDU), Hans Müller (SPD), Günther Hildebrand (FDP), Detlef Matthiessen (Grüne), Lars Harms (SSW)

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Hintergrund:
Auf Antrag von CDU und SPD berichtet die Landesregierung über die Bedeutung des Verbraucherschutzes in Europa und die Situation des Europäischen Verbraucherzentrums in Kiel (EVZ Kiel). Im Mittelpunkt der Debatte steht vor allem die finanzielle Lage des EVZ in der schleswig-holsteinischen Landeshauptstadt.

   Die Europäische Verbraucherzentrale in Kiel

Das EVZ Kiel ist seit 1998 in der Landeshauptstadt ansässig. Als ein Projekt der Verbraucherzentrale Schleswig-Holstein wird die Einrichtung zur Hälfte aus Mitteln des Bundeslandes finanziert. Die andere Hälfte übernimmt die Europäische Kommission. In den Jahren 2007 und 2008 belief sich der Etat für die beiden bundesdeutschen EVZ-Standorte Kiel und Kehl auf insgesamt 485.000 Euro. Für das laufende Jahr ist der Gesamtetat der Einrichtungen auf 636.000 Euro gestiegen. Das EVZ Kiel, wo gegenwärtig sieben Mitarbeiter beschäftigt sind, erhält rund 240.000 Euro im laufenden Jahr.

Das EVZ Kiel beschäftigt gegenwärtig sieben Mitarbeiter. Zusammen mit dem Standort Kehl (Baden-Württemberg) bildet es das Europäische Verbraucherzentrum Deutschland (EVZ Deutschland). Dieses ist wiederum ein Teil des Netzwerkes der Europäischern Verbraucherzentren (European Consumer Centres Network, ECC-Net). Das von der EU-Kommission ins Leben gerufene Netzwerk umfasst heute 28 vergleichbare Einrichtungen in den Mitgliedsstaaten der EU sowie in Island und Norwegen.

Kernproblem der EVZ-Arbeit: Trotz zunehmender Harmonisierung der europäischen Märkte werden die Verbraucher oft mit unterschiedlichen Rechtsgrundlagen im Verbraucherschutz konfrontiert. Durch die finanzielle Stärkung der EVZ Kiel sollen die schleswig-holsteinischen Verbraucher nach Überzeugung des Sozialministeriums besser über die Produkte aus dem Ausland informiert werden.

  Streitfrage: „Vollständige Harmonisierung"?

Die Landtagsdebatte basiert vor dem Hintergrund von Bestrebungen der EU-Kommission, das europäische Verbraucherrecht anzugleichen und die europäischen Märkte zu harmonisieren. Bereits heute werden rund 85 Prozent der Verbraucherschutzgesetzgebung auf EU-Ebene beschlossen und haben dann in den einzelnen Mitgliedsstaaten Rechtsgültigkeit. Beispiele sind die EU-Spielzeugrichtlinie oder die Produktsicherheitsrichtlinie. Eine völlige Angleichung des europäischen Verbraucherrechts stieß in Deutschland bisher aber auf Ablehnung. Erst im März hat der Bundesrat mit den Stimmen Schleswig-Holsteins den Plänen der EU-Kommission hierzu eine Absage erteilt.

Debatte zum RAPEX-Verbraucherschutzsystem:
plenum-online,
November 2007

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Themen-Übersicht

A k t u e l l e s

Aktuelle Stunde: - - -

Dringlichkeit:  
HSH Nordbank

Außerdem notiert: 
Der Landtag trauert...
...um Heide Moser


Herzlichen Glückwunsch... ...Holger Astrup

I n n e n  / R e c h t

2. Lesungen:

Rundfunkänderungs- Staatsvertrag
(ohne Aussprache)
Bauordnung / Feuermelder
(ohne Aussprache)
Planungsrecht / Entwicklungsplan
(ohne Aussprache)
1. Lesungen:
Wahlgesetz / Wahlalter
Funktionalreform Kommunen
Verwaltungsgesetz / Meldewesen
(ohne Aussprache)
Verwaltungsgesetz / Telekommunikation
(ohne Aussprache)
Anträge:
Neuwahlen
Flüchtlingspolitik
Denkmalschutz
(ohne Aussprache)
Berichte:

Petitionsausschuss
(ohne Aussprache)

Verfassungsschutzbericht
(ohne Aussprache)

Datenschutzbericht
(ohne Aussprache)

W i r t s c h a f t  /
V e r k e h r  /  T e c h n i k

Anträge:
Flughafen Lübeck
Bahn Segeberg-Hamburg
Funk-Frequenzbereich
CO2-Endlager
Investitionsprogramm für
den Mittelstand
Konjunkturpaket II
(ohne Aussprache)
Berichte:

Anerkennung von Abschlüssen im Ausland

CCS-Versuchsprojekt
(ohne Aussprache)

Deutsch-dänische Infrastruktur
(ohne Aussprache)

F i n a n z e n

Antrag:
Grundstückserwerb
(ohne Aussprache)
Berichte:

HSH Nordbank

Sparkassen

Mehrwertsteuersatz

Finanzplanung
(ohne Aussprache)

S o z i a l e s  / A r b e i t  / G e s u n d h e i t

Antrag:
Barrierefreie Bauten
(ohne Aussprache)
Berichte:

Europ. Verbraucherschutz

Med. Versorgungszentren

Kindergeld / Wohngeld
(ohne Aussprache)

Frauen in Führungspositionen
(ohne Aussprache)

 A g r a r  /  U m w e l t  / 
E n e r g i e  / F o r s t e n

Antrag:
Gentechnik
Bericht:

Klimaschutzziele
(ohne Aussprache)

 B i l d u n g  /  K u l t u r  / W i s s e n s c h a f t

1. Lesung:
Leibniz-Institut für Pädagogik der Naturwissenschaften
(ohne Aussprache)
Anträge:
Wissenschaftsminister- Konferenz
Lärmschutz in Bildungseinrichtungen
Berichte:

Denkmalschutz Uni Kiel

Volksbegehren Realschulen
(ohne Aussprache)

 E u r o p a  / O s t s e e –
k o o p e r a t i o n

Große Anfrage:
Soziales Europa
Anträge:
Parlamentsforum Nordsee
Europaschulen
Bericht:

Europabericht 2009