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Auf dieser Seite: HSH Nordbank 

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Zukünftige Aufstellung der HSH-Nordbank
Landtagsbeschluss vom 25. März 2009 – Drucksache 16/2552
Federführend ist das Finanzministerium

Opposition klagt an:
Schwarz-Rot „verschläft" die Debatte über eine neue Landesbankenstruktur

Kiel (SHL/06.05.) Die Opposition im Landtag hat der Landesregierung vorgeworfen, in der aktuellen Diskussion über eine mögliche Neugliederung der Landesbankenlandschaft „die Hände in den Schoß zu legen". Während andere Landesregierungen bereits „hammerhart für ihre Landesinteressen kämpfen", so Monika Heinold (Grüne/Foto re.), verschlafe Schleswig-Holstein die Entwicklung: „Wer sich jetzt nicht intensiv einmischt, der wird damit leben müssen, das andere den Kurs abstecken." Diese Vorwürfe seien „Polemik", hielt Finanzminister Rainer Wiegard (CDU/Foto li.) dagegen. Er zeigte sich zwar offen für eine Fusion der deutschen Landesbanken, stellte aber klar, dass dies erst nach deren vollständiger Umstrukturierung denkbar sei. 

„Es ist notwendig, über Zusammenschlüsse zu verhandeln - wenn die Banken zuvor ihre Hausaufgaben gemacht haben" und wenn die Risiken in den Bilanzen dieser Institute bekannt seien, so Minister Wiegard. 

Als Folge der Finanzkrise sind einige der sieben deutschen Landesbanken in schweres Fahrwasser geraten, darunter auch die HSH Nordbank, an der das Land beteiligt ist und der Schleswig-Holstein zuletzt eine milliardenschwere Finanzhilfe zugeschossen hat. Vor diesem Hintergrund werden bundesweit verschiedene Modelle zur Neustrukturierung der öffentlich-rechtlichen Geldhäuser durchgespielt. Im Gespräch sind zum Beispiel eine einzige „Bank Deutscher Länder" sowie regionale oder funktionale Zusammenschlüsse.

Kubicki: „Katastrophe" für das Land"

FDP-Fraktionschef Wolfgang Kubicki betrachtete es als „Katastrophe", dass die Landesregierung „offenbar keine inhaltliche Position zur Weiterentwicklung des Landesbankensystems in Deutschland" hat – obwohl der Bund laut Medienberichten bis Juli eine Lösung erwartet. Und der SSW-Abgeordnete Lars Harms argwöhnte, die Landesregierung und die HSH Nordbank seien „einzig und allein daran interessiert, dass eine Konsolidierungsbank als übergeordnete Anstalt des Bundes aufgebaut wird, um sich so möglichst schnell von aller Schuld reinzuwaschen".

Frank Sauter (CDU) unterstützte dagegen die abwartende Haltung der Landesregierung: „Zunächst müssen wir in Schleswig-Holstein wissen, was wir wollen und was wir können. Und zunächst müssen die anderen Landesbanken das tun, was bei uns bereits geschehen ist: eine belastbare Identifikation und Bewertung ihrer Risikobereiche vornehmen." 

Stegner: Reduzierung der Landesbanken 
ist „unumgänglich"

Sein Koalitionskollege, SPD-Fraktionschef Ralf Stegner, äußerte hingegen bereits klare Vorstellungen. Eine Neuaufstellung und auch Reduzierung der Landesbanken sei „unumgänglich". Er brachte eine Bank deutscher Länder mit einer Filiale in Kiel ins Spiel. Wie die Opposition forderte auch Stegner das Kabinett auf, sich rechtzeitig einzumischen und die Landesinteressen konsequent zu vertreten – „sonst spielt man nicht mit".

Der Finanzausschuss berät den Bericht der Landesregierung zur Zukunft der HSH weiter.

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Hintergrund:
Einmal mehr steht die angeschlagene HSH Nordbank auf der Tagesordnung des Landtages. Grundlage der Debatte ist ein von den Grünen beantragter Regierungsbericht über die zukünftige Aufstellung der Landesbank von Schleswig-Holstein und Hamburg, die durch die Finanzkrise schwer getroffen wurde und im vergangenen Jahr einen Verlust von rund 2,7 Milliarden Euro eingefahren hat.

Das Finanzministerium unterstreicht nun erneut, dass ein weiterer Einstieg des Bundes-Rettungsfonds SoFFin erst dann möglich sei, wenn die HSH in eine Kern- und eine Konsolidierungsbank aufgespalten ist. Der "Sonderfonds Finanzmarktstabilisierung" könnte dann Liquiditätsgarantien für die Kernbank abgeben, sofern diese eine Eigenkapitalquote von sieben Prozent aufweist. Finanzhilfen des SoFFin für die Abbaubank sind demnach nicht möglich. Der SoFFin hat im vergangenen November bereits einen Garantierahmen von 30 Milliarden Euro für die Nordbank abgesteckt, von denen die Bank im Januar und im April jeweils drei Milliarden in Anspruch genommen hat.

