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Auf dieser Seite: Hilfen für Kleinbetriebe

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Top 19:
Kleinstunternehmen von der Jahres-
Abschlusspflicht befreien
Antrag der Fraktionen von CDU und FDP – Drs. 17/494
   Aufruf gemeinsam mit
Top 24:
Bundesregelung Kleinbeihilfen dauerhaft festschreiben

Antrag der Fraktionen von CDU und FDP – Drs. 17/503
   Aufruf gemeinsam mit
Top 25:
Wertgrenzen dauerhaft anheben

Antrag der Fraktionen von CDU und FDP – Drs. 17/504

Hilfspaket für Kleinstbetriebe im Plenum umstritten

Kiel (SHL/20.05.) Mit Skepsis haben die Oppositionsfraktionen auf verschiedene Vorschläge der Koalition reagiert, wie für Schleswig-Holsteins Kleinstunternehmen bürokratische Hürden abgebaut werden können. CDU und FDP fordern eine dauerhafte Festschreibung der Kleinbeihilfen sowie eine Streichung der Jahresabschlusspflicht. Außerdem sollen die von der Bundesregierung hoch gesetzten Schwellenwerte bei der Vergabe öffentlicher Aufträge über das Jahresende 2010 hinaus bestehen bleiben. Bei diesen drei Vorstößen, die zur Beratung an den Wirtschafts- und an den Finanzausschuss überwiesen wurden, setzt die Koalition auf die Unterstützung und die Initiative der Landesregierung, da für jede einzelne Maßnahme entweder die Zustimmung des Bundes oder der EU erforderlich ist.

Als Kleinstunternehmen gelten Betriebe, die nicht mehr als zehn Personen beschäftigen, eine Bilanzsumme von höchstens 500.000 Euro aufweisen und einen Jahresumsatz von weniger als eine Million Euro erzielen.

Während Wirtschaftsminister Jost de Jager (CDU) die geforderten Maßnahmen als notwendige Schritte zur Erhaltung und Schaffung von Arbeitsplätzen lobte, hagelte es von Seiten der Opposition Kritik. Die SPD wandte sich gegen die Abschaffung der Bilanzierungspflicht, da diese die Voraussetzung für eine vernünftige Bonitätsprüfung sei. Die geplante Verlängerung der hoch gesetzten Schwellenwerte bei der Vergabe öffentlicher Aufträge bezeichnete die Sozialdemokratin Regina Poersch gar als „Korruptionsförderungsgesetz".

Diskussion um freihändige Vergabe

Auch Grüne und SSW warnten in diesem Zusammenhang vor möglicher Vetternwirtschaft. Bei der sogenannten freihändigen Vergabe, die nicht an eine Ausschreibung gebunden ist, liegt der Wert zurzeit bei 100.000 Euro (statt zuvor 30.000), bei beschränkten Ausschreibungen gilt eine Million Euro als Grenzwert – anstatt 100.000. Diese Praxis möchte Schwarz-Gelb über das Jahresende 2010 hinaus verlängern.

Kritisch wurde vom SSW auch eine Frist-Verlängerung für die Gewährung von Kleinbeihilfen über den 31. Dezember hinaus gesehen. Hier würde aus einer vorübergehenden Maßnahme zur Bekämpfung der Krise eine dauerhafte Subvention für Unternehmen. Hintergrund: Derzeit können Beihilfen bis zu einem Höchstbetrag von 500.000 Euro auch ohne EU-Genehmigung an Unternehmen in allen Zweigen der Wirtschaft, außer im Fischereisektor und in der Landwirtschaft, vergeben werden.

Die Linken warfen der Union und den Liberalen vor, mit ihren Vorschlägen reine Klientelpolitik zu betreiben.

Hauptredner: Jens Magnussen (CDU), Regina Poersch (SPD), Christopher Vogt (FDP), Andreas Tietze (Grüne), Björn Thoroe (Linke), Lars Harms (SSW)

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Hintergrund:
CDU und FDP wollen die im Zuge der weltweiten Wirtschafts- und Finanzkrise vereinfachte Förderung kleiner Unternehmen auch über das Ende dieses Jahres hinaus fortsetzen sowie sogenannte Kleinstbetriebe von bürokratischen Auflagen befreien.

So fordern die Koalitionsfraktionen die Landesregierung auf, bei der EU auf eine Entschärfung der Jahresabschlusspflicht zu drängen. Derzeit müssen auch Unternehmen mit weniger als zehn Mitarbeitern und einem Jahresumsatz von weniger als zwei Millionen Euro Abschlussbilanzen anfertigen. Diese Pflicht soll dazu dienen, europaweit „gleichwertige rechtliche Mindestbedingungen für miteinander im Wettbewerb stehende Gesellschaften" zu schaffen, wie es in der entsprechenden EU-Richtlinie heißt. Gelingt es, auf europäischer Ebene diese Richtlinie zu ändern, will die Koalition auch über den Bundesrat die Vorgaben im Handelsgesetzbuch anpassen.

