...um die
ehemalige Landtagsabgeordnete
und Sozialministerin
Heide Moser
Kiel (SHL/06.05.) Mit einer
Schweigeminute hat der Landtag zum Beginn seiner Tagung der
ehemaligen SPD-Abgeordneten und Sozialministerin Heide Moser
gedacht. Sie war am Karfreitag, dem 11. April, in Norderstedt im
Alter von 65 Jahren verstorben. Landtagspräsident Martin
Kayenburg würdigte Heide Moser als „aufrechte,
richtungsweisende und kompetente
Sozialpolitikerin".
Heide Moser stammte aus Osnabrück und zog nach
Studium und Referendariat in den 70er Jahren nach Norderstedt, wo
sie als Lehrerin für Latein und Geschichte tätig war. 1987 wurde
sie erstmals in den Landtag gewählt. Das Ministeramt übernahm
sie 1993. Sie wurde zur dienstältesten Sozialministerin
Deutschlands, bevor sie Mandat und Amt im Jahr 2004 wegen ihrer
Krebserkrankung niederlegte. Heide Moser war verheiratet und hatte
zwei Töchter.
Bundesweit machte sie sich mit ihrem Engagement
für eine liberale Drogenpolitik einen Namen. Bereits früh warb
sie für die später erfolgte Zusammenlegung von Arbeitslosen- und
Sozialhilfe und für eine bessere Betreuung von
Langzeitarbeitslosen. Auf Mosers Einsatz gehen auch das
Krebsregister und das Modellprojekt "QuaMaDi" zur
Früherkennung von Brustkrebs zurück. Zudem setzte sie sich für
eine bessere Pflegequalität in den Heimen des Landes ein.