  Diskussion um bundesweite Neustrukturierung 
  der Landesbanken

Einer in der Öffentlichkeit viel diskutierten Neustrukturierung der gesamten deutschen Landesbanken-Landschaft steht die Landesregierung offen gegenüber. Im Gespräch sind unter anderem Privatisierungen der derzeit sieben Landesbanken, aber auch Fusionen und Kooperationen mit regionalen oder funktionalen Schwerpunkten. Allerdings: Dies sei erst dann sinnvoll, wenn die Bank-Bilanzen von faulen Wertpapieren bereinigt sind. Und: „Eine Neugliederung muss der norddeutschen Region wirtschaftlich nützen und die Vermögenswerte des Landes weiter sichern helfen; die Anteile des Landes an der HSH Nordbank müssen Wert aufholend erhalten bleiben."

Die neu aufgestellte HSH will sich laut Geschäftsmodell verstärkt um die regionale Wirtschaft kümmern. Hieraus entsteht laut dem Regierungspapier aber keine Konkurrenz zu den Sparkassen. Die Nordbank wolle sich auf Großkunden mit einem Jahresumsatz von mehr als 50 Millionen Euro konzentrieren, während die Sparkassen vor allem Privatkunden betreuen.

Letzte Debatte zum Thema: plenum-online, April 2009

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Themen-Übersicht

A k t u e l l e s

Aktuelle Stunde: - - -

Dringlichkeit:  
HSH Nordbank

Außerdem notiert: 
Der Landtag trauert...
...um Heide Moser


Herzlichen Glückwunsch... ...Holger Astrup

I n n e n  / R e c h t

2. Lesungen:

Rundfunkänderungs- Staatsvertrag
(ohne Aussprache)
Bauordnung / Feuermelder
(ohne Aussprache)
Planungsrecht / Entwicklungsplan
(ohne Aussprache)
1. Lesungen:
Wahlgesetz / Wahlalter
Funktionalreform Kommunen
Verwaltungsgesetz / Meldewesen
(ohne Aussprache)
Verwaltungsgesetz / Telekommunikation
(ohne Aussprache)
Anträge:
Neuwahlen
Flüchtlingspolitik
Denkmalschutz
(ohne Aussprache)
Berichte:

Petitionsausschuss
(ohne Aussprache)

Verfassungsschutzbericht
(ohne Aussprache)

Datenschutzbericht
(ohne Aussprache)

W i r t s c h a f t  /
V e r k e h r  /  T e c h n i k

Anträge:
Flughafen Lübeck
Bahn Segeberg-Hamburg
Funk-Frequenzbereich
CO2-Endlager
Investitionsprogramm für
den Mittelstand
Konjunkturpaket II
(ohne Aussprache)
Berichte:

Anerkennung von Abschlüssen im Ausland

CCS-Versuchsprojekt
(ohne Aussprache)

Deutsch-dänische Infrastruktur
(ohne Aussprache)

F i n a n z e n

Antrag:
Grundstückserwerb
(ohne Aussprache)
Berichte:

HSH Nordbank

Sparkassen

Mehrwertsteuersatz

Finanzplanung
(ohne Aussprache)

S o z i a l e s  / A r b e i t  / G e s u n d h e i t

Antrag:
Barrierefreie Bauten
(ohne Aussprache)
Berichte:

Europ. Verbraucherschutz

Med. Versorgungszentren

Kindergeld / Wohngeld
(ohne Aussprache)

Frauen in Führungspositionen
(ohne Aussprache)

 A g r a r  /  U m w e l t  / 
E n e r g i e  / F o r s t e n

Antrag:
Gentechnik
Bericht:

Klimaschutzziele
(ohne Aussprache)

 B i l d u n g  /  K u l t u r  / W i s s e n s c h a f t

1. Lesung:
Leibniz-Institut für Pädagogik der Naturwissenschaften
(ohne Aussprache)
Anträge:
Wissenschaftsminister- Konferenz
Lärmschutz in Bildungseinrichtungen
Berichte:

Denkmalschutz Uni Kiel

Volksbegehren Realschulen
(ohne Aussprache)

 E u r o p a  / O s t s e e –
k o o p e r a t i o n

Große Anfrage:
Soziales Europa
Anträge:
Parlamentsforum Nordsee
Europaschulen
Bericht:

Europabericht 2009