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Auf dieser Seite: Sparkassen

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Top 42
Berichterstattung zur Situation der Sparkassen
Landtagsbeschluss vom 27. März. 2009 – Drs. 16/2551
Federführend ist das Innenministerium

Schwierige Zeiten auch 
für die Sparkassen

Haspa-Einstieg in Südholstein weiter umstritten

Kiel (SHL/06.05.) Die Landesregierung rechnet noch vor der Sommerpause mit einer Entscheidung der Europäischen Union, ob die Finanzholding der Hamburger Sparkasse (Haspa) bei der Sparkasse Südholstein einsteigen kann. „Ein möglicher Einstieg muss europatauglich sein. Wir lehnen den Einstieg nicht grundsätzlich ab, aber es kann nicht sein, dass es damit eine Privatisierung der Sparkassen gibt", sagte Innenminster Lothar Hay (SPD) in der Antwort auf einen von den Grünen geforderten Bericht im Landtag. Gleichzeitig lehnte Hay eine Änderung des Sparkassengesetzes erneut ab. Die Kontrolle der Vorstände sei bereits heute effektiv, sagte er.

SPD-Fraktionschef Ralf Stegner zeigte sich dagegen „durchaus aufgeschlossen" für einen Einstieg der Haspa - „auch wenn wir wissen, dass die Mehrheit der öffentlich-rechtlichen Sparkassen in Schleswig-Holstein strikt dagegen ist". Sein Koalitionskollege, der CDU-Abgeordnete  Tobias Koch, bedauerte, „dass es bislang nicht gelungen ist, eine politische Einigung über eine Änderung des Sparkassengesetztes herbeizuführen oder der EU-Kommission einen entsprechenden Gesetzentwurf zur Notifizierung vorzulegen". Für mögliche zukünftige Kapitalprobleme der Sparkassen hätten deshalb diejenigen die Verantwortung zu tragen, die „nur europarechtliche Bedenken vorgetragen haben", so Koch.

Grüne: Zurück an den Verhandlungstisch

Oppositionsführer Wolfgang Kubicki (FDP) forderte in der Debatte erneut, das Sparkassengesetz generell zu öffnen, „um den Sparkassen einen frischen Kapitalzufluss zu ermöglichen". Er erinnerte daran, dass die Kreise Pinneberg und Segeberg, sowie die Stadt Neumünster auf Antrag von CDU und SPD bereits eine Resolution beschlossen haben, das Sparkassengesetz des Landes zu öffnen. Lars Harms (SSW) hielt dagegen: „Bisher ist völlig unklar, welche rechtlichen Risiken bei der Öffnung für eine Haspa-Beteiligung eingegangen werden. "

Monika Heinold (Grüne) mahnte die Landesregierung, wieder an den Verhandlungstisch mit dem Sparkassen- und Giroverband des Landes zurückzukehren. „Die Landesregierung ist derart mit ihren koalitionsinternen Streitereien beschäftigt, dass sie die Zukunft der Sparkassen schon längst aus den Augen verloren hat", sagte Heinold.

Verluste in dreistelliger Millionenhöhe drohen

Laut dem Regierungspapier schlägt die Krise bei der HSH Nordbank mit einem Vermögensverlust in dreistelliger Millionenhöhe auch auf die Sparkassen durch – genaue Zahlen liegen laut Finanzministerium noch nicht vor. Der Sparkassen- und Giroverband Schleswig-Holstein hält gut 14,8 Prozent der HSH-Nordbank Aktien. Diese wollte der Verband „zu einem fairen Preis" an das Land veräußern. 

Einen Teil der Verluste deckt der Sparkassen- und Giroverband aus eigenen Reserven ab. Dennoch müssen einige der 15 Sparkassen im Lande ebenfalls ihre Reserven angreifen. Die Sparkasse Südholstein mit Sitz in Neumünster ist bereits zum Stützungsfall geworden. Die Landesregierung weist jedoch darauf hin, dass die Kassen selbst keine Verluste aufgrund riskanter Finanzinvestitionen zu verzeichnen haben. Laut Bericht müssen Sparkassen-Kunden grundsätzlich damit rechnen, schwieriger einen Kredit zu bekommen.

Der Bericht wird im Innen- und Rechtsausschuss sowie im Finanzausschuss weiter beraten.

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Hintergrund:
Auf Antrag der Grünen berichtet die Landesregierung über die Situation der Sparkassen im Lande. Hintergrund sind die finanziellen Schwierigkeiten der HSH Nordbank. Die schleswig-holsteinischen Sparkassen halten vor der Kapitalaufstockung durch die Länder Schleswig-Holstein und Hamburg einen Anteil von 14,8 Prozent an der HSH, die allein im Vorjahr einen Verlust von rund 2,7 Milliarden Euro eingefahren hat. Der Sparkassen- und Giroverband hat vor diesem Hintergrund eine Beteiligung an den Stützungsmaßnahmen abgelehnt und möchte stattdessen seine Aktien zu einem „fairen Preis" an das Land verkaufen.

