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Auf dieser Seite: Zukunft der Kindertagesstätten

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Top 1: Aktuelle Stunde zu den
Konsequenzen aus der Debatte um die Zukunft der Kindertagesstätten
...beantragt von der Fraktion die Linke


„Nicht kürzen bei den Kurzen": Mit Trommeln, Pfeifen und 
selbstgemalten Plakaten demonstrierten rund 700 Kinder, Erzieher 
und Eltern am Mittwochmorgen vor dem Landtag gegen drohende Kürzungen für Kindergärten.

Abschaffung des beitragsfreien KiTa-Jahres zeichnet sich ab

Koalition verteidigt mögliche Rücknahme des Landtagsbeschlusses aus dem Vorjahr / Minister Klug kündigt Erhöhung der Grundfinanzierung an

Kiel (SHL/19.05.) Begleitet von lauten Protesten von mehreren hundert Eltern, Erziehern und Kindern vor dem Landeshaus hat die Koalition eine mögliche Abschaffung des erst im vergangenen Jahr eingeführten beitragsfreien dritten Kindergartenjahres verteidigt. „In absehbarer Zeit ist es angesichts der Haushaltslage des Landes nicht möglich, neben der Qualitätssicherung in den KiTas die Beitragsfreiheit fortzusetzen", sagte Bildungsminister Ekkehard Klug (FDP) in einer von den Linken beantragten Aktuellen Stunde. Allerdings werde die Landesregierung die KiTa-Grundfinanzierung ab kommenden Jahr von derzeit 60 Millionen auf 70 Millionen Euro erhöhen. Die offizielle Entscheidung, ob das dritte beitragsfreie KiTa-Jahr abgeschafft wird oder nicht, wird in der kommenden Woche erwartet. Dann sollen die Beschlüsse der Haushaltsstrukturkommission öffentlich vorgestellt werden. Mit der neuerlichen Erhebung von Gebühren würde das Land rund 35 Millionen Euro im Jahr einsparen.

Klug kündigte weiterhin an, die Investitionen beim Ausbau von Krippenplätzen und im Bereich der Betreuung der Unter-Drei-Jährigen anzuheben. Außerdem sollen die derzeit regional sehr unterschiedlichen Elternbeiträge im Land auf ein einheitliches Niveau gebracht werden. Die Opposition stimmte das wenig milde. Sie warf der Regierung wie schon in der Landtagsdebatte im Januar Planlosigkeit und Wählertäuschung vor.

Linke: KiTas falscher Spielplatz für Sparfantasien

„Einen falscheren Spielplatz für Sparfantasien als die KiTas kann man sich nicht ausdenken", entrüstete sich Antje Jansen (Linke/Foto). Die jährlich gleichgebliebenen Landesmittel von 60 Millionen seit 2004 seien faktisch eine Mittelkürzung, da die Kosten durch erweiterte Öffnungszeiten oder vergrößerte Gruppen stetig steigen würden. „Diese Landesregierung spart nicht für die Zukunft der Kinder sondern an den Kindern", schloss sich Gitta Trauernicht (SPD) der Kritik an.

Monika Heinold (Grüne) warf der Regierung Wählertäuschung vor. Bereits vor den Wahlen im vergangenen Jahr sei klar gewesen, in welcher finanziellen Situation das Land stecke. Heinold schlug eine Steuererhöhung vor, wenn das „Verteilungsgerechtigkeit und Bildungsgerechtigkeit" bringe. Und die SSW-Vorsitzende Anke Spoorendonk sagte: „Wer bei den Kinder spart, verbessere nicht ihre Situation in der Zukunft, sondern kürze ihre Bildungschancen."

CDU: Es kann keine Tabus mehr geben

Die CDU sehe ihre Verantwortung auch darin, das Land nicht weiter in eine ruinöse Situation hinein zu manövrieren, entgegnete Marion Herdan (CDU/Foto). „Wenn wir anfangen, alles zu tabuisieren, dann werden wir auf dem Weg, in den nächsten zehn Jahren 125 Millionen Euro pro Jahr einsparen zu wollen, scheitern", sagte sie. Die Streichung des kostenfreien KiTa-Jahres wäre ein „schmerzhafter, aber unvermeidlicher Einschnitt". Er müsse angemessen kompensiert werden, um die Eltern nicht weiter zu belasten, so Herdan. 

Wenn erreicht werden soll, dass Kinder beim Übergang in die Grundschule gleiche Startchancen erhalten, müsse das Geld dort eingesetzt werden, wo es einen effektiven Nutzen bringt, meinte Cornelia Conrad (FDP): Es sei „sinnvoller in die Verbesserung der Qualität zu investieren als in ein beitragsfreies drittes Kindergartenjahr".

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Hintergrund:
Auf Initiative der Linken debattiert der Landtag in einer Aktuellen Stunde über die Zukunft der Kindertagesstätten im Lande. Hintergrund sind Berichte, wonach die schwarz-gelbe Koalition das erst im letzten Sommer eingeführte beitragfreie dritte Kindergarten-Jahr wieder abschaffen will, um den angeschlagenen Landeshaushalt zu entlasten. Damit würde das Land rund 35 Millionen Euro im Jahr einsparen. Näheres wird von den Beschlüssen der Haushaltsstrukturkommission erwartet, die am 26. Mai der Öffentlichkeit vorgestellt werden sollen.

