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Schuldenbremse zwingt Land auf Sparkurs:
Protestfront gegen mögliche Kürzungen formiert sich

Der Schuldenstand des Landes laut der Schuldenuhr des Steuerzahlerbundes: rund 24,4 Milliarden Euro (fotografiert Anfang März)

Einen riesigen Schuldenberg vor Augen geht es um Schleswig-Holsteins Zukunft zum Auftakt der Mai-Sitzung des Landtages gleich im Doppelpack: Erst stehen die Jüngsten im Mittelpunkt, wenn die angespannte Lage an den Kindertagesstätten zur Diskussion steht (...gehe zu). Danach wollen Koalition und Opposition - mit Ausnahme der Linken - gemeinsam einen Beschluss fassen, der die Zukunft der Kinder sichern helfen soll: CDU, FDP, SPD, Grüne und SSW verankern eine Schuldenbremse in der Verfassung. Demnach darf das Land, das mit fast 25 Milliarden Euro in der Kreide steht, ab 2020 in normalen Jahren keine neuen Schulden mehr machen (...gehe zu).

Um das zu erreichen, stehen viele Ausgaben des Landes auf dem Prüfstand. Auf der Liste möglicher Sparmaßnahmen soll sich auch das Universitätsklinikum (UK S-H) mit rund 10.000 Mitarbeitern in Kiel und Lübeck befinden. Die SPD fordert, das Klinikum in öffentlicher Hand zu lassen. Die schwarz-gelbe Kommission, die Ende Mai ihr großes Sparpaket vorlegen will, erwägt jedoch Berichten zufolge einen Verkauf. Dies lässt am Donnerstag eine lebhafte Debatte erwarten. Bei einem Verkauf würde das Land sein einziges Klinikum mit medizinischer Maximalversorgung aus der Hand geben, so die Kritik. Private Investoren könnten jedoch helfen, den Sanierungsstau von 700 Millionen Euro abzubauen (...gehe zu).

Der dramatische Sparzwang wird auch am Freitag eine wichtige Rolle spielen: Dann geht es um den nächsten "Bildungsgipfel" von Bund und Ländern. Dieser soll am 10. Juni klären, wie der vereinbarte Zehn-Prozent-Anteil der Bildung am Bruttoinlandsprodukt finanziert werden kann. Derzeit kann Schleswig-Holstein den von ihm erwarteten Anteil kaum leisten. Die Zweifel nährt auch ein Regierungsbericht an den Landtag (...gehe zu).

Nach der Debatte darüber rückt Regionalpolitik in den Vordergrund: Der SSW will dem Parlament ein Bekenntnis zur Stärkung des Hochschulstandortes Flensburg und zur Eigenständigkeit der dortigen Universität abringen. Auch diese Initiative geht auf Sparüberlegungen in der Koalition zurück (...gehe zu).



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