Laut dem Regierungspapier schlägt die HSH-Krise mit einem Vermögensverlust in dreistelliger Millionenhöhe auf die Kassen durch – genaue Zahlen liegen laut Finanzministerium noch nicht vor. Einen Teil davon deckt der Sparkassen- und Giroverband aus eigenen Reserven ab. Dennoch müssen einige der 15 Sparkassen im Lande ebenfalls ihre Reserven angreifen. Dadurch ist ein Institut bereits zum Stützungsfall geworden. Die Landesregierung weist jedoch darauf hin, dass die Kassen selbst keine Verluste aufgrund riskanter Finanzinvestitionen zu verzeichnen haben.

  Änderung des Sparkassengesetzes wird abgelehnt

Neben den wegbrechenden Dividenden aus ihrer HSH-Beteiligung haben die Sparkassen zudem mit zurückgehenden Zinseinnahmen zu kämpfen, und es ist zu befürchten, dass von der Wirtschaftskrise getroffene Kunden ihre Kredite nicht zurückzahlen können. Folge: „Die Risikoneigung der Sparkassen bei der Kreditvergabe wird abnehmen", heißt es in dem Regierungsbericht.

Die Landesregierung lehnt eine Änderung des Sparkassengesetzes ab, die etwa dem Verwaltungsrat und den Träger-Kommunen mehr Einfluss auf die Vorstandsarbeit oder sogar eine „Leitlinienkompetenz" einräumen könnte. Die Kontrolle der Vorstände sei „schon jetzt effektiv ausgestaltet". Einer verschärften Offenlegungspflicht für Vorstandsgehälter, wie zurzeit auf Bundesebene diskutiert, steht die Landesregierung aber „aufgeschlossen" gegenüber.

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Themen-Übersicht

A k t u e l l e s

Aktuelle Stunde: - - -

Dringlichkeit:  
HSH Nordbank

Außerdem notiert: 
Der Landtag trauert...
...um Heide Moser


Herzlichen Glückwunsch... ...Holger Astrup

I n n e n  / R e c h t

2. Lesungen:

Rundfunkänderungs- Staatsvertrag
(ohne Aussprache)
Bauordnung / Feuermelder
(ohne Aussprache)
Planungsrecht / Entwicklungsplan
(ohne Aussprache)
1. Lesungen:
Wahlgesetz / Wahlalter
Funktionalreform Kommunen
Verwaltungsgesetz / Meldewesen
(ohne Aussprache)
Verwaltungsgesetz / Telekommunikation
(ohne Aussprache)
Anträge:
Neuwahlen
Flüchtlingspolitik
Denkmalschutz
(ohne Aussprache)
Berichte:

Petitionsausschuss
(ohne Aussprache)

Verfassungsschutzbericht
(ohne Aussprache)

Datenschutzbericht
(ohne Aussprache)

W i r t s c h a f t  /
V e r k e h r  /  T e c h n i k

Anträge:
Flughafen Lübeck
Bahn Segeberg-Hamburg
Funk-Frequenzbereich
CO2-Endlager
Investitionsprogramm für
den Mittelstand
Konjunkturpaket II
(ohne Aussprache)
Berichte:

Anerkennung von Abschlüssen im Ausland

CCS-Versuchsprojekt
(ohne Aussprache)

Deutsch-dänische Infrastruktur
(ohne Aussprache)

F i n a n z e n

Antrag:
Grundstückserwerb
(ohne Aussprache)
Berichte:

HSH Nordbank

Sparkassen

Mehrwertsteuersatz

Finanzplanung
(ohne Aussprache)

S o z i a l e s  / A r b e i t  / G e s u n d h e i t

Antrag:
Barrierefreie Bauten
(ohne Aussprache)
Berichte:

Europ. Verbraucherschutz

Med. Versorgungszentren

Kindergeld / Wohngeld
(ohne Aussprache)

Frauen in Führungspositionen
(ohne Aussprache)

 A g r a r  /  U m w e l t  / 
E n e r g i e  / F o r s t e n

Antrag:
Gentechnik
Bericht:

Klimaschutzziele
(ohne Aussprache)

 B i l d u n g  /  K u l t u r  / W i s s e n s c h a f t

1. Lesung:
Leibniz-Institut für Pädagogik der Naturwissenschaften
(ohne Aussprache)
Anträge:
Wissenschaftsminister- Konferenz
Lärmschutz in Bildungseinrichtungen
Berichte:

Denkmalschutz Uni Kiel

Volksbegehren Realschulen
(ohne Aussprache)

 E u r o p a  / O s t s e e –
k o o p e r a t i o n

Große Anfrage:
Soziales Europa
Anträge:
Parlamentsforum Nordsee
Europaschulen
Bericht:

Europabericht 2009