Bei den KiTas regt sich Protest hiergegen. Am Mittwoch dieser Plenarwoche wollen Hunderte Kinder, Eltern und Erzieher mit der Losung „Kürzt den Kindern nicht die Zukunft. Uns reicht's!" vor das Landeshaus ziehen. Die 1.600 Kindertagesstätten im Lande seien bereits jetzt am Limit, heißt es. Das Land habe seinen Zuschuss seit Jahren auf jährlich 60 Millionen Euro eingefroren. Angesichts höherer Kinderzahlen und gestiegener Standards, etwa durch den Auftrag der frühkindlichen Bildung, komme dies faktisch einer Kürzung gleich. Zudem werde die vorgesehene Gruppengröße von maximal 20 Kindern inzwischen häufig überschritten.

Die Beitragsfreiheit für eine fünfstündige Betreuung im letzten KiTa-Jahr vor der Schule hatte der Landtag im Oktober 2008 nach langer Diskussion beschlossen. Über die Kürzungspläne hat der Landtag zuletzt im Januar debattiert.

Debatten zum Thema: -
plenum-online Oktober 2008 Januar 2010

Stichwort: Aktuelle Stunde
Über eine bestimmte Frage von allgemeinem Interesse kann eine Aktuelle Stunde von einer Fraktion oder von mindestens fünf Abgeordneten beantragt werden. Der Antrag muss spätestens zwei Tage vor Sitzungsbeginn gestellt werden.

Bei einer Aktuellen Stunde beraten die Abgeordneten ohne feste Rednerliste über einen Gegenstand von tagesaktueller Bedeutung. Die Redezeit ist auf fünf Minuten pro Beitrag begrenzt. Die Reden sollen frei gehalten werden. Die Gesamtredezeit der Abgeordneten darf 60 Minuten nicht überschreiten; hinzu kommt das Zeitkonto der Landesregierung von maximal 30 Minuten.

Mit einer Aktuellen Stunde wird kein konkreter Beschluss herbeigeführt, sie dient vorrangig dem Meinungsaustausch und der Darstellung der unterschiedlichen Standpunkte gegenüber der Öffentlichkeit.

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Themen-Übersicht

A k t u e l l e s

Aktuelle Stunde:  
Zukunft der KiTas

Dringlichkeit: - - -

Außerdem notiert: 

I n n e n  / R e c h t

2. Lesungen:

Versorgungslasten
(ohne Aussprache)
Dienstrechtl. Vorschriften
(ohne Aussprache)
Ärztl. Versorgung Inhaftierter
(ohne Aussprache)
1. Lesungen:
Landes-Meldegesetz
(ohne Aussprache)
Rettungsdienste / Fahrberchtigung
(ohne Aussprache)
Sach-Anträge:
Rundfunkgebühren
Abschiebung Kosovo
8. Mai / Feiertag
Berichts-Anträge:
Bäderverordnung
(ohne Aussprache)
Justiz-Vollzugsanstalten
(ohne Aussprache)
Regierungsberichte:
Clearingstellen Flüchtlinge
Staatsangehörigkeitsrecht
Verfassungsschutz-Bericht
(ohne Aussprache)
sonstige Berichte:

Datenschutz-Bericht
(ohne Aussprache)

Petitionsausschuss-Bericht
(ohne Aussprache)

 B i l d u n g  /  K u l t u r  / W i s s e n s c h a f t

2. Lesung:

Schulgesetz / Umwandlungsfrist
(ohne Aussprache)
1. Lesung:
Minderheitenschutz
Ausschuss-Empfehlungen
Mitbestimmung an Schulen und Hochschulen
(ohne Aussprache)
Volksbegehren Realschulen
(ohne Aussprache)
Schul-Obstprogramm
(ohne Aussprache)
Anträge:
Schule und Bundeswehr
Kooperationsverbot
Unterrichtsverpflichtung
für Lehrer
Hochschulpolitik / 
Uni Flensburg
Gastschulabkommen mit Hamburg
Mahlzeiten in KiTa und Schule
Regierungs-Berichte:

Bildungsfinanzierung

Migrantenkinder in KiTas
(ohne Aussprache)

S o z i a l e s  / A r b e i t  / G e s u n d h e i t

Aktuelle Stunde:

Zukunft der KiTas

Anträge:
Situation des UK S-H
Ambulante Versorgung
Regierungs-Berichte:

Kinderschutz

Pflegeausbildung

Finanzsituation des UK S-H
Hausärzte

Arzneimittel-Entsorgung
(ohne Aussprache)

Schule und Arbeitswelt
(ohne Aussprache)

W i r t s c h a f t  /
V e r k e h r  /  T e c h n i k

Ausschuss-Empfehlungen
Digitaler Tachograph
(ohne Aussprache)
Start ins Berufsleben
(ohne Aussprache)
Anträge:
Maritime Wirtschaft
Hilfen für Kleinbetriebe
Flughafen Lübeck
Regierungs-Bericht:

Situation des Handwerks

F i n a n z e n

2. Lesung:

Schuldenbremse
1. Lesung:
"Datatport"
(ohne Aussprache)

 A g r a r  /  U m w e l t  / 
E n e r g i e  / F o r s t e n

Ausschuss-Empfehlungen:
Freiw. Ökologisches Jahr
(ohne Aussprache)
Agrar- und Umweltpolitik
(ohne Aussprache)
Anträge:
Gentechnik
Klein-Windkraftanlagen
Ölförderung im Wattenmeer
Regierungs-Bericht:

GA Agrarstruktur und Küstenschutz
(ohne Aussprache)

 E u r o p a  / O s t s e e –
k o o p e r a t i o n

Antrag:
Ostseepolitik
Regierungs-Bericht:

Ostseepolitik