  Beihilfen bis zu 500.000 Euro ohne EU-Genehmigung

Zudem soll sich die Landesregierung nach Willen von Christ- und Freidemokraten im Bundesrat und bei der Europäischen Kommission dafür einsetzen, dass die Bundesregelung Kleinbeihilfen über den 31.Dezember 2010 hinaus in Kraft bleibt. Nach dieser Regelung können Beihilfen bis zu einem Höchstbetrag von 500.000 Euro auch ohne EU-Genehmigung an Unternehmen in allen Zweigen der Wirtschaft, außer im Fischereisektor und in der Landwirtschaft, vergeben werden. Diese zusätzliche Form der Unternehmensförderung hat der Bund im vergangenen Jahr als Reaktion auf die Wirtschafts- und Finanzkrise ins Leben gerufen.

Außerdem sollen die ebenfalls im Zuge der Wirtschaftskrise hoch gesetzten Schwellenwerte bei der Vergabe von öffentlichen Aufträgen länger bestehen bleiben – über das Jahresende 2010 hinaus. Bei der so genannten freihändigen, nicht an eine Ausschreibung gebundenen Vergabe liegt der Wert zurzeit bei 100.000 Euro (statt zuvor 30.000), bei beschränkten Ausschreibungen gilt eine Million Euro als Grenzwert – anstatt 100.000. Auch hierfür soll sich die Landesregierung nach den Plänen von Schwarz-Gelb beim Bund stark machen.

Vorherige Debatte zum Thema Mittelstand:
plenum-online
Juni 2009

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Themen-Übersicht

A k t u e l l e s

Aktuelle Stunde:  
Zukunft der KiTas

Dringlichkeit: - - -

Außerdem notiert: 

I n n e n  / R e c h t

2. Lesungen:

Versorgungslasten
(ohne Aussprache)
Dienstrechtl. Vorschriften
(ohne Aussprache)
Ärztl. Versorgung Inhaftierter
(ohne Aussprache)
1. Lesungen:
Landes-Meldegesetz
(ohne Aussprache)
Rettungsdienste / Fahrberchtigung
(ohne Aussprache)
Sach-Anträge:
Rundfunkgebühren
Abschiebung Kosovo
8. Mai / Feiertag
Berichts-Anträge:
Bäderverordnung
(ohne Aussprache)
Justiz-Vollzugsanstalten
(ohne Aussprache)
Regierungsberichte:
Clearingstellen Flüchtlinge
Staatsangehörigkeitsrecht
Verfassungsschutz-Bericht
(ohne Aussprache)
sonstige Berichte:

Datenschutz-Bericht
(ohne Aussprache)

Petitionsausschuss-Bericht
(ohne Aussprache)

 B i l d u n g  /  K u l t u r  / W i s s e n s c h a f t

2. Lesung:

Schulgesetz / Umwandlungsfrist
(ohne Aussprache)
1. Lesung:
Minderheitenschutz
Ausschuss-Empfehlungen
Mitbestimmung an Schulen und Hochschulen
(ohne Aussprache)
Volksbegehren Realschulen
(ohne Aussprache)
Schul-Obstprogramm
(ohne Aussprache)
Anträge:
Schule und Bundeswehr
Kooperationsverbot
Unterrichtsverpflichtung
für Lehrer
Hochschulpolitik / 
Uni Flensburg
Gastschulabkommen mit Hamburg
Mahlzeiten in KiTa und Schule
Regierungs-Berichte:

Bildungsfinanzierung

Migrantenkinder in KiTas
(ohne Aussprache)

S o z i a l e s  / A r b e i t  / G e s u n d h e i t

Aktuelle Stunde:

Zukunft der KiTas

Anträge:
Situation des UK S-H
Ambulante Versorgung
Regierungs-Berichte:

Kinderschutz

Pflegeausbildung

Finanzsituation des UK S-H
Hausärzte

Arzneimittel-Entsorgung
(ohne Aussprache)

Schule und Arbeitswelt
(ohne Aussprache)

W i r t s c h a f t  /
V e r k e h r  /  T e c h n i k

Ausschuss-Empfehlungen
Digitaler Tachograph
(ohne Aussprache)
Start ins Berufsleben
(ohne Aussprache)
Anträge:
Maritime Wirtschaft
Hilfen für Kleinbetriebe
Flughafen Lübeck
Regierungs-Bericht:

Situation des Handwerks

F i n a n z e n

2. Lesung:

Schuldenbremse
1. Lesung:
"Datatport"
(ohne Aussprache)

 A g r a r  /  U m w e l t  / 
E n e r g i e  / F o r s t e n

Ausschuss-Empfehlungen:
Freiw. Ökologisches Jahr
(ohne Aussprache)
Agrar- und Umweltpolitik
(ohne Aussprache)
Anträge:
Gentechnik
Klein-Windkraftanlagen
Ölförderung im Wattenmeer
Regierungs-Bericht:

GA Agrarstruktur und Küstenschutz
(ohne Aussprache)

 E u r o p a  / O s t s e e –
k o o p e r a t i o n

Antrag:
Ostseepolitik
Regierungs-Bericht:

Ostseepolitik